22. Februar 2020 / 19:20 Uhr

Nächster Nackenschlag: Babelsberg 03 unterliegt Union Fürstenwalde (mit Galerie)

Nächster Nackenschlag: Babelsberg 03 unterliegt Union Fürstenwalde (mit Galerie)

Mirko Jablonowski
Märkische Allgemeine Zeitung
Unions Darryl Julian Geurts (r.) schießt zum 2:1 für die Gäste ein.
Unions Darryl Julian Geurts (r.) schießt zum 2:1 für die Gäste ein. © Benjamin Feller
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Regionalliga Nordost: Nachdem Daniel Frahn mit seinem ersten Treffer seit der Rückkehr an den Babelsberger Park zum zwischenzeitlichen Ausgleich für den SV Babelsberg 03 traf, hatten die Gäste vom FSV Union Fürstenwalde postwendend die passende Antwort parat.

Nach zwei unterschiedlichen Halbzeiten mussten sich die Regionalliga-Fußballer des SV Babelsberg 03 dem FSV Union Fürstenwalde am Samstagnachmittag mit 1:2 (0:1) geschlagen geben. "Ich habe im Fußball schon viel erlebt, so etwas aber noch nicht", sagte Daniel Frahn mit Blick auf die ereignisreiche Schlussphase vor 1471 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion. Per Elfmeter, Ugurtan Cepni war zuvor im Fürstenwalder Strafraum zu Fall gebracht worden, traf der 32-Jährige nach 89 Minuten zum verdienten Ausgleich für den SVB.

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Für Frahn der erste Treffer nach seiner Rückkehr an den Babelsberger Park. "Es war schon ein befreiendes Gefühl - kaufen kann ich mir davon jetzt aber natürlich nichts mehr." Denn noch in die Ansage des Tores von Stadionsprecher Thomas Hintze fiel der zweite Union-Treffer von Darryl Geurts, der eine Unzulänglichkeit der Babelsberger Hintermannschaft böse bestrafte und in der Schlussminute den 2:1-Siegtreffer markierte. Damit feierte des FSV Union den fünften Pflichtspielsieg in Folge gegen die Filmstädter. "Das darf uns nicht passieren", betonte Frahn, für dessen Team es bereits am Mittwoch (19 Uhr) mit dem Nachholspiel beim FSV Wacker Nordhausen um die nächsten drei Punkte im Kampf um den Klassenerhalt geht.

In Bildern: Der SV Babelsberg 03 unterliegt Union Fürstenwalde mit 1:2.

Vor dem Spiel musste das Netz geflickt werden. Zur Galerie
Vor dem Spiel musste das Netz geflickt werden. © Benjamin Feller

Im Brandenburg-Derby gegen die Fürstenwalder rückten bei den Gastgebern, die dieses Mal zunächst in einem 4-4-2-System agierten, im Vergleich zur 0:1-Niederlage bei Viktoria Berlin Tobias Dombrowa, Ugurtan Cepni und Kevin Pino Tellez in die Startelf. Sie ersetzten Fabrice Montcheu (gelbgesperrt), David Danko und Noah Awassi (beide Bank). Die ersten 20 Minuten spielten sich vor allem zwischen den Strafräumen ab. Für das größte Aufsehen auf den Tribünen sorgte da in Minute 22 noch eine Szene zum Schmunzeln, als Union-Verteidiger Tim Häußler SVB-Stürmer Frahn für einige Sekunden Huckepack nahm, nachdem ein tief gespielter Ball bereits sichere Beute von Fürstenwaldes Schlussmann David Richter war.

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Der SV Babelsberg 03 unterliegt Union Fürstenwalde mit 1:2.
Der SV Babelsberg 03 unterliegt Union Fürstenwalde mit 1:2. © Benjamin Feller

Auf der anderen Seite setzte Joshua Putze zunächst einen ersten Warnschuss des FSV über den Kasten (25.), ehe Gian Luca Schulz seine Farben, die in dieser Phase deutlich zielstrebiger als die Hausherren spielten, in Führung brachte (26.). Nach Vorlage von Kemal Atici überwand er Nulldrei-Keeper Dominik Picak, der mit der Hand noch am Ball war und beim Gegentreffer keine gute Figur abgab.

Den Gastgebern fiel im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs offensiv nicht viel ein (Frahn: "Das war ideen- und mutlos."), sodass die Fürstenwalder mit einer verdienten Führung in die Kabinen gingen. Viel mehr hatte der SVB großes Glück, dass Schulz nach Zuspiel von Atici völlig frei vor Picak verzog und die Chance zum 2:0 für die Gäste fahrlässig liegen ließ. "In der ersten Halbzeit war der Gegner gedanklich schneller und wir können froh sein, dass wir nur mit einem Tor im Hintertreffen lagen", wusste Nulldrei-Coach Predrag Uzelac, der in der Pause David Danko für den dieses Mal blassen Bogdan Rangelov in die Partie brachte und auf ein 4-3-3-System umstellte. "Das hat besser funktioniert, wir hatten mehr Zugriff", sagte der 53 Jahre alte Kroate mit Blick auf Durchgang zwei. "Insgesamt waren wir aber nicht zwingend genug." So waren Distanzschüsse von Alexander Siebeck (51.) und Cepni (65.) sowie ein Kopfball von Peter Lela (71.) die gefährlichsten Torannäherungen der Kiezkicker, die deutlich mutiger als in den ersten 45 Minuten auftraten.

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Nachdem die Gäste nach einem vermeintlichen Foul an Schulz vergeblich einen Elfmeter forderten (78.), behielt Frahn auf der anderen Seite mit seinem satten Schuss ins linke untere Eck die Nerven und sicherte seinem Team vermeintlich einen Punkt (89.). "Dass wir dann doch noch einen Gegentreffer hinnehmen müssen, ist symptomatisch für unsere Situation, da waren wir einfach nicht konzentriert genug", ärgerte sich Uzelac nach der Partie, richtete den Blick aber direkt nach vorn. "Es bringt nichts, den Kopf in den Sand zu stecken. Wir müssen den Kopf oben behalten, uns auf Nordhausen vorbereiten und dort wieder versuchen, von der ersten bis zur letzten Sekunde konzentriert zu bleiben."

SV Babelsberg 03: Picak - Cepni, Lela, Rode, Siebeck (85. Müller) - Rangelov (46. Danko), Koch, Pino Tellez (66. Trianni), Dombrowa - Nattermann, Frahn.

Union Fürstenwalde: Richter - Wunderlich, Köster (58. Thiel), Häußler, Hofmann - Schulz, Stagge, Putze, Geurts - Atici (66. Stettin), Hovi (90.+2 Ciapa).