05. November 2020 / 15:44 Uhr

Nachwuchshandballer des SC DHfK Leipzig: Stützpunkttraining möglich, Spielbetrieb unwahrscheinlich

Nachwuchshandballer des SC DHfK Leipzig: Stützpunkttraining möglich, Spielbetrieb unwahrscheinlich

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
Die Fortsetzung des Nachwuchstrainings hat für DHfK-Coach Albrecht aktuell Priorität.
Die Fortsetzung des Nachwuchstrainings hat für DHfK-Coach Albrecht aktuell Priorität. © Christian Modla
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Der Leistungsstützpunkt der Leipziger Handballer ruht. Weder A-Jugend noch die Drittligisten aus der U23 konnten in dieser Woche trainieren. Nachwuchskoordinator Matthias Albrecht ist optimistisch, dass die Mannschaften ab Montag wieder loslegen können – für den Spielbetrieb sieht er aber schwarz.

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Leipzig. Bis mindestens zum 15. November haben die Nachwuchshandballer des SC DHfK spielfrei. Vergangene Woche hatte die 3. Liga zusammen mit den Jugendligen und dem Deutschen Handballbund (DHB) entschieden, den Betrieb für zwei Wochen zu pausieren. In den kommenden Tagen soll eine Entscheidung her, wie es danach weitergeht. Matthias Albrecht, Nachwuchskoordinator der Grün-Weißen, ist zwiegespalten: „Ich glaube schon, dass es für die Entwicklung der Spieler in unserer U23 und der A-Jugend wichtig ist, den Spielbetrieb fortzusetzen. Da in einigen Bundesländern aber nicht einmal trainiert werden kann, glaube ich noch nicht richtig an eine Fortsetzung.“

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Auch in Leipzig war lange unklar, ob die Drittligisten der U23 noch als Mannschaft trainieren dürfen. Der Chef der Handballakademie zeigt sich aber optimistisch. „Wir befinden uns in den letzten Abstimmungen mit dem Landessportbund (LSB). Voraussichtlich können wir ab Montag mit beiden Teams wieder ins Training einsteigen“, so Albrecht. Er ergänzt: „Zum Glück ist es bisher nur eine Woche, die unsere Jungs auf das Mannschaftstraining verzichten müssen. Vielleicht sind die paar Tage Pause sogar ganz gut.“ Im März, April und Mai hatten die Handballer des Leistungsstützpunktes knappe drei Monate auf gemeinsame Einheiten verzichten müssen. Eine absolute Katastrophe aus Sicht des Nachwuchschefs.

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Die Fortsetzung der Teamübungen hat für Albrecht aktuell Priorität. Ob alle Spieler daran teilnehmen können, weiß er aber noch nicht. Mehrere Handballer der U23 trainieren regelmäßig bei den Profis mit und gehören zur „regulären Testgruppe“. Einen positiven Corona-Test hatte keiner der Drittligisten. „In der letzten Woche gab es keine Überschneidungen im Training mit den Profis. Dennoch befinden wir uns noch in der Absprache mit dem Gesundheitsamt, ob diese Spieler ab Montag mit der Mannschaft trainieren dürfen.“ Mit Blick auf eine Weiterführung des Wettbewerbs sagt er: „Ich könnte mir gut vorstellen, dass wir bis zum Januar keine Spiele mehr haben werden. Nach mehreren Wochen ohne Training für einige Vereine wäre eine Fortsetzung im Dezember einfach nicht fair.“