24. September 2021 / 09:29 Uhr

Nächste schwere Aufgabe: ZFC Meuselwitz schon wieder gegen starke Berliner

Nächste schwere Aufgabe: ZFC Meuselwitz schon wieder gegen starke Berliner

Frank Müller
Leipziger Volkszeitung
Schon wieder gegen Bundeshauptstädter im Einsatz: Die Meuselwitzer mit Ben-Luca Moritz, hier gegen den Berliner AK.
Schon wieder gegen Bundeshauptstädter im Einsatz: Die Meuselwitzer mit Ben-Luca Moritz, hier gegen den Berliner AK. © Mario Jahn
Anzeige

Der ZFC Meuselwitz um Trainer Holm Pinder will Freitagabend bei der VSG Altglienicke den ersten Sieg gegen eine Berliner Mannschaft holen. 

Meuselwitz. Auf den ZFC Meuselwitz wartet in der Fußball-Regionalliga Nordost bereits am Freitagabend, 19 Uhr, die nächste schwere Aufgabe gegen ein spielstarkes Berliner Team. Es geht zur VSG Altglienicke, die mangels geeigneten Platzes aber gar nicht im heimischen südöstlichen Stadtteil Berlins, sondern in Charlottenburg auf dem Gelände des Olympia-Stadions spielt. Das „Stadion auf dem Wurfplatz“ ist in dieser Saison wegen des Umbaus des Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadions Ausweichheimspielstätte gleich mehrerer Regionalligisten der Hauptstadt.

Anzeige

Für die Meuselwitzer ist das eher nebensächlich. Sie wissen, wie schwierig es gegen nahezu jedes der sieben Berliner Teams der Staffel ist, egal wo. Unter den ersten Vier der Tabelle sind derzeit drei Berliner, darunter auf Platz vier die Altglienicker. Der ZFC hingegen liegt auf Rang 18 und damit auf einem Abstiegsplatz.

Mehr zum ZFC Meuselwitz

Zuletzt bekamen die Männer von Trainer Holm Pinder auf der heimischen Glaserkuppe vom Tabellenzweiten Berliner AK mit 1:3 die Grenzen aufgezeigt. Pinder relativiert mit einem Schuss Zuversicht für Freitagabend: „Der BAK und die VSG sind zwar zwei ähnliche Kaliber mit hohen fußballerischen Qualitäten, aber wir haben zumindest zwischenzeitlich gezeigt, dass man sie mit den Grundtugenden unserer Sportart in Schach halten kann.“ Letzteres hofft der Coach natürlich auch diesmal, freilich mit einem besseren Ergebnis als dem 1:3 am Sonntag.

Licht und Schatten

„Nüchtern betrachtet entsprangen die beiden ersten Gegentore kapitalen Fehlern von uns“, ärgert sich Pinder noch immer. Ein Lichtblick war das Comeback des wochenlang verletzten Kapitäns René Eckardt, der nach seiner Einwechslung zum 1:2-Anschluss traf. Eingeleitet hatte die Aktion Luca Bürger, Andy Trübenbach veredelte sie mit einer Supervorlage für Eckardt, der genau richtig einlief und dann relativ leicht vollenden konnte. „Man muss ja erstmal an die richtige Stelle laufen“, anerkannte Pinder den „Riecher“ seines Routiniers.

Luca Bürger war in der Partie gegen den BAK an vielen Aktionen beteiligt, im Guten wie im Schlechten präsent. Licht und Schatten wechselten oft. Beim Stand von 0:0 vergab er aus etwa acht Metern eine Riesenmöglichkeit. Dann schlug er gute Freistöße und hatte weitere brauchbare Aktionen, verlor aber vorm 0:2 unnötig den Ball – womit wir wieder beim Schatten wären.

Der offensivstarke Mittelfeldakteur wird sich wie seine Teamkameraden gegen die VSG auf jeden Fall steigern müssen, um Zählbares aus der Hauptstadt mitzubringen. Ob Eckardt diesmal schon von Beginn an auflaufen wird, ließ Pinder noch offen. Dass Eckardts Rückkehr dem Team gut tat, ist indes unstrittig.