28. April 2021 / 11:14 Uhr

Nagelsmann-Nachfolger steht wohl fest: RB Leipzig offenbar vor Verpflichtung von Jesse Marsch

Nagelsmann-Nachfolger steht wohl fest: RB Leipzig offenbar vor Verpflichtung von Jesse Marsch

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
Jesse Marsch wechselt wohl aus Salzburg nach Leipzig.
Jesse Marsch wechselt wohl aus Salzburg nach Leipzig. © IMAGO/GEPA pictures (Montage)
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Das ging ja schnell. Jesse Marsch soll Julian Nagelsmann auf der Trainerbank von RB Leipzig nachfolgen. Salzburgs Geschäftsführer bestätigt bereits Gespräche mit dem Bundesligisten. Für den 47-Jährigen wäre das Engagement beim Bundesliga-Zweiten ein Rückkehr in bekannte Gefilde.

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Leipzig. RB Leipzig macht bei der Suche nach einem Ersatz für den zum FC Bayern München abwandernden Julian Nagelsmann offensichtlich im Eiltempo Nägel mit Köpfen. Nach übereinstimmenden Medienberichten wird Jesse Marsch ab dem 1. Juli auf der Trainerbank des Bundesligisten Platz nehmen. Demnach seien sich Klub und Coach einig. Es gehe jetzt lediglich um die Ablöse. Der US-Amerikaner ist derzeit Trainer des FC Red Bull Salzburg und muss aus seinem laufenden Vertrag herausgekauft werden.

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Am Mittwochabend bestätigte Salzburg-Sprecher Christian Kircher gegenüber der dpa, dass Verhandlungen zwischen den Schwesterclubs aufgenommen wurden. "Noch ist es nicht vollzogen. Wir sind seit Mittag in Gesprächen mit Leipzig. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen", sagte Salzburgs Geschäftsführer Stephan Reiter vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen den Wolfsberger AC am Abend. Marsch ist am Cottaweg bestens bekannt. In der Saison 2018/19 arbeitete er als Co-Trainer bei den Messestädtern. Sein Chef damals: Ralf Rangnick. Auch zuvor war er bereits im Red-Bull-Kosmos zu Hause, trainierte die Profis der New Yorker Dependance.

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Die Entscheidung für den 47-Jährigen wäre keine Überraschung. Er galt als einer von drei Namen auf der Shortlist, deren Existenz Vorstandschef Oliver Mintzlaff am Dienstag offiziell bestätigte, ohne zu sagen, welche Trainer sich darauf befinden.

Marsch selbst hatte sich in der vergangenen Woche für einen Job in Leipzig ins Gespräch gebracht. In einem Sky-Interview sagte er auf die Frage nach seiner Zukunft: "Natürlich verstehe ich diesen Verein sehr gut. Wenn man mich fragt: Was ist die Vorstellung, was ist der beste Fit? Natürlich ist Leipzig eine Top-Idee." Die Messestädter waren allerdings zuletzt nicht einziger Interessent am Trainer Jesse Marsch. Auch Eintracht Frankfurt und Tottenham Hotspur sollen ihre Fühler ausgestreckt haben.