03. September 2020 / 16:02 Uhr

Modus, DFB-Gegner, Termine, TV-Übertragungen: Die wichtigsten Infos zum Start der Nations League 

Modus, DFB-Gegner, Termine, TV-Übertragungen: Die wichtigsten Infos zum Start der Nations League 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Das deutsche Team um Bundestrainer Joachim Löw und Mittelfeldmann Toni Kroos will bei der Neuauflage der Nations League erfolgreich sein. Im Vorjahr gewann Portugal mti Superstar Cristiano Ronaldo den seinerzeit neuen Wettbewerb.
Das deutsche Team um Bundestrainer Joachim Löw und Mittelfeldmann Toni Kroos will bei der Neuauflage der Nations League erfolgreich sein. Im Vorjahr gewann Portugal mti Superstar Cristiano Ronaldo den seinerzeit neuen Wettbewerb. © imago/Belga/Montage
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Am Donnerstag startet die Nations League in ihre zweite Spielzeit. Deutschland trifft zum Auftakt auf die Auswahl Spaniens. Der SPORTBUZZER gibt vorab einen Überblick zum Spielmodus, den DFB-Gegnern und den Terminen. Zudem erfahrt ihr, wo ihr die Spiele im TV sehen könnt.

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Bevor die neue Saison in der Bundesliga am 18. September mit dem Spiel des FC Bayern gegen Schalke 04 eröffnet wird, stehen für die deutschen Nationalspieler zwei Partien in der Nations League an. Nach rund zehn Monaten coronabedingter Länderspielpause bestreitet das DFB-Team am Donnerstag gegen Spanien (20.45 Uhr, ZDF) den ersten Spieltag der Nations League nach dem Fußball-Lockdown. Doch in welchem Modus wird die Nations League, die nach der Debüt-Saison 2018/19 nun zum zweiten Mal stattfindet, ausgetragen? Gegen welche Gegner muss Deutschland ran? Und warum stieg die DFB-Elf trotz der sportlichen Misserfolge in der vergangenen Saison nicht aus der Spitzen-Gruppe ab? Der SPORTBUZZER liefert die Antworten:

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In welchem Modus wird gespielt?

Insgesamt nehmen 55 Nationen an der neuen Nations-League-Saison teil. Sie werden auf die Ligen A bis D aufgeteilt und treten dort in insgesamt 14 Gruppen gegeneinander an. Die Teams treffen in Hin- und Rückspielen aufeinander. Die Ligen B,C und D spielen um den Aufstieg in die nächsthöhere Liga. In Liga A machen die Teams den Nations-League-Sieger unter sich aus. Die vier Gruppensieger in Liga A qualifizieren sich für das "Final Four" und dürfen um den Pokal kämpfen. Die vier Gruppenletzten steigen am Ende in die Liga B ab - ebenso die Letzten der Gruppen B und C.

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Auf welche Gegner trifft das DFB-Team?

Nach dem Spiel gegen die Spanier am Donnerstag trifft das Löw-Team am kommenden Sonntag in Basel auf die Schweiz (20.45 Uhr). Die nächsten Spiele stehen im Oktober auf dem Programm. Erst geht es gegen die Ukraine (10. Oktober, Spielort noch unbekannt) und im Anschluss daran steht am 13. Oktober bereits das Rückspiel gegen die Schweizer in Köln an. Im November folgen dann die Spieltage fünf und sechs - und damit die letzten Partien der Gruppenphase. Am 14. November geht es in Leipzig erneut gegen die Auswahl der Ukraine, drei Tage später (17. November) schließt die Löw-Mannschaft die Gruppenphase mit einem Auswärtsspiel in Spanien (Spielort noch unbekannt) ab.

Welchen Stellenwert hat die Nations League?

