27. Oktober 2020 / 10:43 Uhr

Nachspielzeit bricht Holsteins U19 in Bremen noch das Genick

Nachspielzeit bricht Holsteins U19 in Bremen noch das Genick

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Erzielte das zwischenzeitliche 1:1: Faris Moumouni.
Erzielte das zwischenzeitliche 1:1: Faris Moumouni. © Karsten Freese
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Das Unheil nahm spät seinen Lauf! Im Spiel der A-Junioren-Bundesliga tickte bereits die Uhr. Bis zum Abpfiff fehlten lediglich Sekunden! Holstein Kiels U19-Ensemble schnupperte an der Weser deutlich am nahen Auswärtszähler. Zudem schien die Luft raus. Beide Kontrahenten wirkten bereits müde und abgekämpft. Dann passierte es doch noch: Werders Kaan Er riss die Kieler mit dem späten Treffer zum 2:1 (1:1) in der Overtime noch aus den kühnsten Träumen (90.+2).

Die Werder-Bubis entzogen sich anfangs geschickt der Kieler Pressingmaschine. Insbesondere der agile Mika Eickhoff war kaum zu fassen, denn der Bremer Achter wich immer wieder auf die Außenpositionen aus. So bekamen die Gäste erst nach und nach Zugriff auf die Grün-Weißen. Besser liefen Holsteins Offensivaktionen. Schnelle Kombinationen auf den Flügeln bescherten der keineswegs immer sattelfesten Defensive der Platzherren durchaus Probleme. Unterm Strich ergab sich in Hälfte eins ein ausgeglichenes Duell auf Augenhöhe.

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Nach vier Minuten jubelte derweil Grün-Weiß: Eine diagonale Spielverlagerung brachte Kaan Er in gute Position. Der Offensivmann ließ sich die erstbeste Gelegenheit cool nicht entgehen. Auf Kieler Seite war wieder einmal auf den flinken Faris Moumouni Verlass, der einen tiefen Ball von Ghafury erlief und seine Kaltschnäuzigkeit beim Ausgleich (26.) bewies.

Diese Spieler haben Holstein Kiel in der Vergangenheit geprägt:

Von 2018 bis 2021 stand Janni Serra bei Zweitligisten Holstein Kiel unter Vertrag. In dieser Zeit kam der Stürmer 91 Mal zum Einsatz und erzielte 35 Tore. Nach seinem Vertragsende bei Holstein Kiel wechselt Serra zur Saison 2021/22 in die Bundesliga zu Arminia Bielefeld. Zur Galerie
Von 2018 bis 2021 stand Janni Serra bei Zweitligisten Holstein Kiel unter Vertrag. In dieser Zeit kam der Stürmer 91 Mal zum Einsatz und erzielte 35 Tore. Nach seinem Vertragsende bei Holstein Kiel wechselt Serra zur Saison 2021/22 in die Bundesliga zu Arminia Bielefeld. ©

Nach gerechtem 1:1-Pausenstand agierten die Jungstörche etwas tiefer stehend aus dem Mittelfeldpressing. Die Marschroute zeigte Wirkung. Den Bremern fehlten erkennbar die Ideen, um die Kieler ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Holstein löste mehrfach die Handbremse im Spiel nach vorn und beschwor mit schnellen Umschaltaktionen gefährliche Situationen für den von Nationalkeeper Louis Lord gehüteten Kasten herauf. Ab der 75. Minute erkämpften dich die KSV-Talente gar ein deutliches Übergewicht, kamen zu vielen guten Ballbesitzphasen und generierten klare Torchancen. In dieser Phase wankte Bremens Abwehr, es haperte lediglich an der Verwertung.

So kam es, wie es kommen musste. Zwar liefen die letzten Zuckungen der Partie eigentlich auf leistungsgerechtes Patt hinaus, da legte der SVW in Person des Deutsch-Türken Er auf den allerletzten Drücker noch einmal nach.

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„Eine gute Leistung der Mannschaft, die durchaus drei Punkte verdient gehabt hätte. Es ist extrem bitter, mit komplett leeren Händen zurück an die Förde zu fahren", gab sich Cheftrainer Elard Ostermann im Nachgang untröstlich. (bms)

A-Jugend: SV Werder Bremen - KSV Holstein 2:1 (1:1)

KSV: Freudenberg – Reimers, Carrera, Marten – Ehlers, Arndt, Witt (90. Braunschweig), Ghafury (78. von der Mehden), Richter (75. Blohm) – Moumouni, Nohns (46. Paulsen)

Schiedsrichter: Wengorz (Hamburg) – Tore: 1:0 Er (10.), 1:1 Moumouni (26.).2:1 Er (90.+2).

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