14. November 2020 / 18:50 Uhr

DFB-Team gegen die Ukraine und Spanien gefordert: Diesen Einfluss hat die Nations League auf die WM-Qualifikation

DFB-Team gegen die Ukraine und Spanien gefordert: Diesen Einfluss hat die Nations League auf die WM-Qualifikation

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Das Abschneiden in der Nations League hat Einfluss auf die Ausgangssituation bei der WM-Qualifikation.
Das Abschneiden in der Nations League hat Einfluss auf die Ausgangssituation bei der WM-Qualifikation. © imago images/Montage
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Die Nations League biegt mit den letzten beiden Spielen der Gruppenphase auf die Zielgerade ein. Wie ist der Stand mit Blick auf den Einzug ins Final Four - und welchen Einfluss hat der Wettbewerb auf die WM-Qualifikation? Der SPORTBUZZER gibt einen Überblick.

Mit zwei Spielen in der Nations League geht für die deutsche Nationalmannschaft das Länderspiel-Jahr 2020 zu Ende. Für das DFB-Team wird es nach dem Test gegen Tschechien nochmal Ernst - denn gegen die Ukraine am Samstag (20.45 Uhr/ZDF) geht es nicht nur darum, sich vor dem Duell in Spanien drei Tage später noch Chancen auf das Final Four der besten vier Mannschaften zu erhalten. Auch die Ausgangsposition für die WM-Qualifikation steht auf dem Spiel. Warum? Nun ja, das ist nicht ganz unkompliziert.

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Die Auslosung der WM-Quali-Gruppen findet am 7. Dezember statt. Nach Austragung der Spiele lösen die zehn Gruppensieger direkt das Ticket für das Turnier im Dezember 2022 in Katar. Weitere drei Plätze werden über Playoffs vergeben - und da kommt das Abschneiden in der Nations League ins Spiel. Denn: Hier dabei sind neben den zehn Gruppenzweiten der Quali auch die beiden besten Gruppensieger der Nations League - vorausgesetzt, diese haben sich nicht direkt für die WM oder Playoffs qualifiziert.

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Auch mit Blick auf die FIFA-Weltrangliste sind die anstehenden Partien gegen die Ukraine und in Spanien wichtig. Die zehn besten europäischen Teams des Rankings liegen bei der Auslosung der WM-Qualifikation in Topf 1. Deutschland ist derzeit auf Rang neun. Sollte das DFB-Team noch aus den Top Ten und damit in Lostopf 2 purzeln, drohen in der WM-Quali Hammer-Gegner wie Spanien, Frankreich oder England - und damit ein schwieriger Weg zur Weltmeisterschaft.

In der Nations League selbst geht es indes noch um den Einzug in die Finalrunde: Die Sieger der A-Ligen qualifizieren sich für das im Oktober 2021 stattfindende Final Four, alle übrigen Staffelgewinner schaffen den Aufstieg, während es für alle Gruppenletzten in die jeweils nachgeordnete Liga geht. Der SPORTBUZZER blickt auf die beiden Topligen A und B: Wie ist der Stand nach den bisher letzten Spielen Mitte Oktober?

Liga A, Gruppe 1

Bayern-Star Robert Lewandowski hatte Polen im Oktober per Doppelpack nicht nur zu einem 3:0 gegen Bosnien-Herzegowina, sondern auch an die Spitze der ersten A-Liga-Gruppe geschossen. Hauptkonkurrent Italien war gegen Vorjahresfinalist Holland nicht über ein 1:1 hinaus gekommen. Nach vier Spieltagen haben die Polen sieben Punkte, Italien steht bei sechs, Holland bei fünf und Bosnien-Herzegowina bei zwei.

