06. September 2020 / 10:15 Uhr

Statistik, Spielort, Personal: Die wichtigsten Fakten zum Spiel des DFB-Teams in der Schweiz

Statistik, Spielort, Personal: Die wichtigsten Fakten zum Spiel des DFB-Teams in der Schweiz

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Deutschland muss für die zweite Partie der neuen Nations-League-Saison in die Schweiz reisen.
Deutschland muss für die zweite Partie der neuen Nations-League-Saison in die Schweiz reisen. © imago images/ULMER Pressebildagentur/AP/Montage
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Am Sonntag trifft die deutsche Nationalmannschaft in der zweiten Partie der neuen Nations-League-Auflage in Basel bereits zum 53. Mal auf Nachbarland Schweiz. Der SPORTBUZZER blickt vor dem Duell auf die wichtigsten Zahlen und Fakten rund um das Spiel.

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Am 2. Spieltag in Liga A der Nations League trifft die DFB-Elf von Bundestrainer Joachim Löw am Sonntag (20.45 Uhr) in Basel auf die Schweiz. Für beide Nationen verlief der Start holprig. Die deutsche Mannschaft kassierte zum Auftakt gegen Spanien (1:1) in der Nachspielzeit den bitteren Ausgleich. Die Schweiz verlor ihr erstes Spiel gegen die Ukraine mit 1:2. Einen Sieg können beide Nationen vor dem 53. Duell der Ländernachbarn also gut gebrauchen. Zumindest die statistischen Rahmenbedingungen könnten für die DFB-Elf schlechter sein. Hier findet ihr die wichtigsten Zahlen und Fakten rund um die Partie im Überblick.

STATISTIK: Die deutsche Nationalmannschaft bestreitet am Sonntag in Basel gegen die Schweiz ihr insgesamt 963. Länderspiel. In der positiven DFB-Bilanz stehen 559 Siege, 196 Remis und 207 Niederlagen bei einem Torverhältnis von 2162:1128.

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BUNDESTRAINER: Für Joachim Löw ist es im 15. Jahr als Bundestrainer die 183. Partie. 117 Siegen stehen 30 Niederlagen bei 35 Unentschieden gegenüber. Löw geht im kommenden Sommer bei der um ein Jahr verschobenen EM in sein siebtes Turnier. Das schaffte kein Bundestrainer vor ihm.

BASEL: An den St. Jakob-Park in Basel, unweit seiner Heimat Freiburg, hat Löw sehr unterschiedliche Erinnerungen. Im EM-Viertelfinale 2008 musste er das 3:2 gegen Portugal nach einer UEFA-Sperre aus einer Loge verfolgen. Der heutige Bayern-Trainer Hansi Flick vertrat ihn erfolgreich an der Seitenlinie. Wenige Tage später gelang dort wieder mit Chef Löw durch das 3:2 gegen die Türkei der Finaleinzug. Beim EM-Test 2012 setzte es ein 3:5 gegen die Eidgenossen, vier Jahre zuvor lief es beim 4:0 deutlich besser. Solch ein Auf und Ab hat Tradition. Auf dem Weg zum Wunder von Bern spielte die DFB-Elf bei der WM 1954 in Basel zunächst 3:8 in der Gruppenphase gegen Ungarn und gewann das Halbfinale 6:1 gegen Österreich.

Die Schweiz als Dauerkontrahent der DFB-Auswahl

SCHWEIZ: 52 Mal spielte Deutschland schon gegen die Schweiz. Gegen keinen Gegner trat die DFB-Elf seit 1908 häufiger an. Auch die Länderspiel-Premiere vor 112 Jahren fand in Basel statt - und endete mit einem 3:5. 1950 siegte Deutschland im ersten Spiel nach dem Zweiten Weltkrieg gegen die Eidgenossen in Stuttgart 1:0. 1990 gab es beim ersten Spiel der wiedervereinigten DFB-Elf dort ein 4:0. Der deutsche Einfluss auf die aktuelle Mannschaft von Trainer Petkovic ist unverkennbar. Beim 1:2 in der Ukraine standen am Donnerstag elf Spieler in der Startformation, die derzeit in der Bundesliga spielen oder dort schon aktiv waren.

