25. Mai 2020 / 15:31 Uhr

Nächster Nackenschlag: VfL ohne Mehmedi in Leverkusen

Nächster Nackenschlag: VfL ohne Mehmedi in Leverkusen

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Ausfall
Verletzt: VfL-Offensivmann Admir Mehmedi. © Peter Steffen
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0:2 gegen Top-Team Borussia Dortmund - nun wartet am Dienstagabend (20.30 Uhr) mit Bayer Leverkusen das nächste Spitzenteam auf den Wolfsburger Fußball-Bundesligisten. Vor diesem Duell hat der VfL jedoch große Personalsorgen.

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Nächster Nackenschlag für den VfL: Kapitän Josuha Guilavogui (Knieprobleme) und Mittelfeldmann Yannick Gerhardt (Frakturen im Gesicht) fehlten ohnehin schon, mit Felix Klaus (sah beim 0:2 gegen Borussia Dortmund Rot) und Paulo Otavio (kann wegen einer Sprunggelenk-Verletzung in dieser Saison nicht mehr spielen) fehlen nun noch zwei weitere Profis. Damit aber nicht genug. Vor dem schweren Spiel am Dienstagabend (20.30 Uhr) bei Bayer Leverkusen muss Oliver Glasner, der Trainer des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten, auch noch Admir Mehmedi ersetzen. Der spielstarke Offensivmann "hat Probleme mit der Achillessehne - unser Kader ist brutal klein", so der Coach.

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Jetzt ist auch noch Mehmedi kaputt - dennoch will Glasner "nicht hadern". Gleichwohl betonte er, dass das Verletzungspech das Team schon die ganze Saison verfolge. Er zählte auf: "Daniel Ginczek in der Vorbereitung mit Rückenproblemen raus, dann in einem Spiel die Verletzungen von Koen Casteels und Xaver Schlager, beide Knochenbrüche." Zudem dachte er an Ignacio Camacho (Knöchel), "den wir eigentlich fix eigeplant hatten. Dann Josh Guilavogui, bei dem es die Prognose gab, für das Rückspiel in Malmö ist er wieder dabei, ist jetzt seit drei Monaten raus".

Dann habe sich Gerhardt in der Corona-Pause verletzt. "Ich denke aber, dass wir es immer wieder geschafft haben, das als Mannschaft zu kompensieren. Wir haben uns nie darüber beklagt - und ich beklage mich auch jetzt nicht." Seine Aufgabe sei es jetzt, "aus dieser Situation das Beste zu machen und Lösungen zu finden". Durch die vielen Verletzungen rutschen beim Spiel in Leverkusen alle fünf Spieler aus der U23 (Julian Justvan, Ulysses Llanez, Iba May, Omar Marmoush und Luca Horn), die gerade bei den Profis mittrainieren, in den VfL-Kader für die Partie bei Bayer.

Mit Bayer wartet das nächste Spitzenteam auf den VfL. Glasner fordert nach den beiden Heimspielen ohne eigenes Tor, dass das Spiel nach vorn endlich besser wird. "Ein Thema, was uns die gesamte Saison schon verfolgt, ist, dass wir es zu wenig schaffen, hinter die gegnerische Kette zu kommen", gibt der Trainer zu.

Seine Erklärung dafür: "Wir haben vom Naturell eher Spieler, die gern zum Ball gehen, die gern den Ball am Fuß haben, und wenige, die ohne Ball in die Tiefe gehen." Gegen Dortmund habe sein Team das einmal gemacht, "und dann war Renato Steffen brandgefährlich. Er ist einer der wenigen, die das instinktiv drin haben". Solche Situationen brauche es am Dienstag in Leverkusen, um erfolgreich zu sein. "Das wird ein wichtiger Punkt sein", weiß der Österreicher.

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Gegen Wolfsburg will die Bayer-Elf den vierten Platz verteidigen. „Aber es wird ein schweres Spiel, vor allem weil wir die ersten beiden Spiele gut gespielt haben. Dann ist das nächste Spiel immer schwieriger“, so Bayer-Trainer Peter Bosz. Möglicherweise wird der Niederländer seine Elf ein wenig umstellen. Jonathan Tah und Kevin Volland sind wieder im Training, Lars Bender hingegen steht nach einer Fußverletzung noch nicht wieder zur Verfügung. „Wir müssen das Spiel unbedingt gewinnen, und dafür suche ich die elf Spieler aus“, so der Coach, der mit seinem Team die ersten beiden Spiele nach dem Re-Start gewonnen hat und in der Tabelle vor dem Duell mit dem VfL auf Platz vier steht.