23. September 2022 / 15:26 Uhr

Trotz Gesprächen: Nationalspieler Robin Gosens erklärt Entscheidung gegen Bundesliga-Wechsel

Trotz Gesprächen: Nationalspieler Robin Gosens erklärt Entscheidung gegen Bundesliga-Wechsel

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Robin Gosens (l.) im Zweikampf mit Joshua Kimmich während des Trainings der Nationalmannschaft.
Robin Gosens (l.) im Zweikampf mit Joshua Kimmich während des Trainings der Nationalmannschaft. © dpa
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Robin Gosens führte im Sommer Gespräche mit Bayer Leverkusen, doch der Profi von Inter Mailand entschied sich gegen einen Wechsel in die Bundesliga. Den Schritt nach Deutschland würde der Nationalspieler in Zukunft dennoch gerne machen, am liebsten zu seinem Herzensklub. 

Robin Gosens will irgendwann einen Wechsel in die Bundesliga verwirklichen und hat dabei seinen Lieblingsklub FC Schalke 04 im Blick. "Wenn sich der Traum Bundesliga in Zukunft nochmal realisieren sollte, dann wäre Schalke sicherlich das perfekte Match. Mein Patenonkel hat mich damals das erste Mal ins Parkstadion mitgenommen, Schalke war immer mein Verein. (...) Wenn ich irgendwann mal da lande, würde sich der Kreis schließen", sagte Gosens in einem Sport1-Interview.

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Im Sommer war der 28-Jährige mit Bayer Leverkusen in Verbindung gebracht worden, letztlich blieb er aber bei Inter Mailand. "Ich habe mit Simon Rolfes telefoniert und es war ein offener und ehrlicher Austausch. Ich habe ihm gesagt, dass ich bei Inter noch nicht fertig bin und attackieren möchte. Ich fühle mich bei Inter aktuell sehr wohl und bin sicher nicht gegen meinen Willen dort", betonte Gosens.

Von seiner grundsätzlichen Eignung für das deutsche Oberhaus ist er jedoch überzeugt: "Ich glaube, dass ich als deutscher Spieler, der in der Nationalmannschaft spielt und Auslandserfahrung hat, auch in Zukunft für viele Bundesliga-Klubs interessant sein kann."

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Gosens gefiel der EM-Hype um seine Person nicht

Der in Emmerich nahe der Grenze geborene Gosens wechselte bereits zu Juniorenzeiten in die Niederlande und schaffte dort auch den Sprung in den Profibereich. 2017 wechselte er zu Atalanta Bergamo und schließlich zu Inter. Nach einer langwierigen Verletzung kam er zuletzt wieder häufiger zum Einsatz. "Es war mental schon hart. Bei der EM war ich noch der 'Rising Star' und die Zukunft auf meiner Position, dann kam die Verletzung und plötzlich musst du wieder bei Null anfangen", berichtete der Außenverteidiger.

Den Hype bei der EM empfand er als überzogen. "Das war sehr schwer zu verarbeiten. Nach dem Portugal-Spiel war ich in aller Munde, das war wie eine mediale Explosion. Es standen plötzlich Kameraleute in meinem Heimatort vor dem Haus meiner Eltern", berichtete Gosens: "Rückblickend war es sicher nicht richtig, dass ich bei der EM so krass in den Himmel gelobt wurde, aber mich ein paar Monate später wieder abzuschreiben, war ebenso wenig richtig. Die Ausschläge nach oben und nach unten sind zu extrem."