27. Februar 2021 / 22:01 Uhr

Nagelsmann reagiert auf Twitter-Wirbel um Angelino: "Mag ihn für solche Aktionen extrem"

Nagelsmann reagiert auf Twitter-Wirbel um Angelino: "Mag ihn für solche Aktionen extrem"

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
RB-Trainer Julian Nagelsmann hat auf den Twitter-Wirbel um Angelino reagiert.
RB-Trainer Julian Nagelsmann hat auf den Twitter-Wirbel um Angelino reagiert. © dpa/Montage
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Da hat einer aber wirklich einem Stein im Brett bei seinem Trainer. Denn RB Leipzigs Coach Julian Nagelsmann mochte am Samstagabend nicht so hart mit Angelino ins Gericht gehen. Der hatte Stunden zuvor der Club-Mitteilung zu seiner Verletzung via Twitter öffentlich widersprochen. Für den Trainer zwar keine clevere, aber doch irgendwo liebenswerte Aktion.

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Leipzig. "Natürlich werden wir das mit ihm besprechen. Dass das vielleicht nicht das Cleverste war, ist natürlich auch klar." So entspannt reagierte RB Leipzigs Coach Julian Nagelsmann am Samstagabend auf den Wirbel, den Angelino unmittelbar vor dem Anpfiff der Partie gegen Borussia Mönchengladbach verursacht hatte. Gut möglich, dass der umjubelte 3:2-Sieg nach 0:2-Rückstand seinen Teil zur milden Reaktion beitrug.

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Angelino, der Nimmermüde

Was war überhaupt passiert? Der 24-Jährige Dauerarbeiter der Messestädter stand überraschend weder in der Startelf noch überhaupt im Aufgebot für das Bundesliga-Topspiel. Grund laut RB: "leichte muskuläre Probleme". So postete es der Klub auf Twitter. Und wurde prompt mit einer Antwort des 24-Jährigen bedacht. Der twitterte seinerseits: "No muscle issue, I'm fit." Übersetzt: Keine Muskelverletzung, ich bin fit." Der Tweet des Profis blieb nicht unbemerkt, machte schnell die Runde, und war ebenso schnell wieder verschwunden. Angelino hatte ihn gelöscht.

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Als der Sky-Reporter Julian Nagelsmann nach der Partie auf dieses kleine Twitter-Gefecht ansprach, musste der Coach breit grinsen und machte schnell deutlich: Der kleine Spanier hat bei ihm einen riesengroßen Stein im Brett. "Ich muss sagen, dass ich ihn für solche Aktionen extrem mag, weil er einfach immer spielen will. Der ist einfach so emotional", so der 33-Jährige tiefenentspannt. "Ich finde es grundsätzlich gut, dass man ihn nicht antreiben muss, eher bremsen." Belastungssteuerung? Offenbar ein Fremdwort für den Nimmermüden, der laut Nagelsmann regelmäßig sogar am Spielersatztraining teilnimmt. Das ist eigentlich nur für die Kicker vorgesehen ist, die bei der vorhergehenden Partie keine Einsatzzeit erhielten.

Ausfall gegen Wolfsburg nicht ausgeschlossen

Nun gibt es aber weder Spiel- noch Teamtraining für Angelino. Denn verletzt ist der Linksverteidiger tatsächlich. Es handele sich um "eine kleine Muskelverletzung, die wir ihm auch auf dem MRT-Bild gezeigt haben", erklärte Nagelsmann. "Dass er jetzt ein Spiel aussetzen muss, nervt ihn natürlich." Mehr noch: Der Coach deutete an, dass sein Top-Scorer auch im DFB-Pokalspiel am Mittwoch gegen Wolfsburg ausfallen könnte. "Das wissen wir noch nicht genau."

Eine Aussicht, die Angelino kaum schmecken dürfte, zumal er selbst seine Blessur als gering wahrnimmt. "Das ist oft so bei Muskelverletzungen, dass man das nicht immer extrem spürt", so Nagelsmann. Aber dann machst du eine Bewegung, fällst dann extrem lange aus. Das wollen wir natürlich verhindern."