NATIONS LEAGUE: In der Nations League wartet die Nationalmannschaft weiter auf ihren ersten Sieg. Bei der Premierenauflage 2018 gab es gegen Frankreich und die Niederlande je ein Remis und eine Niederlage. Gegen die Schweiz soll nach dem 1:1 gegen Spanien nun im sechsten Anlauf der erste Dreier eingefahren werden. Sonst gerät in der Gruppe 4 der Liga A der Spitzenrang möglicherweise schon wieder außer Sichtweite. Nur als Gruppenprimus qualifiziert man sich für das Finalturnier Anfang Juni 2021 kurz vor dem EM-Start.

KADER: Toni Kroos braucht noch drei Länderspiele bis zur 100er-Marke. Mit 97 Länderspielen ist er der mit Abstand erfahrenste Akteur im Aufgebot. In Abwesenheit von Kapitän Manuel Neuer (92 Länderspiele) folgen dahinter Julian Draxler, der bislang 52 Mal für Deutschland spielte, Ilkay Gündogan (38), Julian Brandt (31) und Antonio Rüdiger (31). Gegen Spanien kamen Timo Werner und Matthias Ginter zu ihrem jeweils 30. Länderspiel. Robin Gosens feierte seine Premiere. Noch ohne Länderspiel-Einsatz sind im aktellen Kader nur Torwart Oliver Baumann und der Gladbacher Florian Neuhaus.

Toni Kroos auf Torejagd

TORSCHÜTZEN: Toni Kroos hat mit 17 Toren auch die meisten Treffer aller Spieler im Kader erzielt. Die beste Trefferquote hat aber Timo Werner. Der neue Chelsea-Stürmer traf gegen Spanien im 30. Spiel zum zwölften Mal im DFB-Trikot. Seine Geburtsstadt Stuttgart liegt Werner. Hier traf er 2017 beim 6:0 gegen Norwegen sogar doppelt.

Der DFB-Kader für die Nations-League-Spiele gegen Spanien und die Schweiz

Am 3. September trifft die Nationalmannschaft in der Nations League in Stuttgart auf Spanien, drei Tage später geht es in Basel gegen die Schweiz. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt den Kader von Bundestrainer Löw für die Partien – mitsamt drei DFB-Neulingen! Zur Galerie
Am 3. September trifft die Nationalmannschaft in der Nations League in Stuttgart auf Spanien, drei Tage später geht es in Basel gegen die Schweiz. Der SPORTBUZZER zeigt den Kader von Bundestrainer Löw für die Partien – mitsamt drei DFB-Neulingen! ©

SCHIEDSRICHTER: Der Engländer Michael Oliver leitet die Partie in Basel. Unter dem 35-Jährigen aus Northumberland ist die DFB-Elf bislang sieglos. 2015 leitete er das 2:2 im Test gegen Australien, zwei Jahre später pfiff Oliver das 1:1 in Dänemark kurz vor dem Confed-Cup. Die Schweizer haben gute Erinnerungen: Oliver war Schiedsrichter beim 6:0 in der Nations League vor zwei Jahren gegen Island.

Deutschland ist vor dem Duell mit der Schweiz der Favorit. Legt man jedoch die gegnerbezogene Statistik zu Grunde, könnte es für die deutsche Mannschaft eng werden. Der letzte Test gegen die Eidgenossen ging mit 3:5 verloren, in der vergangenen Nations-League-Saison stellte die Schweiz das DFB-Team, das erst durch eine Reform des Wettbewerbs den Klassenerhalt in Liga A sicherte, mit ihrem vierten Platz deutlich in den Schatten. Und auch die Schiedsrichteransetzung macht der DFB-Elf nur wenig Mut. Es bleibt abzuwarten, ob die Zahlen Recht behalten.