12. Oktober 2020 / 15:09 Uhr

Namory Keita glänzt beim Sieg der VT Rinteln mit einem Dreierpack +++ Mit Galerie

Namory Keita glänzt beim Sieg der VT Rinteln mit einem Dreierpack +++ Mit Galerie

Niklas Könner
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
x-VTR_4sp
„Wir haben eine gute Gruppe“: Die VTR-Futsaler um Trainer Thomas Aldag (hintere Reihe, ganz links). © Niklas Könner
Anzeige

Zum Start der Niedersachsenliga haben die Futsaler der VT Rinteln mit 5:3 gegen BSC Acosta Braunschweig gewonnen. Der Sieg war dabei nichts für schwache Nerven.

Anzeige

Furioser Beginn, nervenaufreibender Schlagabtausch und ein spätes Happy End: Die Futsaler der VT Rinteln (VTR) haben ihr Auftaktspiel in der Niedersachsenliga gewonnen. Nach einer rasanten Partie feierten die Blau-Weißen zum Saisonstart am Samstag einen 5:3-Erfolg gegen den BSC Acosta Braunschweig. Namory Keita mit einem Dreierpack sowie Salifou Mohamed Soumah und Allan Kouebi brachten die Rintelner mit ihren Treffern auf die Siegerstraße.

Anzeige

„Das war ein sehr wichtiges Spiel. Es freut mich daher umso mehr, dass wir die drei Punkte mitgenommen haben“, sagte VTR-Trainer Thomas Aldag nach Schlusspfiff. „Acosta ist eine starke Mannschaft, die sicherlich um die oberen Plätze mitspielen wird“, ordnete der Coach den Stellenwert des Erfolges ein. Auf dem Weg dorthin mussten die Kicker aus der Weserstadt zuvor jedoch ein intensives Duell mit den Braunschweigern überstehen.

x-Keita_2sp
„Er hat einen tollen Schuss, gute Ballkontrolle und körperliche Präsenz“: VTR-Dreifachtorschütze Namory Keita (r.). war der Mann des Spiels. © Niklas Könner

Die Partie in der Rintelner Kreissporthalle begann zunächst mit rund einer Stunde Verspätung, nachdem die Gäste im Stau auf der A2 festgesteckt hatten. Mit dem Anpfiff entwickelte sich jedoch sofort auf beiden Seiten ein hochdynamisches Spiel. Bereits nach 15 Sekunden verzeichnete die VTR den ersten Abschluss, innerhalb von vier Minuten scheiterten beide Teams dann jeweils am Pfosten.

Für die Rintelner 1:0-Führung sorgte schließlich Neuzugang Keita (7.), der nach der Vorarbeit von Soumah den Ball nur noch über die Linie drücken musste. Zehn Minuten später war es erneut die Kombination Soumah auf Namory, die das zwischenzeitliche 2:0 besorgte. Unmittelbar nach dem Wiederanstoß mussten die VTR-Kicker den Anschlusstreffer hinnehmen (18.), ehe der herausragende Keita mit seinem dritten Tor (20.) den alten Abstand zur Halbzeitpause wieder herstellte.

Mehr zum Schaumburger Sport

„Er hat einen tollen Schuss, trifft immer dorthin, wo er möchte und besticht durch gute Ballkontrolle und körperliche Präsenz“, adelte Aldag den Dreifachtorschützen. Zugleich lobte der VTR-Trainer aber auch sein gesamtes Ensemble: „Wir haben inzwischen nicht nur viele starke Einzelspieler, sondern auch eine gute Gruppe, in der die erfahrenen Jungs unsere Neuzugänge hervorragend anleiten. Das ist ein großer Rückhalt“.

Nach der fulminanten Offensivgala im ersten Abschnitt vernachlässigten die Rintelner im zweiten Durchgang jedoch bisweilen die Defensivarbeit. Binnen drei Minuten (28., 31.) glich der BSC zum 3:3 aus. Zudem vergaben die VTR-Kicker selbst reihenweise Chancen. „Bei den Gegentoren waren wir einfach zu offensiv positioniert“, analysierte Aldag und nahm vor allem seine Neuzugänge in die Pflicht. „Die Spieler schnaufen nach dem Ballverlust erst mal durch. Diese Zeit hat man beim Futsal nicht.“

Die Bilder zum 5:3-Sieg der VT Rinteln gegen den BSC Acosta Braunschweig.

Futsal: VT Rinteln - BSC Acosta Braunschweig Zur Galerie
Futsal: VT Rinteln - BSC Acosta Braunschweig © Niklas Könner

Kurz vor Schluss zeigten die VTR-Futsaler aber Moral und Kampfgeist: Erst vollendete Soumah einen Angriff zum 4:3 (39.), dann setzte Kouebi neun Sekunden vor Abpfiff mit dem 5:3 (40.) den Schlusspunkt eines tor- und temporeichen Spiels. Insbesondere im Verhalten seiner Schützlinge nach dem Ausgleich sah Aldag einen Fortschritt im Vergleich zur letzten Saison, als die Rintelner in der Relegation knapp den Aufstieg in die Regionalliga verpasst hatten. „Die Mannschaft bleibt in emotionalen Phasen des Spiels jetzt ruhig. Das ist ein großer Schritt in die richtige Richtung“. Und im Idealfall führe der Weg diesmal ganz nach oben, betonte Aldag: „Wir hoffen wieder auf den Aufstieg“.