03. November 2018 / 20:26 Uhr

Nächster Doppelpack: Werner schießt RB Leipzig auf Platz drei

Nächster Doppelpack: Werner schießt RB Leipzig auf Platz drei

Anne Grimm
Leipziger Volkszeitung
03.11.2018, Berlin: Fußball: Bundesliga, Hertha BSC - RB Leipzig, 10. Spieltag  im Olympiastadion: Leipzigs Timo Werner (l) erzielt den Treffer zum  0:2 gegen Herthas Torhüter Rune Jarstein. Foto: Soeren Stache/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++
Das 2:0 durch Timo Werner: Locker lupft er den Ball über Keeper Jarstein ins Tor. © dpa
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Nur drei Tage nach seinem Doppelpack im DFB-Pokal schießt Timo Werner im Verfolgerduell der Bundesliga auch Hertha BSC ab. Der Lohn für den hoch verdienten 3:0-Erfolg im Olympiastadion ist ein Champions-League-Platz.

Berlin. RB Leipzig mausert sich zum Verfolger des Spitzenduos Borussia Dortmund und Bayern München. Mit dem vierten Doppelpack in dieser Saison schießt Timo Werner sein Team in einem unterhaltsamen Topspiel am Samstagabend gegen Hertha BSC auf Tabellenplatz drei. Es sind zugleich seine Bundesligatreffer Nummer 49 und 50 für die Rasenballer.

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DURCHKLICKEN: Die Bilder vom Leipziger Sieg in Berlin am 03.11.2018

Mit einer spielerisch überzeugenden Leistung holt RB Leipzig bei der Hertha aus Berlin drei wichtige Punkte. 3:0 heißt es nach 90 kurzweiligen Minuten mit zahlreichen Chancen auf beiden Seiten. Zur Galerie
Mit einer spielerisch überzeugenden Leistung holt RB Leipzig bei der Hertha aus Berlin drei wichtige Punkte. 3:0 heißt es nach 90 kurzweiligen Minuten mit zahlreichen Chancen auf beiden Seiten. ©

Der Nationalstürmer trifft bereits nach sieben Minuten vor 50.382 Zuschauern im Berliner Olympiastadion zum 1:0. Nach der Pause legt der 22-Jährige nach zwei vergebenen Großchancen zum 2:0 nach und beschenkt damit auch seinen Kapitän Willi Orban zum 26. Geburtstag. Matheus Cunha veredelt den Erfolg in der 75. Minute mit seinem Tor zum 3:0 (1:0)-Endstand. RB Leipzig baut seine Serie auf neun Bundesligaspiele ohne Niederlage aus.

Sechs Wechsel nach Pokalerfolg

Im Vergleich zum 2:0-Sieg im DFB-Pokal gegen Hoffenheim wechselt Rangnick gleich auf sechs Positionen. In der Offensive beginnt Matheus Cunha, der sein Startelfdebüt in der Bundesliga gibt, neben Werner sowie Bruma. In der Defensive sind Nordi Mukiele, Willi Orban und Marcelo Saracchi neu dabei. Dayot Upamecano ist nach drei Spielen über 90 Minuten müde, sitzt auf der Bank. Die RB-Startelf ist im Schnitt 23,8 Jahre alt, jünger war sie in dieser Saison noch nie. Die beginnenden Berliner sind durchschnittlich drei Jahre älter.

DURCHKLICKEN: RB Leipzig bei Hertha BSC in der Einzelkritik

(1) Peter Gulacsi: In der ersten Halbzeit mit Gymnastik beschäftigt, in der zweiten ähnliches Bild. Note 2 Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: In der ersten Halbzeit mit Gymnastik beschäftigt, in der zweiten ähnliches Bild. Note 2 ©

Aus dem Hertha-Fanlager ist wegen des Boykotts der Ultras kaum ein Ton zu hören. Der Gästeblock aus Leipzig ist mit etwa 4500 Schlachtenbummlern gut gefüllt und sorgt für Stimmung im Olympiastadion. Schon nach 56 Sekunden brennt es im Berliner Strafraum. Kampl steckt auf Werner durch, der scheitert in aussichtsreicher Position an Keeper Jarstein. Nur sechs Minuten später ist der Torjäger erfolgreich: Orban legt den Ball nach einer Ecke in die Mitte ab, Jarstein pariert zunächst den Kopfball seines Mitspielers Mittelstädt, den Abpraller drückt Werner mit dem Knie ins Tor zum 1:0.