Durch die coronabedingte Verschiebung der EM ins kommende Jahr ist die Nations League die einzige Möglichkeit für die Teams, Punkte für die Weltrangliste der FIFA zu sammeln. Nach dieser werden schließlich im November die Lostöpfe für die Qualifikation für die WM 2022 in Katar zusammengestellt. Aktuell befindet sich das DFB-Team noch unter den zehn besten Teams in Europa - und dürfte damit als möglicher Gruppenkopf auf vergleichsweise einfache Gegner in der Quali hoffen. Doch durch Niederlagen in der Nations League könnte Deutschland schnell aus den Top 10 fallen - und dann würden den Deutschen starke Gegner wie Weltmeister Frankreich oder auch Europameister drohen.

Das DFB-Team steht also unter Zugzwang und muss liefern. Aufgrund der coronabedingten Verschiebungen von Europa- und Champions League werden jedoch nicht auf alle deutschen Stars zum Einsatz kommen. Wie erwartet nicht im Aufgebot der Nationalmannschaft für die Spiele gegen Spanien und die Schweiz stehen die vier Münchner Champions-League-Sieger Manuel Neuer, Joshua Kimmich, Leon Goretzka und Serge Gnabry sowie die Leipziger Halbfinalisten Lukas Klostermann und Marcel Halstenberg, auf die Löw freiwillig verzichtet.

Warum ist Deutschland noch in der Spitzengruppe?

Eigentlich hätte Deutschland neuen Auflage der Nations League in der B-Gruppe spielen müssen. Denn sportlich enttäuschte die Mannschaft in der letzten Saison auf ganzer Linie und wurde in der Gruppe mit den Gegnern Niederlande und Frankreich mit nur zwei Punkten Letzter. Doch Löw und Co. profitierten von einer Reform der UEFA. In der neuen Saison dürfen 16 statt wie ursprünglich geplant zwölf Teams in der A-Liga spielen.

Trotz der schwachen Leistungen hielt Deutschland so die Klasse am "Grünen Tisch" und darf um den Sieg in der Nations League spielen. Die Reform hat zur Folge, dass in Liga D nur noch sieben Mannschaften übrig sind (Färöer, Lettland, Andorra, Malta, Gibraltar und San Marino), die in eine Vierer- und eine Dreiergruppe eingeteilt wurden.

Wer ist der amtierende Champion?

Portugal gewann die erste Auflage des Wettbewerbs und ist aktueller Titelverteidiger. Im vergangenen Jahr besiegte das Team um Superstar Cristiano Ronaldo die Schweiz im Halbfinale mit 3:1. Im Finale setzten sich die Portugiesen mit 1:0 gegen die Niederlande durch. Das goldene Tor erzielte Concalo Guedes für den amtierenden Europameister.

Der DFB-Kader für die Nations-League-Spiele gegen Spanien und die Schweiz

Am 3. September trifft die Nationalmannschaft in der Nations League in Stuttgart auf Spanien, drei Tage später geht es in Basel gegen die Schweiz. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt den Kader von Bundestrainer Löw für die Partien – mitsamt drei DFB-Neulingen! Zur Galerie
Am 3. September trifft die Nationalmannschaft in der Nations League in Stuttgart auf Spanien, drei Tage später geht es in Basel gegen die Schweiz. Der SPORTBUZZER zeigt den Kader von Bundestrainer Löw für die Partien – mitsamt drei DFB-Neulingen! ©

Wo werden die Spiele im TV zu sehen sein?

Die sechs Spiele mit Beteiligung des DFB-Teams sind alle live im Free-TV zu sehen. Gezeigt werden die Partien von ARD und ZDF. Die Spiele gegen Spanien (Donnerstag) und gegen die Schweiz (Sonntag) werden beide im ZDF zu sehen sein. Um 20.15 Uhr startet der Sender mit den Übertragungen. Experte wird Per Mertesacker sein, der die Nachfolge von Oliver Kahn antritt. Spiele ohne deutsche Beteiligung werden von der Streamingplattform DAZN übertragen.