24. Juni 2020 / 08:26 Uhr

FBI klärt nach Galgenstrick-Fund auf: NASCAR-Pilot Wallace doch nicht Ziel eines Rassismus-Verbrechens

FBI klärt nach Galgenstrick-Fund auf: NASCAR-Pilot Wallace doch nicht Ziel eines Rassismus-Verbrechens

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Doch kein rassistischer Angriff: NASCAR-Fahrer Bubba Wallace.
Doch kein rassistischer Angriff: NASCAR-Fahrer Bubba Wallace. © Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
Anzeige

Nachdem in der Garage von NASCAR-Fahrer Bubba Wallace ein Galgenstrick gefunden worden war, hat die US-Bundespolizei FBI nun Entwarnung gegeben. Das Seil war dort bereits im vergangenen Herbst positioniert, heißt es. Wallace beharrt jedoch auf seine ursprüngliche Einschätzung eines rassistischen Angriffs.

Anzeige
Anzeige

Der einzige schwarze NASCAR-Fahrer Bubba Wallace (26) ist offenbar doch nicht das Ziel eines Hassverbrechens gewesen. Das geht aus den abschließenden Untersuchungen der US-Bundespolizei FBI hervor, wie die Rennserie am Dienstag (Ortszeit) mitteilte. "Der FBI-Bericht kommt zu dem Schluss, und fotografische Beweise bestätigen dies, dass das wie eine Schlinge geformte Garagentor-Zugseil dort bereits im letzten Herbst positioniert war“, hieß es auf der Nascar-Homepage.

Mehr vom SPORTBUZZER

Damit sei das Seil bereits lange vor der Ankunft des Teams auf dem Talladega Superspeedway im US-Bundesstaat Alabama in der Garage gewesen. "Wir schätzen die schnelle und gründliche Untersuchung des FBI und sind dankbar zu erfahren, dass dies keine vorsätzliche, rassistische Handlung gegen Bubba war“, teilte die Rennserie weiter mit.

Wallace beharrt auf Einschätzung

Wallace selbst beharrte auf der ursprünglichen Einschätzung. Das Bild von dem Gegenstand, das er gesehen habe, habe kein Garagentor-Zugseil gezeigt, sagte Wallace dem Sender CNN. "Es war ein Galgenstrick. Ob im Jahr 2019 geknüpft oder was auch immer, es war ein Galgenstrick.“

Sancho, McKennie, Thuram und Co.: Bundesliga-Stars protestieren gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA

 Gerechtigkeit für den ermordeten George Floyd: BVB-Profi Jadon Sancho mit einer klaren Botschaft nach seinem Treffer zum 2:0 gegen den SC Paderborn am 29. Bundesliga-Spieltag. Zur Galerie
Gerechtigkeit für den ermordeten George Floyd: BVB-Profi Jadon Sancho mit einer klaren Botschaft nach seinem Treffer zum 2:0 gegen den SC Paderborn am 29. Bundesliga-Spieltag. ©

Der Galgenstrick-Fund hatte in den vergangenen Tagen für Wirbel gesorgt und war als rassistischer Angriff auf Wallace verurteilt worden. Der 26-Jährige setzt sich für die Bewegung „Black Lives Matter“ (Schwarze Leben zählen) ein und hatte sich für ein Verbot der Konföderiertenflagge bei Nascar-Veranstaltungen ausgesprochen. Die Konföderierten hatten im Amerikanischen Bürgerkrieg (1861 bis 1865) der Südstaaten gegen den Norden gekämpft und sich gegen die Abschaffung der Sklaverei und gegen mehr Rechte für Schwarze gewehrt.