08. Februar 2022 / 13:07 Uhr

Nationalmannschaft: Sieben Wolfsburgerinnen nominiert, drei in der Warteschleife

Nationalmannschaft: Sieben Wolfsburgerinnen nominiert, drei in der Warteschleife

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Zwei von sieben Wolfsburgerinnen im DFB-Kader: Lena Lattwein (l.) und Tabea Waßmuth.
Zwei von sieben Wolfsburgerinnen im DFB-Kader: Lena Lattwein (l.) und Tabea Waßmuth. © dpa
Anzeige

Sieben Fußballerinnen des VfL Wolfsburg stehen im DFB-Kader für den "Arnold-Clark-Cup", der als wichtigster Meilenstein der EM-Vorbereitung gilt. Für das große Turnier im Sommer sind drei weitere Wolfsburgerinnen in der Warteschleife.

Wenn im Sommer die Fußball-Europameisterschaft der Frauen in England beginnt, könnten bis zu zehn Spielerinnen des VfL Wolfsburg im deutschen Aufgebot stehen! Am Dienstag gab Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg ihren Kader für das Vier-Nationen-Turnier in der kommenden Woche bekannt. Dieser "Arnold-Clark-Cup" (17. bis 23. Februar) gilt als wichtigster Meilenstein der deutschen EM-Vorbereitung. Sieben Wolfsburgerinnen stehen im DFB-Aufgebot für die Spiele gegen Spanien, England und Kanada, zwei weitere sind auf Abruf nominiert - und die verletzte Alexandra Popp dürfte zudem gesetzt sein, wenn sie bis zur EM wieder vollständig fit ist.

Anzeige

Mit Almuth Schult, Lena Oberdorf, Felicitas Rauch, Kathrin Hendrich, Lena Lattwein, Svenja Huth und Tabea Waßmuth reisen gleich sieben Akteurinnen des VfL Wolfsburg zum Vorbereitungs-Turnier nach England, Turid Knaak und Joelle Wedemeyer stehen derweil auf Abruf bereit. Kein anderer Bundesligist stellt mehr Spielerinnen.

"Dieses Turnier ist für uns eine echte Standortbestimmung. Wir treffen ausnahmslos auf Weltklassegegner, die uns in allen Bereichen fordern werden. Spanien und England zählen zum engen Favoritenkreis für den EM-Titel, Kanada hat bei den Olympischen Spielen mit dem Gewinn der Goldmedaille gezeigt, dass es zur absoluten Weltspitze gehört", so Voss-Tecklenburg. "Wir freuen uns sehr auf diese Spiele, aber auch darauf, jetzt schon EM-Atmosphäre aufsaugen zu dürfen. Das wird für uns in jeglicher Hinsicht ein spannender Auftakt in unser EM-Jahr."

Anzeige

Für Torfrau Schult, die vor kurzem ihren Abschied aus Wolfsburg offiziell bestätigte, könnten es die ersten Länderspiel-Minuten seit ihrer Pause vor zwei Jahren werden. Im Oktober wurde die Zwillings-Mama bereits für die WM-Qualifikationsspiele gegen Israel in den Kader berufen, kam aber nicht zum Einsatz. Ihr letztes großes Pflichtspiel hatte Schult im Tor der DFB-Elf beim WM-Aus Ende Juni 2019 in Frankreich gegen Schweden absolviert.

Potsdams Cerci erstmals dabei

Während Schult schon 64 Mal für die Nationalmannschaft auflief, könnte es für Potsdam-Stürmerin Selina Cerci zum Debüt kommen. Die 21-Jährige wurde erstmals von Bundestrainerin Voss-Tecklenburg nominiert, an der Offensivspielerin gab es nach tollen Leistungen in der Bundesliga kein vorbei mehr. In 15 Pflichtspielen traf die gebürtige Kielerin, deren Vertrag im Sommer ausläuft, stolze 15 Mal. "Wir haben Selina schon länger auf dem Zettel und aufmerksam ihre Entwicklung verfolgt", bestätigt auch Voss-Tecklenburg. Cerci sei in guter Form "und spielt auf einem konstant hohen Niveau. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, wo wir sie auch bei uns sehen wollen."

Spiele nur online als Livestream

Die Partien gegen die aufstrebenden Spanierinnen, Olympia-Sieger Kanada und EM-Gastgeber England zählen zweifelsohne zum besten, was als EM-Vorbereitung möglich ist. Für große Aufregung sorgte Anfang der Woche allerdings der Fakt, dass kein deutscher TV-Sender dieses Hammer-Programm live im TV zeigen wird.

Anstatt mit Fernseh-Produktion mehr Sichtbarkeit zu generieren, werden die Partien gegen Spanien (15.30 Uhr) am 17. Februar und Kanada (20. Februar, 21.15 Uhr) live bei sportschau.de als Livestream gezeigt. Das Duell mit England (20.30 Uhr) läuft am 23. Februar dann online auf ZDF.de. "Traurig, aber wahr… Oder müssen wir dankbar sein, dass es im Livestream kommt?", beschwerte sich unter anderem Bianca Rech, Sportdirektorin der Bayern-Frauen.