13. Februar 2019 / 19:28 Uhr

Nachwuchs der IceFighters Leipzig freut sich über Zulauf

Nachwuchs der IceFighters Leipzig freut sich über Zulauf

LVZ
Twitter-Profil
Nachwuchstrainer Andreas Felsch beim Eishockey Nachwuchs-Turnier bei den Icefighters Leipzig in der Eisarena Kohlrabizirkus.
Nachwuchstrainer Andreas Felsch beim Eishockey Nachwuchs-Turnier bei den Icefighters Leipzig in der Eisarena Kohlrabizirkus. © Christian Modla
Anzeige

Seit dem Umzug in den Kohlrabizirkus verzeichnet der Eishockey-Nachwuchs der IceFighters einen deutlichen Zulauf. Trainer Andreas Felsch freut sich über die steigende Tendenz. 

Anzeige

Mit dem Eishockey anfangen, können Kids gar nicht früh genug. „Sobald sie nicht mehr ängstlich sind, kann man sie zu uns schicken“, meint Andreas Felsch, Cheftrainer der Nachwuchsmannschaften der IceFighters. Etwa zwei Monate nachdem der Leipziger Eissport-Club, inklusive der EXA IceFighters, von ihrem Eiszelt in Taucha in den Kohlrabizirkus umgezogen sind, merken sie einen deutlichen Zulauf beim Nachwuchs. „In Taucha hatten wir gerade so eine Mannschaft voll, vielleicht 15 Kinder und Jugendliche im Nachwuchs“, sagt Felsch. „Jetzt geht die Tendenz nach oben. Es ginge aber auch noch mehr und wir freuen uns auch 2019 weiterhin über Zulauf“, sagt der 38-jährige Berliner.

Zentrale Lage macht Eishockey für Familien attraktiver

Das gesteigerte Interesse führt er vor allem auf die bessere Anbindung zurück. Vorher hatte sich das Einzugsgebiet des Eissport-Clubs auf Nord-Leipzig und Taucha beschränkt, durch die zentrale Lage nahe der Alten Messe sei das Trainingsangebot für Leipziger Familien attraktiver geworden. Zwar gebe es auch einige Kinder aus Taucha, denen der Weg nun zu weit geworden sei, aber „wer einmal Blut geleckt hat“, bleibe in der Regel dabei, so der Trainer. „Es ist ein sehr komplexer Sport, der viel Spaß machen kann“.

„Goldenes Lernalter“ zwischen vier und acht Jahren

Zwischen vier und acht Jahren liege das „goldene Lernalter“. Viele Kinder hätten schon nach wenigen Stunden auf dem Eis den Dreh raus und würden unfallfrei auf den Kufen von einer Bande nur nächsten sausen. Quereinsteiger im Alter von elf bis dreizehn hätten es zwar etwas schwerer, könnten mit dem nötigen Ehrgeiz aber noch aufholen.

Mehr zu den EXA IceFighters Leipzig

Eltern, die Angst haben, dass ihre Kinder sich auf den Schlittschuhen verletzen könnten, kann Felsch beruhigen. „Die gehen ja nur gut geschützt auf das Eis“, sagt er. Die Verletzungsgefahr sei auch deshalb relativ gering, weil es für den Nachwuchs bestimmte Regeln gibt, die Unfälle verhindern sollen.

Eishockey ist kein reiner Jungssport – 20 Mädchen in den Nachwuchsmannschaften

Eishockey sei längst kein reiner Jungen- und Männer-Sport mehr. Unter den etwa 90 Kindern und Jugendlichen in den Nachwuchsmannschaften seien rund 20 Mädchen. „Tendenz ist steigend“, so Felsch. Solange die Spieler unter 20 sind, wird in gemischten Teams trainiert. Das klappt nach Ansicht des Trainers sehr gut. Das Zusammenspiel von Mädchen und Jungen werde auch durch klare Regeln strukturiert. „Wenn es bei Auswärtsspielen keine getrennten Duschen gibt, sind die Mädchen immer zuerst dran“, erklärt er. Felsch freut sich auch deshalb über weiblichen Zuwachs, weil junge Frauen eine echte Chance hätten bis in die Nationalmannschaft aufzusteigen. „So viele Sportlerinnen gibt es da ja nicht“, sagt der Cheftrainer.

Besonders hart müsse man nicht sein, um Eishockey zu spielen. „Man muss aber Ehrgeiz haben, wie in jeder Sportart.“ Sport in einer Mannschaft zu betreiben würde die Kinder zu mehr Teamgeist und Fairplay erziehen. „Das macht die Kids charakterlich stabiler“, meint Felsch. Er beobachte bei Nachwuchsspielern oft eine positive Entwicklung, wenn sie lernen mit Siegen und Niederlagen umzugehen.

Verein möchte mehr „Eigengewächse“ fördern

Mit Benjamin Kosianski gibt es einen Sportler in der ersten Mannschaft der EXA IceFighters, der bereits als Nachwuchs-Spieler in Leipzig aktiv war. Mehr „Eigengewächse“ zu fördern, bleibt erklärtes Ziel des Vereins. Momentan kann der Leipziger Eissport-Club den Nachwuchs aber noch nicht so intensiv fördern, wie er gerne würde. „Daher haben wir mit Crimmitschau und Chemnitz das Netzwerk Sachsen-West gegründet“, sagt Felsch. „Wir versuchen die Sportler so einzusetzen, dass sie an ihrer Leistungsgrenze sind.“

Dafür werden die Sportler dann auch mal „hin- und hergetauscht“. Sehr gute Sportler werden an die Sportschule in Chemnitz geschickt, wo sie zwei Mal täglich trainieren können. „Das kann ich derzeit noch nicht bieten. Das ist aber ein super Netzwerk, Sportler aus Chemnitz kommen auch gerne wieder zu uns nach Leipzig zurück“, erzählt Cheftrainer Felsch.

Pia Siemer

ANZEIGE: #GABFAF-Hoodie für 20 Euro! Der Deal of the week im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Leipzig
Sport aus aller Welt