19. Februar 2021 / 14:47 Uhr

Nachwuchsbereich beim FSV Kitzscher soll breiter aufgestellt werden

Nachwuchsbereich beim FSV Kitzscher soll breiter aufgestellt werden

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Maik Schramm, Bürgermeister von Kitzscher, ist seit Anfang des Jahres wieder Präsident vom FSV Kitzscher
Maik Schramm ist seit Anfang des Jahres wieder Präsident vom FSV Kitzscher © André Neumann
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Das Maik Schramm wieder Präsident beim FSV Kitzscher ist, soll nicht die einzige Veränderung im Verein bleiben. Sanierungsarbeiten stehen an und der Jugendbereich wird erweitert, schließlich braucht die Männermannschaft auch irgendwann Nachfolger und das am besten aus den eigenen Reihen.

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Kitzscher. Beim FSV Kitzscher ist es vor wenigen Wochen völlig überraschend zu einer personellen Veränderung an der Spitze der Vereinsführung gekommen. Bei einem Wechsel mitten in der „Legislaturperiode“ herrscht naturgemäß äußerst selten Friede, Freude, Eierkuchen. Und dennoch sind alle Beteiligten bemüht, auch ohne eitel Sonnenschein kein Öl ins Feuer zu gießen.

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Der bisherige Vorsitzende Heiko Dietze hat offiziell bestätigt, dass er sowohl sein Amt niedergelegt als auch seine Mitgliedschaft im Verein am 31. Dezember 2020 beendet hat. Ansonsten möchte sich der nunmehr ehemalige Präsident - welcher während seiner Karriere beim FSV in verschiedenen Funktionen (unter anderem ebenfalls als Teammanager und Interimstrainer) tätig war - nicht näher zu den Umständen seines plötzlichen Abschieds äußern. Zu mindestens gibt er zu verstehen, dass ihm diese Entscheidung nach all den Jahren keineswegs leicht gefallen sei. Nun habe er den Schritt vollzogen und es sei für den Verein wohl das Beste.

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Mit diesem Entschluss kehrt sein Stellvertreter Maik Schramm (im Hauptberuf Bürgermeister von Kitzscher) auf den Chefsessel zurück, wo er bereits vor der Thronbesteigung Dietzes gesessen hatte. Ebenso mehr auf die Schultern gepackt bekommt in naher Zukunft Vorstandsmitglied Sven Jeske, welcher eigentlich Nachwuchsleiter sowie Jugendcoach bei den Schwarz-Gelben ist und zunächst erst einmal diverse Geschäftsfelder zusätzlich übernimmt. Jeske gibt sich in der Sache betont diplomatisch und findet es dennoch schade, dass Dietze die Gelegenheit zu einer aussagekräftigen Erklärung nicht genutzt hat.

Dem Ex-Vorsitzenden sei es seinem Eindruck nach in letzter Zeit offensichtlich nicht mehr gelungen, sämtliche Aufgaben in ausreichendem Maße zu erfüllen und allen Verpflichtungen fristgemäß gerecht zu werden. Es wäre einiges an sogenanntem Papierkram liegen geblieben, den Stapel gilt es jetzt zeitnah abzuarbeiten. „Ich kümmere mich vorwiegend um die mit dem Trainings- und Spielbetrieb zusammen hängenden Dinge wie etwa das DFBnet, während Maik Schramm eher für die Regularien und ähnliches zuständig sei.“ Mit Sicherheit keine ungewohnten Hürden für das den Büroalltag wie aus dem Effeff kennende Stadtoberhaupt.


Sanierung des Hauptplatzes

Weitere Baustellen werden zusammen beackert, Sven Jeske nennt einige Beispiele. „Wir wollen unbedingt den Nachwuchsbereich wieder breiter aufstellen.“ Zum besseren Verständnis: Mit zwei Mannschaften (eine B-Junioren- Spielgemeinschaft mit dem Thierbacher SV sowie die F-Jugend) ist der FSV im Moment ein wenig sparsam aufgestellt. Bei diesem geplanten Vorhaben stößt der Jugendleiter bei Rene Kleeberg (Trainer des in der Kreisliga A-West beheimateten Kitzscheraner Männerteams) auf offene Ohren: „Wir brauchen schließlich Nachschub für unseren Kader, bis dahin müssen unsere Routiniers halt noch weitermachen.“

Des Weiteren sehen die Verantwortlichen der im kommenden Frühjahr eingetakteten Sanierung des Spielfeldes auf dem Hauptplatz im Johannes-Oberscheven-Sportpark mit ziemlicher Ungeduld entgegen. Aufgrund der nicht mehr möglichen Bewässerung mit Hilfe der angrenzenden Eula sei das Geläuf bei ausbleibendem Regen staubtrocken, knüppelhart und entsprechend uneben. Ein grüner Teppich wäre auch ganz im Sinne der Kitzscheraner Frauenmannschaft um Übungsleiter Helmut Klause, welche ihr Leistungsniveau nach der Übersiedlung in die Stadtliga Leipzig sprunghaft gesteigert hat.

Natürlich gibt es aktuell noch andere positive Aspekte im Vereinsleben der sich derzeit lediglich auf der Straße begegnenden schwarz-gelben Protagonisten. „Wir haben ungeachtet der sportlichen Corona-Zwangspause keine Austritte zu verzeichnen.“ Jeske blickt gemeinsam mit seinen Mitstreitern optimistisch nach vorn, sagt dem Virus gewissermaßen den Kampf an und sieht zwei vordringliche Ziele vor seinen Augen: „Hoffentlich können wir so schnell wie möglich in den geregelten Spielbetrieb zurückkehren. Und so bald es Pandemie bedingt machbar ist, wird die notwendig gewordene Mitgliederversammlung mit Neuwahlen auf dem Programm stehen.“ Beim FSV Kitzscher wird es trotz Virus-Enthaltsamkeit definitiv nicht langweilig.