12. April 2021 / 15:16 Uhr

Nächstes Spitzenspiel für den VfL Wolfsburg: "Ich sage nicht, wir schießen die Bayern 5:1 weg"

Nächstes Spitzenspiel für den VfL Wolfsburg: "Ich sage nicht, wir schießen die Bayern 5:1 weg"

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
DFL prüft Ausnahmeregelung bei der 50+1-Regel: VfL-Manager Jörg Schmadtke bleibt entspannt.
DFL prüft Ausnahmeregelung bei der 50+1-Regel: VfL-Manager Jörg Schmadtke bleibt entspannt. © sport1 / Getty Images
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Am Samstag steigt für den VfL Wolfsburg das nächste Spitzenspiel, Tabellenführer Bayern kommt - zuvor richtet Manager Jörg Schmadtke einen Appell ans Team.

Nach dem Spitzenspiel ist vor dem Spitzenspiel! Mit 3:4 hat der VfL Wolfsburg das erste Top-Duell gerade bei Eintracht Frankfurt verloren, am Samstag (15.30 Uhr) steigt jedoch bereits das nächste, dann kommt Tabellenführer Bayern München in die VW-Arena. Ein Gegner, der in diesen Tagen an den einst so viel zitierten FC Hollywood aus den Neunzigern erinnert, weil sich Sportvorstand Hasan Salihamidzic und Trainer Hansi Flick einen Dauer-Zoff liefern. Und in der Champions League droht am Dienstag im Viertelfinal-Rückspiel nach dem 2:3 im Hinspiel gegen Paris Saint-Germain das Aus. Alles Dinge, die den VfL vor dem Duell mit dem FCB „nicht interessieren dürfen“, wie Jörg Schmadtke betont.

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Der so erfahrene VfL-Manager wird nicht müde, immer wieder zu betonen, wie wichtig es sei, „auf sich selbst zu schauen. Wir sind gut damit gefahren, wenn wir uns um uns gekümmert haben. Das war über weite Teile der Saison ein guter Ratgeber, und es gibt keinen Grund, daran etwas zu ändern“, betont der 57-Jährige nach der Niederlage in Frankfurt. „Wir haben auch nicht viel Zeit – das Spiel sollte analysiert und besprochen werden, und dann geht es ins nächste Spiel. Und das nächste Spiel sollten wir so angehen, dass wir aus unserer Stärke heraus eine Überzeugung haben, dass wir es gewinnen können. Und wir sollten auch versuchen, es zu gewinnen. Ich sage nicht, wir schießen die Bayern 5:1 weg – nein, jedes Spiel ist kompliziert, jedes hat seine Herausforderung.“

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Für den VfL beginnt mit dieser Partie die letzte englische Woche in dieser Saison. Am übernächsten Mittwoch muss Wolfsburg in Stuttgart ran, bevor der spannende April mit dem Heimspiel gegen Dortmund beendet wird. Den Anfang dieser packenden Woche macht das Spiel gegen die Bayern, die in dieser Saison zwar wieder von ganz oben auf den Rest der Liga schauen, jedoch lange nicht so stabil sind wie noch in der vergangenen Runde. Zudem gibt‘s neben dem Platz Stress.

Schmadtke: „Die einen werden sagen: Pass auf, die müssen gegen Paris alles reinschmeißen, die haben interne Probleme, die haben Verletzungsprobleme und das wird euch helfen. Und die anderen werden sagen: Ja, die haben jetzt gerade Probleme und haben jetzt nur 1:1 gegen Union gespielt, und das macht die noch gefährlicher. Ja, das kann beides sein, deshalb sage ich noch mal: Wir müssen uns mit unseren eigenen Dingen beschäftigen!“ Man werde sehen, „welche Fragestellungen die Bayern für uns haben und ob wir in der Lage sein werden, diese zu lösen. Das kann ich im Vorhinein nicht beantworten und die Beschäftigung damit lenkt nur von meinen eigenen Themen ab. Und das sollten wir nicht machen.“

Denn es geht um die Champions-League-Teilnahme, 65 Punkte oder mehr brauche man dafür, hatte der Manager jüngst gesagt, 54 hat der VfL auf seinem Konto, sechs Spiele stehen noch an. Das Rennen um die Europapokal-Plätze vergleicht er gern mit dem Qualifiying in der Formel 1 - bis Mitte April einer Spielzeit sollte man sich in eine vernünftige Ausgangsposition gebracht haben, um gute Chancen zu haben, das Saisonziel erreichen zu können. Dieser Zeitpunkt ist fast gekommen, die Ausgangsposition des VfL (Dritter) stimmt – jetzt geht es darum, diese zu halten. Schmadtkes Appell ans Team: „Aufpassen, aufmerksam bleiben – und nicht ablenken lassen!“