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20 Torschüsse bis zur Pause

Beim ersten Angriff der Berliner liegt der Ausgleich in der Luft: Lazaro legt bei einem Konter nach links zum freien Kalou. Der drückt aus 14 Metern ab, will gegen Gulacsis Laufrichtung einschieben und schießt rechts am Tor vorbei. Es ist ein unterhaltsames Topspiel mit vielen Chancen: Cunha schießt nach Doppelpass mit Sabitzer in Rücklage drüber.

Hertha BSC in Noten: Die Einzelkritik zum 0:3 gegen RB Leipzig.

Rune Jarstein: 2,5 Millionen Euro (unverändert) Zur Galerie
Rune Jarstein: 2,5 Millionen Euro (unverändert) ©

Auf der anderen Seite ist Gulacsi beim Kopfball von Kalou zur Stelle. Werner wird nach einer knappen halben Stunde von Hertha-Verteidiger Niklas Stark abgeräumt, muss behandelt werden, spielt aber weiter. Zur Halbzeit haben die Leipziger schon 13, der Gastgeber bereits sieben Torschüsse auf dem Konto. Gulacsi rettet gegen Ibisevic die Null in die Kabine.

Klostermann für Mukiele – Werner verpasst zweimal das 2:0

Lukas Klostermann beginnt im zweiten Durchgang für Nordi Mukiele. Werner kann trotz Prellung seines Zehs weiter spielen, bekommt direkt nach dem Wiederanpfiff die Chance zum 2:0. Doch Bruma wartet mit dem entscheidenden Pass einen Tick zu lang, sodass der Winkel für den Stürmer beim Abschluss nicht optimal ist. Auch beim Konter des Nationalspielers in der 50. Minute ist Hertha-Keeper Jarstein der Spielverderber.

DURCHKLICKEN: Die Stimmen zum Spiel

Peter Gulacsi (RB Leipzig): Dass wir nun sechs Pflichtspiele in Folge zu null gespielt haben, ist ein Verdienst der gesamten Mannschaft, da wir sehr gut gegen den Ball agieren. Wir haben wieder eine super Leistung auf den Platz gebracht. Dieser Sieg ist auch in der Höhe absolut verdient. Es macht mir großen Spaß, den Jungs von hinten zuzuschauen. Zur Galerie
Peter Gulacsi (RB Leipzig): "Dass wir nun sechs Pflichtspiele in Folge zu null gespielt haben, ist ein Verdienst der gesamten Mannschaft, da wir sehr gut gegen den Ball agieren. Wir haben wieder eine super Leistung auf den Platz gebracht. Dieser Sieg ist auch in der Höhe absolut verdient. Es macht mir großen Spaß, den Jungs von hinten zuzuschauen." ©

Beim dritten Versuch nach der Pause ist der Ball drin: Bruma treibt die Kugel nach vorn, hat am Ende drei Optionen und sucht erneut den Nationalstürmer. Der ist halblinks frei vor Jarstein, bleibt eiskalt und chippt den Ball links unten ins Tor.

Hertha-Coach Dardai reagiert nach einer knappen Stunde mit einem Doppelwechsel, bringt den Ex-Leipziger Selke und Dilrosun. Nun wird auch die Berliner Kurve wach – doch Cunha sorgt für die endgültige Entscheidung: Der Brasilianer lässt drei Berliner vor dem Strafraum stehen, zieht mit links aus 25 Metern ab und zirkelt das Leder genau links oben in den Knick.

Die Statistik zum Spiel:

RBL: Gulacsi – Mukiele (46. Klostermann), Konate, Orban, Saracchi – Kampl (82. Laimer), Demme - Bruma, Sabitzer - Cunha, Werner (78. Poulsen)

Hertha: Jarstein – Plattenhardt (59. Dilrosun), Rekik, Stark, Lazaro - Maier, Lustenberger - Mittelstädt, Duda, Kalou (66. Leckie) – Ibisevic (59. Selke)

Tore: 0:1 Werner (7.), 0:2 Werner (53.), 0:3 Cunha (75.)

Zuschauer: 50.382

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