Liga A, Gruppe 2

Die 0:1-Pleite gegen Dänemark hätte England nicht passieren dürfen. Das Team von Gareth Southgate rutschte vom ersten auf den dritten Platz ab. Leader sind nun die Belgier, die Island mit 2:1 besiegten und mit neun Zählern vor Dänen und Engländern stehen, die je sieben Punkte aufweisen. Island bleibt punktloses Schlusslicht der Gruppe und steht als bislang einzige Nation als Absteiger in die B-Liga fest.


Liga A, Gruppe 3

Europameister Portugal scheint auf einem guten Weg, den Vorjahreserfolg in der Nations League zu wiederholen. Die Iberer besiegten im bisher letzten Spiel Schweden mit 3:0 und sind weiter Spitzenreiter der dritten Gruppe. Der Angriff von Weltmeister Frankreich, das die Wiederauflage des WM-Endspiels von 2018 gegen Kroatien mit 2:1 für sich entschied, wurde abgewehrt. Die Portugiesen und die Franzosen, die als deutsche Gruppengegner bei der EM feststehen, liegen mit je zehn Punkten gleichauf und haben den Klassenerhalt sicher. Kroatien (3) und die punktlosen Schweden sind abgeschlagen und müssen um den Ligaverbleib zittern.

Liga A, Gruppe 4

Deutschland verpasste es beim 3:3 gegen die Schweiz, aus der Niederlage von Spanien in der Ukraine (0:1) Kapital zu schlagen. Die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw bleibt einen Punkt hinter den Spaniern. Die Iberer führen die letzte A-Liga-Gruppe mit sieben Punkten vor Deutschland und der Ukraine (beide 6) an, die Schweiz konnte bisher zwei Zähler sammeln und bleibt abgeschlagen.

Liga B

In der Staffel B1 haben Österreich und Norwegen nach ihren Siegen gegen Rumänien und Nordirland (jeweils 1:0) sowohl den Klassenerhalt sicher als auch weiterhin gute Chancen, an den letzten Spieltagen den Aufstieg in die A-Liga zu schaffen. Dabei zeichnet sich ein Showdown am Finaltag ab, wenn es in Wien zum direkten Duell kommt. Beide stehen punktgleich bei neun Zählern. Für Rumänien (4) und Nordirland (1) geht es in den letzten Spielen nur darum, nicht in die C-Liga abzusteigen. Auch hier kommt es am 18. November in Belfast zum womöglich entscheidenden direkten Duell.

Die seit neun Spielen ungeschlagenen Schotten haben nach ihrer fixen EM-Quali in der B2-Staffel beste Karten, aufzusteigen. Nach dem 1:0 gegen Tschechien stehen die Briten bei zehn Punkten, die Tschechen bei sechs. Ein Remis aus den letzten beiden Spielen könnte den Schotten angesichts der besseren Tordifferenz schon reichen, um in die A-Liga zu springen - ein Sieg in jedem Fall. Israel (5) kann den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen, der Slowakei (1) droht der Abstieg.

Eng ist der Kampf um Aufstieg und Abstieg in der stark besetzten dritten B-Staffel, wo Tabellenführer Russland (8) und Ungarn (7) beinahe gleichauf liegen, die Türkei (3) und Serbien (2) bereits leicht abgeschlagen folgen. Selbst die Russen und die Ungarn könnten in den letzten beiden Spielen bei Niederlagen gegen die Serben und die Türken allerdings noch bis auf den letzten Platz zurückfallen.

Auch in B4 ist noch nichts entschieden: Gute Karten auf den Aufstieg haben Wales und Finnland, die mit zehn respektive neun Punkten nach Siegen gegen Irland (2) und Bulgarien (1) fast Kopf an Kopf liegen. Lösen die Teams ihre Pflichtaufgaben am vorletzten Spieltag (Wales trifft auf Irland, Finnland reist nach Bulgarien), kann es am 18. November in Cardiff noch um den Aufstieg gehen. Zeitgleich treffen in Dublin Iren und Bulgaren aufeinander; dort wird sich entscheiden, wer auch in der kommenden Saison in der zweithöchsten Nations-League-Klasse ran darf.