08. September 2019 / 07:26 Uhr

Zusammen weniger Länderspiele als Kroos: Diese Elf symbolisiert den Umbruch beim DFB-Team

Zusammen weniger Länderspiele als Kroos: Diese Elf symbolisiert den Umbruch beim DFB-Team

Tim Lüddecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Toni Kroos ist aktuell der erfahrenste deutsche Nationalspieler - anders als Serge Gnabry, Lukas Klostermann und Jonathan Tah.
Toni Kroos ist aktuell der erfahrenste deutsche Nationalspieler - anders als Serge Gnabry, Lukas Klostermann und Jonathan Tah. © imago images / Montage
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Bundestrainer Joachim Löw treibt den Umbruch in der Nationalmannschaft voran: Elf Akteure aus der neuen Generation kommen gemeinsam auf nicht mal so viel Länderspiel-Erfahrung wie Nationalspieler Toni Kroos.

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166 Tage war es vor der Partie gegen Holland her, dass Toni Kroos sein letztes Länderspiel für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft absolviert hat, fast schon ein halbes Jahr. Bei der Nominierung für die beiden EM-Qualifikationsspiele im Juni wurde er wegen muskulärer Probleme bewusst außen vor gelassen. Halb so wild, Weißrussland (8:0) und Estland (2:0), beides keine Fußballmächte, wurden auch ohne den 29-Jährigen problemlos gewonnen. Und an seiner Stellung innerhalb der Mannschaft hat sich in dieser Zeit sowieso nichts verändert.

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Die deutsche Nationalmannschaft hat gegen die Niederlande nach zwischenzeitlicher Führung eine Niederlage erlitten und in Hamburg den Sprung auf den ersten Platz der Quali-Gruppe verpasst. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt, wie die deutschen Spieler in Form waren. Zur Galerie
Die deutsche Nationalmannschaft hat gegen die Niederlande nach zwischenzeitlicher Führung eine Niederlage erlitten und in Hamburg den Sprung auf den ersten Platz der Quali-Gruppe verpasst. Der SPORTBUZZER zeigt, wie die deutschen Spieler in Form waren. ©
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Kroos könnte der entscheidende Spieler für die EM-Mission sein

Im Gegenteil: Der 29-Jährige sollte auch ein Stück seine Akkus auffüllen, für eine lange Saison, an deren Ende im Juni nächsten Jahres die aus DFB-Sicht so wichtige Europameisterschaft steht. Als aktuell erfahrenstem aller deutschen Nationalspieler dürfte Kroos dabei sicher eine der entscheidendsten Rollen, wenn nicht die entscheidende, in den Planspielen von Trainer Joachim Löw zukommen.

Wenn der Mittelfeldstratege vom einst als „weißes Ballett“ bezeichneten Real Madrid jetzt im nicht ganz so edlen Millerntor-Stadion von Kultklub St. Pauli (hier trainierte die DFB-Elf vor dem Spiel gegen die Holländer) über den Platz gleitet, hat das nicht nur mit seiner gemeinhin eleganten Spielweise zu tun, sondern auch mit dem Selbstverständnis eines 93-maligen Nationalspielers. Keiner aus dem aktuellen Aufgebot hat mehr, Manuel Neuer folgt mit 89, danach kommt lange Zeit nichts, Joshua Kimmich und Jonas Hector sind dann mit 43 und 42 erst die nächsten.

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Um Kimmich, Süle und Werner wächst gerade eine neue DFB-Generation

Kroos ist einer von aktuell nur noch drei verbliebenen Weltmeistern, neben Neuer wäre da noch Matthias Ginter, Julian Draxler fehlt zurzeit verletzungsbedingt. Ansonsten sind mit den Jahren, gerade nach der EM 2016 viele neue Spieler dazu gekommen. Um die Jahrgänge 1995 (Joshua Kimmich, Serge Gnabry, Niklas Süle, Leon Goretzka, Niklas Stark) und 1996 (Julian Brandt, Timo Werner, Jonathan Tah, Lukas Klostermann) bildet sich gerade so etwas wie eine neue DFB-Generation, mit Luca Waldschmidt berief Löw gerade zudem einen weiteren 1996er erstmals in seinen Kader.

Der Bundestrainer hat vor einigen Monaten, initiiert vom Ausscheiden bei der WM 2018, einen rigorosen Umbruch eingeleitet; er verzichtete mit der Ausbootung von Thomas Müller (100 Länderspiele), Jerome Boateng (76) und Mats Hummels (70) auf die Erfahrung von über 250 Länderspielen. "Vor der Quali wollten wir es dann durchziehen, entscheiden, auf welche Spieler mit Perspektive wir setzen. Wir wussten: die anderen sind immer noch gut, sehr gut sogar. Aber jetzt ist es Zeit für den Umbruch", so Löw im SPORTBUZZER-Interview.

Ein Umbruch bedeutet Veränderung. Und die wiederum braucht Zeit. So besteht ein Großteil des aktuellen deutschen Nationalmannschaftsaufgebots aus Spielern ohne große DFB-Erfahrung; Neun Akteure haben weniger als zehn Länderspiele „auf dem Buckel“. Und daher verwundert es auch nicht weiter, dass Kroos allein sogar länderspielerfahrener ist, als gleich elf Spieler zusammen, die im übrigen eine komplette (nicht ganz so schlechte) Mannschaft aufbieten könnten.

Die elf Nationalspieler, die zusammen nicht mal so viel Länderspiel-Erfahrung haben wie Toni Kroos:

Tor: Bernd Leno (6 Länderspiele)

Abwehr: Niklas Stark (0), Niklas Süle (21), Jonathan Tah (7).

Mittelfeld: Lukas Klostermann (3), Kai Havertz (4), Emre Can (21), Nico Schulz (9), Marcel Halstenberg (3).

Sturm: Serge Gnabry (9), Luca Waldschmidt (0)

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Manuel Neuer hat mit dem DFB-Team eine herbe Heimniederlage gegen Holland kassiert. Der SPORTBUZZER zeigt die Reaktionen der internationalen Medien. Zur Galerie
Manuel Neuer hat mit dem DFB-Team eine herbe Heimniederlage gegen Holland kassiert. Der SPORTBUZZER zeigt die Reaktionen der internationalen Medien. ©
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