15. Februar 2022 / 16:15 Uhr

Nationaltorhüterin Frohms: Darum kehre ich nach Wolfsburg zurück

Nationaltorhüterin Frohms: Darum kehre ich nach Wolfsburg zurück

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Zurück nach Wolfsburg: Merle Frohms spielte bereits von 2011 bis 2018 für den VfL.
Zurück nach Wolfsburg: Merle Frohms spielte bereits von 2011 bis 2018 für den VfL. © Imago Images
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Als sie ging, war sie die Nummer 2 - hinter Almuth Schult. Jetzt kehrt Merle Frohms als Nummer 1 der deutschen Nationalmannschaft zum VfL Wolfsburg zurück. "Meine Rolle wird nun eine andere sein", sagt die 27-Jährige.

Merle Frohms wechselt von Eintracht Frankfurt zurück zum VfL Wolfsburg! Beide Vereine haben den Transfer der Nationaltorhüterin am Dienstagnachmittag bestätigt. Die 27-Jährige, die in Frankfurt noch bis 2023 unter Vertrag stand, machte von einer Ausstiegsklausel Gebrauch und unterschrieb beim Vizemeister einen bis zum 30. Juni 2025 datierten Vertrag. Beim VfL soll sie Stammtorhüterin werden - und betont: "Meine Rolle wird nun eine andere sein, ich habe das klare Ziel, als Nummer 1 zurückzukehren!"

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Für Frohms schließt sich mit dem Wechsel ein Kreis, denn es ist bereits ihr zweiter Anlauf in der Autostadt. Die in Celle (rund 55 Kilometer von Wolfsburg entfernt) geborene Torfrau spielte schon von 2011 bis 2018 im Wolfsburger Trikot und kam für die Zweite und für die Profi-Mannschaft in der Zeit auf insgesamt 64 Einsätze, gewann stolze elf Titel. Weil es damals an Schult kein Vorbeikommen gab, wechselte Frohms nach Freiburg, 2020 zog es sie dann nach Frankfurt. Mittlerweile haben sich die Rollen allerdings geändert. Frohms ist in der Nationalmannschaft unumstrittene Nummer 1, Schult vor der Europameisterschaft eine ihrer Herausforderinnen.

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Schult verlässt den VfL im Sommer und hatte eine Vertragsverlängerung abgelehnt. Frohms, die bereits bei der Nationalmannschaft unumstrittene Nummer 1 ist, wird nun beim VfL in die Fußstapfen der Zwillings-Mama treten. "Ich habe sieben Jahre lang für den VfL gespielt und der Verein liegt mir sehr am Herzen. Dass ich 2018 einen anderen Weg eingeschlagen habe, war definitiv der richtige Schritt", so Frohms.

Die Entscheidung, die SGE zu verlassen, sei ihr nicht leicht gefallen, wie sie in einem Post auf Instagram bestätigte. "Ich habe mich schweren Herzens und nach langer Überlegung dazu entschlossen. Allerdings denke ich, dass es an der Zeit ist, einen nächsten Schritt in meiner Karriere zu gehen und mich neuen Herausforderungen zu stellen." Die Nähe zur Heimat war dabei nicht ausschlaggebend für ihre Rückkehr: "Natürlich freue ich mich auch darauf, wieder näher an meiner Heimat zu sein, aber das war nicht entscheidend."Ein besonderer Dank gelte der Eintracht für das gegebene Vertrauen. "Mein Fokus liegt nun komplett darauf, die Saison mit der Eintracht so erfolgreich wie möglich abzuschließen."

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Der VfL setzt nach der Verpflichtung von Hoffenheim-Juwel Jule Brand ein erneutes Ausrufezeichen auf dem Transfermarkt. Frohms, so Ralf Kellermann, Sportlicher Leiter der VfL-Frauen, "war mit Blick auf unsere Neuorientierung im Tor die absolute Wunschlösung." Die Torfrau habe sich in Freiburg und Frankfurt mit starken Leistungen für die Nationalmannschaft empfohlen und "ist in dieser Zeit auch als Persönlichkeit noch einmal gereift. Von daher ist nun der perfekte Zeitpunkt gekommen, jenen Weg, den Merle bei uns 2011 als 16-Jährige bei uns begonnen hat, fortzusetzen."

Frankfurt hätte die Torhüterin gern behalten. Sportdirektor Siegfried Dietrich sagt: "Wir bedauern es natürlich, dass Merle Frohms nach zwei Jahren als Stammtorhüterin Frankfurt verlassen und sich dem VfL Wolfsburg anschließen wird, um nahe ihrer Heimat Almuth Schult zu ersetzen." Aber: "Merle hat sich in dieser Zeit hier in Frankfurt etabliert, sportlich enorm weiterentwickelt und ist zur Führungspersönlichkeit im deutschen Frauenfußball gereift – und hat somit ihren Status als Nummer 1 bei den DFB-Frauen bekräftigen können!" Der derzeitige Tabellenvierte bedanke sich für Frohms' engagierte Leistungen und wünsche ihr alles Gute für die Zukunft. "Ich bin aber davon überzeugt, dass Merle in den zunächst nun noch im Adler-Trikot anstehenden Herausforderungen alles geben wird, um mit uns die Saison erfolgreich abzuschließen!"

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