08. Oktober 2017 / 20:06 Uhr

Nachwuchsfußball: Elias Bethke, Tristan Woitina und Leon Vilter träumen vom großen Wurf

Nachwuchsfußball: Elias Bethke, Tristan Woitina und Leon Vilter träumen vom großen Wurf

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Tristan Woitina, Leon Vilter und Elias Bethke (v.l.) besuchen die Sportschule des FC Energie Cottbus und träumen von einer Karriere als Profikicker.
Tristan Woitina, Leon Vilter und Elias Bethke (v.l.) besuchen die Sportschule des FC Energie Cottbus und träumen von einer Karriere als Profikicker. © Privat
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Nachwuchsfußball: Ein Trio aus dem Havelland kickt beim FC Energie Cottbus.

Ihr Tagesablauf ist straff durchorganisiert: Sieben Trainingseinheiten stehen für Tristan Woitina, Elias Bethke und Leon Vilter bei den C-Junioren des FC Energie Cottbus unter der Woche auf dem Programm. Am Wochenende geht es in der Regionalliga Nordost um Punkte.

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„Die Intensität ist schon deutlich höher als zuvor“, sagt Tristan Woitina. Der 14-Jährige ist erst seit sechs Wochen auf der Sportschule in Cottbus, wo er gemeinsam mit Elias Bethke und Leon Vilter die neunte Klasse besucht. Vorher kickte er im Nachwuchs des SV Grün-Weiss Brieselang. „Da haben wir unter der Woche zweimal trainiert“, berichtet der Fan von Borussia Dortmund, der sich auf der Position des Rechtsverteidigers oder im rechten Mittelfeld am wohlsten fühlt. Er hatte sich schriftlich an der Cottbuser Eliteschule des Sports beworben und wurde daraufhin zu einem Testspiel eingeladen. Dabei überzeugte er die Trainer und sicherte sich einen Platz im Internat. Dort traf er mit Elias Bethke und Leon Vilter auf zwei Altersgenossen, die wie er aus dem Havelland kommen, aber bereits seit zwei Jahren für Energie auflaufen.

Timo Horn als Vorbild

Elias Bethke (14), der ebenfalls in Brieselang mit dem Kicken begann und dessen Vater Marcus Nachwuchsleiter bei den Grün-Weißen ist, hütet bei den Lausitzern den Kasten, kennt die Tagesabläufe inzwischen ganz gut und beschreibt einen typischen Montag. „Wir stehen in der Regel um sechs Uhr auf, frühstücken und laufen um sieben Uhr los zum Trainingsplatz“, erklärt der Fan des 1. FC Köln, dessen Keeper Timo Horn zu seinen Vorbildern gehört. „Dann stehen 90 Minuten Training auf dem Programm und danach geht es in die Schule.“ Bis 15 Uhr stehen Mathe, Deutsch oder Physik auf dem Stundenplan, ehe es zum zweiten Mal auf den Rasen geht. Nach 17 Uhr kümmern sich die Nachwuchskicker um Hausaufgaben und das Vorbereiten anstehender Tests.


„Am Wochenende fahren wir nach unseren Spielen, die meistens am Samstag stattfinden, mit dem Zug nach Hause zu unseren Eltern. Am Sonntagabend geht es mit dem Zug zurück“, sagt Leon Vilter. Der 14 Jahre alte Kicker, der das Fußball-Abc beim SV Dallgow 47 lernte, nimmt diese Belastung, wie seine beiden Kumpels, gerne in Kauf. „Viel Freizeit haben wir nicht, aber es macht Spaß. Natürlich hofft man, irgendwann vielleicht mal im Profifußball anzukommen und damit sein Geld zu verdienen. Aber die wichtigen Jahre kommen ja erst noch“, so Leon Vilter, der im Offensivbereich eingesetzt wird.

FIFA zocken mit den Kumpels

Am Freitag schaute er mit seinen Mitspielern bei der deutschen U21-Nationalmannschaft zu, die im Stadion der Freundschaft auf Aserbaidschan traf. Der Europameister von Trainer Stefan Kuntz behielt dabei mit 6:1 die Oberhand. Einmal das Trikot der deutschen Nationalelf zu tragen, ist auch ein Traum von Elias Bethke, Tristan Woitina und Leon Vilter – die schulische Ausbildung soll bei diesem Weg aber keineswegs vernachlässigt und in Einklang mit den sportlichen Herausforderungen gebracht werden. In der wenigen Freizeit steht eine Aktivität ganz weit oben auf der Favoritenliste – FIFA mit den Kumpels auf der Konsole zocken.

3:0-Erfolg im Derby gegen den 1. FC Frankfurt

Am 8. Spieltag der Regionalliga-Nordost-Saison empfingen die C-Junioren des FC Energie Cottbus den 1. FC Frankfurt zum Derby. Am Ende setzte sich das Team von Trainer Bernd Deutschmann vor 60 Zuschauern mit 3:0 durch – alle Treffer erzielte Ivan Glushchenko (7., 33., 41.). Tristan Woitina kam zu Beginn der zweiten Halbzeit in die Partie, zehn Minuten später wurde auch Leon Vilter eingewechselt. Keeper Elias Bethke musste sich dieses Mal mit dem Platz auf der Ersatzbank zufrieden geben.