10. Februar 2022 / 15:32 Uhr

Nächster Dreier mit dem VfL: Wolfsburg-Trainer Kohfeldt hat "mega Lust"

Nächster Dreier mit dem VfL: Wolfsburg-Trainer Kohfeldt hat "mega Lust"

Engelbert Hensel, Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Freut sich sehr aufs nächste Spiel: VfL-Trainer Florian Kohfeldt muss mit den Wolfsburgern nach Frankfurt.
Freut sich sehr aufs nächste Spiel: VfL-Trainer Florian Kohfeldt muss mit den Wolfsburgern nach Frankfurt. © Boris Baschin/Britta Schulze
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Der VfL Wolfsburg will nach dem so wichtigen Dreier gegen Fürth am Samstag im Duell mit Eintracht Frankfurt nachlegen. "Ich habe mega Lust, in Frankfurt Punkte zu holen", sagt VfL-Trainer Florian Kohfeldt, der möglicherweise wieder auf Lukas Nmecha im Kader bauen kann. 

Elf Pflichtspiele ohne Dreier, in denen es neun Niederlagen und nur zwei Remis gab - vorbei. Der VfL und seine Fans hatten nach dem so wichtigen 4:1 gegen Fürth tief durchgeatmet. Vor allem für die Köpfe der Profis und die der sportlich Verantwortlichen des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten war dieser Glücksmoment extrem wichtig. Aber: Dieser Sieg ist nicht viel Wert, wenn die Niedersachsen am Samstag (15.30 Uhr) im Duell mit Eintracht Frankfurt nicht nachlegen. Mit einem weiteren Dreier könnten die Wolfsburger an diesem speziellen Spieltag einen großen Sprung Richtung Tabellen-Mittelfeld machen.

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Denn an diesem Wochenende spielen die Kellerkinder gegeneinander. In Gladbach (13., 23 Punkte) treffen mit der Borussia und dem FC Augsburg (16., 22) zwei Teams aufeinander, die knapp hinter dem VfL liegen. Zudem erwartet Hertha BSC (14., 23) Schlusslicht Fürth (18., 10) zu einem Keller-Duell. Der VfL hat 24 Zähler auf seinem Konto, ist Zwölfter und könnte mit einem weiteren Sieg an dem vor ihm liegenden VfL Bochum vorbeiziehen, zumal der tapfer kämpfende Aufsteiger an diesem Spieltag Rekordmeister und Tabellenführer Bayern München zu Gast hat.

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Trainer Florian Kohfeldt blendet das im Vorfeld aus. "Am Samstag ist man nur auf seinem eigenen Platz. Da macht man sich im Vorhinein keine Gedanken, was irgendwo passiert. Es ist auch noch eine Phase in der Saison, in der noch nicht die letzten fünf Spieltage" anstehen. Daher schaue man noch nicht so sehr darauf, was die anderen Teams machen. Kohfeldt: "Es geht darum sich selbst in eine bessere Position zu bringen und Punkte zu sammeln. Daher liegt unser Fokus nur auf dem Frankfurt-Spiel."

Der VfL will nach dem Fürth-Sieg nachlegen - und das bei einem Lieblingsgegner. Denn die Wolfsburger fuhren bei keinem aktuellen Bundesligisten so viele Liga-Auswärtssiege ein wie bei den Hessen, neunmal wurde das Duell mit dem Klub aus der Hessen-Metropole gewonnen. Der VfL geht es selbstbewusst an. "Die Stimmung ist nach einem Sieg einfach eine ganz andere", beschreibt Kohfeldt. "Ich kann nicht feststellen, dass bei uns nach dem Sieg falsche Lockerheit eingekehrt wäre. Wir machen weiterhin einen konzentrierten Eindruck - der Glaube, die nächsten Punkte sammeln zu können, ist da. Ich habe mega Lust, in Frankfurt Punkte zu holen. Diese Überzeugung haben wir."

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Die hat auch Marcel Schäfer, der VfL-Sportdirektor war lange Profi, gewann mit Wolfsburg die Meisterschaft und den Pokal und weiß daher, dass der Sieg gegen die Fürther im Duell mit der Eintracht enorm helfen kann. "Ich finde es nach so einer Anzahl von nicht gewonnen Spielen ganz, ganz wichtig, dass der Glaube wieder zurückkehrt - dass man wieder Tore schießen kann, dass man Spiele gewinnen kann und dass man auch das notwendige Quäntchen Glück mit harter Arbeit auch erzwingen kann", sagte Schäfer und betonte: "Das ist ein ganz wichtiges Signal - für uns als Mannschaft, aber auch nach außen." Jetzt gehe es darum, das Geleistete am vergangenen Sonntagabend "zu bestätigen". Schäfer mahnte: "Euphorie - da können wir leider noch nicht von sprechen."

Klar ist: Im Vergleich zum Fürth-Spiel muss der VfL zulegen. Kohfeldt: "Wir wissen, dass wir besser spielen müssen in Frankfurt, gerade defensiv müssen wir deutlich besser spielen. Wir hatten gegen Fürth zu wenig Balleroberungen und ein Stück weit auch zu wenig Intensität gegen den Ball. Das muss unbedingt besser werden." Micky van den Ven kann dabei bis auf Weiteres nicht mehr mithelfen. Der Niederländer zog sich gegen Fürth nach seiner Einwechslung eine Muskelverletzung im Oberschenkel zu. Damit haben die Wolfsburger nur noch drei gestandene Innenverteidiger zur Verfügung. "Wie lange er ausfallen wird, kann man nicht ganz genau sagen", so Kohfeldt über den Innenverteidiger. Dem Abwehrmann droht das Saison-Aus.

Erfreulich wiederum: Mit Xaver Schlager und Lukas Nmecha stehen zwei Stammspieler nach ihren Verletzungen unmittelbar vor ihren Comebacks. Kohfeldt: "Sie befinden sich beide in der Endphase ihrer Reha, nehmen auch schon wieder am Mannschaftstraining teil - wobei Xaver fürs Wochenende noch kein Thema ist." Nmecha wiederum könnte es erstmals nach seiner schweren Sprunggelenks-Verletzung zum Ende der Hinrunde wieder sein. Kohfeldt: "Wir schauen bei ihm von Tag zu Tag."

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