15. Januar 2021 / 22:59 Uhr

Amiri von Union-Spieler rassistisch beleidigt? Bayer-Profi Tah erhebt Vorwürfe, Berliner reagieren

Amiri von Union-Spieler rassistisch beleidigt? Bayer-Profi Tah erhebt Vorwürfe, Berliner reagieren

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nadiem Amiri wurde beim Bundesliga-Spiel gegen Union Berlin offenbar beleidigt.
Nadiem Amiri wurde beim Bundesliga-Spiel gegen Union Berlin offenbar beleidigt. © imago images/Revierfoto
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Rassismus-Vorwürfe von Leverkusen-Star Jonathan Tah: Seiner Aussage nach ist der deutsche Nationalspieler Nadiem Amiri bei der 0:1 der Werkself gegen Union Berlin von einem Spieler der Berliner rassistisch beleidigt worden.

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Der deutsche Nationalspieler Nadiem Amiri von Bayer Leverkusen ist der Aussage seines Teamkollegen Jonathan Tah zufolge bei der Partie beim 1. FC Union Berlin rassistisch beleidigt worden. "Es gab Diskussionen, und dann ist der Begriff 'Scheiß-Afghane' gefallen“, sagte Tah am Freitagabend nach dem 0:1 in der Bundesliga beim Hauptstadt-Klub bei DAZN. "Das will ich hier mit aller Deutlichkeit sagen, dass das hier nicht hingehört."

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Die Aussage auf dem Platz sei "das Bitterste am ganzen Abend“, betonte Abwehrspieler Tah. "Das funktioniert so nicht, ich hoffe, dass das irgendwie Konsequenzen hat." Es sei sehr bitter, dass Amiri wegen der Herkunft seiner Eltern "beleidigt" worden sei.

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Bayer-Profi Demirbay hat "etwas mitbekommen" - Union entschuldigt sich

Die Berliner stellten sich den Vorwürfen und kündigten eine Aufklärung an. Union-Pressesprecher Christian Arbeit machte bei der Pressekonferenz klar, dass Union grundsätzlich gegen Rassismus eintrete. Es seien viele unschöne Worte auf dem Platz gefallen, so Arbeit weiter. Dafür entschuldige sich der Verein, Rassismus habe im Sport und der Gesellschaft nichts zu suchen. Berlins Trainer Urs Fischer versuchte, auf dem Feld beruhigend auf den aufgebrachten Amiri einzuwirken. Wenn Amiri beleidigt worden sei, entschuldige er sich dafür, betonte der Schweizer. Er habe es selbst nicht direkt mitbekommen, sondern nur etwas vom "Hörensagen", sagte Fischer. Er habe dabei gehört, dass Wörter auf beiden Seiten gefallen seien, "die nichts auf dem Fußballplatz verloren haben".

Nach dem Abpfiff der Partie war zu sehen, dass es Diskussionen zwischen Spielern von Berlin und Leverkusen auf dem Feld gab. Amiris Teamkollege Kerem Demirbay erklärte, er wolle sich zu der Szene auch aus Respekt vor seinen Gegenspielern nicht äußern: "Nein, das ist nicht meine Art. Ich habe etwas mitbekommen. Was auf dem Platz ist, bleibt auf dem Platz." Leverkusen-Trainer Peter Bosz machte deutlich klar: "So etwas darf nie, nie passieren auf einem Fußballplatz. Nie."