03. Mai 2021 / 16:51 Uhr

Nächster Halt für die BG Göttingen beim Tabellensiebten Hamburg Towers

Nächster Halt für die BG Göttingen beim Tabellensiebten Hamburg Towers

Kathrin Lienig
Göttinger Tageblatt
Routine trifft auf Jugend: BG-Kapitän Akeem Vargas (l.) und Hamburgs Justus Hollatz im Hinspiel.
Routine trifft auf Jugend: BG-Kapitän Akeem Vargas (l.) und Hamburgs Justus Hollatz im Hinspiel. © Swen Pförtner
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Nach der Niederlage gegen den FC Bayern München wartet das nächste, bereits für Playoffs qualifizierte Team auf die BG Göttingen. Die Veilchen treten am Dienstagabend bei den Hamburg Towers an, mit denen sie aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen haben.

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In diesen Tagen gilt einmal mehr: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Am Sonntag hat die BG Göttingen in der Basketball-Bundesliga noch gegen das EuroLeague-Team des FC Bayern München auf dem heimischen Parkett in der Sparkassen-Arena gestanden, am Montagnachmittag saß die Mannschaft schon wieder im Bus Richtung Hamburg. In der Hansestadt wird sie am Dienstagabend um 19 Uhr von den Towers empfangen.

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Nach nur einem Tag Pause steht für die BG das nächste schwere Spiel bei den Hamburg Towers an. Die Mannschaft von Towers-Headcoach Pedro Calles hat die Qualifikation für die BBL-Playoffs schon sicher, hat nach zwei Niederlagen in Folge als derzeit Siebtplatzierter zuletzt eine bessere Ausgangsposition verspielt. Am vergangenen Donnerstag gab es für die Hanseaten bei medi bayreuth eine 83:90-Niederlage, am Sonntag mussten sich die Towers beim direkten Tabellennachbarn HAKRO Merlins Crailsheim 79:85 geschlagen geben. Schmerzlich vermisst wurde der verletzte Kameron Taylor.

Das Hinspiel gegen Hamburg verloren die Göttinger nur knapp 94:98 – Kleinigkeiten und individuelle Fehler machten den Unterschied. Sichtlich wohl fühlte sich an seiner alten Wirkungsstätte Terry Allen. Das Ex-Veilchen war mit 28 Punkten (fünf Dreier) bester Towers-Werfer. In der von der Offensive geprägten Partie punkteten auch die drei Guards T.J. Shorts (17), Jordan Swing (15) und Bryce Taylor (13) sowie der estnische Center Maik Kotsar (10) zweistellig.

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Momentan plagen die Hanseaten allerdings Verletzungssorgen: Am vergangenen Wochenende musste Calles gegen Würzburg auf Swing, Bryce Taylor und Marvin Ogunsipe verzichten; während der Partie knickte dann auch noch Kameron Taylor um und konnte nicht weiterspielen.

Dafür sprang Patrick Spencer bei seinem Liga-Debüt in die Bresche und erzielte 18 Punkte. Der US-Guard war im Februar als Trainingsspieler nach Hamburg gekommen und mit Ablauf der Wechselfrist Ende März von den Towers auf den Mannschaftsmeldebogen gesetzt worden. Spencer (1,91 Meter) war auf dem College einer der besten Lacrosse-Spieler des Landes und hätte als Nummer-1-Pick im Draft Profi werden können. Aber er entschied sich für Basketball und hängte ein Jahr auf der Northwestern University dran. Einfacher Grund: „Basketball ist meine erste Liebe.“ Die durfte der Newcomer immerhin in mehr als 22 Minuten Spielzeit gegen Crailsheim auf dem Feld ausleben.

Für die BG Göttingen geht es in Spiel zwei nach der Quarantäne, weiterhin darum, Spielpraxis zu sammeln und den Rhythmus zu finden. Am Montagvormittag gab es für die Mannschaft noch ein leichtes Training im heimischen Basketballzentrum, nachmittags saßen Spieler, Trainer und Staff dann im Bus in Richtung Norden. „Alle sind dabei“, vermeldete BG-Headcoach Roel Moors, der vor dem Saison-Endspurt immer wieder betont hatte, dass ihm die Gesundheit der Spieler am wichtigsten sei.