17. Dezember 2019 / 11:44 Uhr

Nagelsmann vor dem BVB-Spiel: "Als Spieler von RB Leipzig ist man einiges gewöhnt"

Nagelsmann vor dem BVB-Spiel: "Als Spieler von RB Leipzig ist man einiges gewöhnt"

Anton Zirk
Leipziger Volkszeitung
Gegenüber RB Leipzig null Toleranz stand beim letzten Gastspiel von RB in Dortmund auf einem riesigen Transparent vor der gelben BVB-Wand.
"Gegenüber RB Leipzig null Toleranz" stand beim letzten Gastspiel von RB in Dortmund auf einem riesigen Transparent vor der gelben BVB-Wand. © Getty Images
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Bundesliga-Tabellenführer RB Leipzig erwartet im Topspiel gegen Borussia Dortmund nicht nur auf dem Platz eine Herausforderung. Auch die Stimmung im Westfalenstadion dürfte heiß werden. Für seine Spieler sieht der 32-Jährige darin kein Problem.

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Leipzig. Nach zehn Pflichtspielen ohne Niederlage steht für RB Leipzig am Dienstagabend (20.30 Uhr) eine echte Härteprüfung an. Gegen Borussia Dortmund könnte der sächsische Tabellenführer nicht nur die Spitze verteidigen, sondern auch ein beeindruckendes Zeichen im Kampf um die Meisterschaft setzen. Ebenso wie die Roten Bullen im Oktober hat auch Lucien Favres Team im November eine Durststrecke erlebt.

Dass der BVB mittlerweile wieder Schwung aufgenommen hat, macht für RB-Trainer Julian Nagelsmann keinen großen Unterschied, wie er am Montag in einer Pressekonferenz verriet: "Ich nehme sie nicht groß anders war, als in der Phase, in der sie mal nicht gewonnen haben. Sie haben unglaubliches Tempo und Spielwitz in der Offensive. Sie haben eine klare Idee, unabhängig von Spielsystem. Sie können reagieren und sind extrem flexibel."

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RB Leipzig – Borussia Dortmund am 10.09.2016 in der Red Bull Arena: Der Bundesliga-Aufsteiger bedrängt das Tor des hohen Favoriten aus dem Ruhrpott. Zur Galerie
RB Leipzig – Borussia Dortmund am 10.09.2016 in der Red Bull Arena: Der Bundesliga-Aufsteiger bedrängt das Tor des hohen Favoriten aus dem Ruhrpott. ©

Duell auf Augenhöhe

Trotz Tabellenführung und vier Punkten Vorsprung auf den Drittplatzierten wollte sich Nagelsmann die Favoritenrolle vor dem Duell nicht zusprechen lassen: "Wir sind auf Augenhöhe. Wenn zwei Spitzenteams aufeinandertreffen, zählt viel die Tagesform der einzelnen Spieler. Diese Duelle werden häufig durch einzelne Situationen entschieden. Ich glaube, dass sowohl Lucien Favre als auch ich in der Lage sind, einen Plan auszuhecken, der nicht voll daneben ist. Es geht bei 0:0 los. Das ist das Schöne an diesem Sport."

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Derweil sei die zu erwartende, hitzige Atmosphäre im legendären Westfalenstadion nicht zwingend ein Nachteil für die Roten Bullen: "Als Spieler von RB Leipzig ist man einiges gewöhnt. Wir bekommen das so hin, dass wir eine Topleistung abrufen. Das ist das Entscheidende. Ich wünsche mir auch, dass es laut ist, aber fair zugeht. Die 78.000 sollen und dürfen ihr Team unterstützen. Und unsere Fans dürfen uns unterstützen. Da darf es gern atmosphärisch brennen."

Nagelsmann hatte Kontakt zu Dortmund

Überhöhen will Nagelsmann das Spiel trotz sportlich spannender Vorzeichen und brisanter Vorgeschichte nicht: "Es ist wichtig, klar. Wir würden es gern gewinnen und man kann sicher von einem Sechs-Punkte-Spiel sprechen. Dass es richtungsweisend ist, würde ich so aber nicht unterschreiben. Natürlich wären sieben Punkte Vorsprung ein schönes Polster. Aber das wäre auch keine Garantie, dass wir am Ende vor Dortmund landen. Die Liga ist dann weiter offen. Wenn wir es nicht gewinnen sollten, ist die Saison auch nicht kaputt."

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RB Leipzig - Borussia Dortmund (0:1) Zur Galerie
RB Leipzig - Borussia Dortmund (0:1) ©

Im Rahmen der Pressekonferenz bestätigte der Coach auch noch einmal, dass er vor seinem Engagement bei RB Leipzig Kontakt zu den Dortmunder Verantwortlichen gegeben hatte. Er verriet zudem, warum es nicht mit einem Wechsel zu Schwarz-Gelb geklappt hat: "Es gibt immer mal wieder loses Interesse, wie bei den Spielern auch. Das ist normal. Dann geht es um eine Passung von Situationen. Es geht um Timing, Sinnhaftigkeit und die Vertragssituation. Wenn einer dieser Punkte nicht erfüllt ist, kommt es nicht zum Wechsel. Welcher das war, spielt keine Rolle. Jetzt sitze ich hier und damit ist auch alles gut."