19. April 2018 / 10:39 Uhr

Nationalstürmer Werner: „Nach der Saison immer noch ein bisschen auf Urlaub getrimmt“

Nationalstürmer Werner: „Nach der Saison immer noch ein bisschen auf Urlaub getrimmt“

Anne Grimm
Leipziger Volkszeitung
Timo Werner war beim Empfang des russischen Generalkonsulats ein gefragter Gesprächspartner.
Timo Werner war beim Empfang des russischen Generalkonsulats ein gefragter Gesprächspartner. © André Kempner
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Beim Empfang des russischen Generalkonsulats in Leipzig beantwortete RB Leipzigs Timo Werner Fragen rund um das DFB-Team und seine ganz persönliche WM-Vorbereitung.

Leipzig. Timo Werner ist die große WM-Hoffnung im Sturm der deutschen Nationalmannschaft. Den letzten Titelgewinn der DFB-Elf vor vier Jahren schaute er sich mit 18 noch auf einer Leinwand an. An einen Sommer ohne Urlaub muss er sich erst gewöhnen, verriet der 22-Jährige beim Empfang des russischen Generalkonsulats in Leipzig.

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DURCHKLICKEN: Empfang anlässlich der WM 2018

Empfang der russischen Botschaft anlŠ§lich der Fu§ball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland im Gohliser Schlš§chen in Leipzig. Guido SchŠfer interviewt  Timo Werner , Emil Forsberg und Yussuf Poulsen
Foto: Andre Kempner Zur Galerie
Empfang der russischen Botschaft anlŠ§lich der Fu§ball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland im Gohliser Schlš§chen in Leipzig. Guido SchŠfer interviewt Timo Werner , Emil Forsberg und Yussuf Poulsen Foto: Andre Kempner © André Kempner

Es wäre die erste WM für Sie in diesem Sommer. Was geht einem da durch den Kopf?

„Wenn ich dabei sein darf, es ist ja immer noch nicht raus, man muss mit ein bisschen Bedacht vorgehen, ist es ein Traum der in Erfüllung geht. Vor vier Jahren war das noch alles sehr weit weg. Dass es jetzt so schnell geht, freut mich natürlich und ist hoffentlich die erste von vielen Weltmeisterschaften.“

Worauf freuen Sie sich am meisten?

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„Russland habe ich ja beim Confed Cup schon gesehen. Natürlich will man Weltmeister werden, das ist das Ziel. Aber man hat auch Einzelziele, will so viel und so gut wie möglich spielen. Aber das ist alles hinten angestellt, denn es zählt das Eine und das ist, Weltmeister zu werden. Da zählt nicht, ob man Torschützenkönig wird oder eine Minute mehr spielt, als andere. Da zählt das große Ganze, das ist wichtig.“

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Ist es jetzt eine Phase, in der einem immer bewusster wird, dass die WM schon in knapp zwei Monaten beginnt?

„Natürlich. Wenn es zum Ende der Saison hin geht, hat man immer im Hinterkopf, jetzt kommt der Urlaub. Es ist ja wahrscheinlich nicht so. Deswegen muss ich mich da erstmal noch darauf einstellen, weil ich noch nicht weiß was kommt. Ich bin nach der Saison immer noch ein bisschen auf Urlaub getrimmt. Aber wenn es dann im Trainingslager losgeht, hat sich das ganz schnell erledigt.“

Spielt immer ein bisschen Angst mit, sich zu verletzten?

„Wenn man mit so einer Einstellung ins Spiel und ins Training geht, dann könnte man aufhören. Oder ich könnte mich bis zur WM daheim einschließen und nicht mehr aus meinem Zimmer kommen. Da kann es auch passieren, dass dir die Decke auf den Kopf fällt. Jetzt muss ich nochmal probieren, die letzten Spiele gut zu spielen, fit zu bleiben. Dann hat man ein sehr schönes Highlight am Ende der Saison.“

Symbolische Übergabe des WM-Balls an Timo Werner, Emil Forsberg und Yussuf Poulsen

Was haben Sie für Erfahrungen mit der russischen Sprache gemacht beim Confed Cup?

„Ich kann nicht sagen gute oder schlechte, denn ich kann kein Russisch. Ich habe es ja auch nie verstanden. Aber ich bin auch ehrlich gesagt nicht gewillt, die Sprache zu lernen. Sie haben ja auch andere Buchstaben als wir. Umso beeindruckender, wie gut der russische Botschafter Deutsch sprechen kann.“

Wenn es mit der WM-Teilnahme klappt, gibt es dann ein persönliches Motto beziehungsweise Ziel?

„Ich bin nicht so vermessen zu sagen, ich will Deutschland zur WM oder jedes Spiel ein Tor schießen. Aber wenn ich dorthin fahre, würde ich natürlich jedes Spiel spielen wollen. Keiner fährt mit, um einfach nur dabei zu sein. So viel Ansporn hat jeder. So geht es mir auch.“


RB Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick hat angekündigt, sich mit Ihnen vor der WM gerne noch einmal über eine Vertragsverlängerung unterhalten zu wollen. Wird es das Gespräch geben?

„Es ist momentan nicht die Phase zu sagen, ob ich verlängere oder nicht. Stand jetzt habe ich zwei Jahre Vertrag. Stand jetzt fahre ich noch nicht zur WM. Deswegen haben wir noch genug in der Liga zu tun. Wenn ich bei der WM dabei sein sollte, habe ich dort genug zu tun. Für andere Sachen habe ich bisher noch keinen Kopf.“

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