01. Juli 2018 / 18:45 Uhr

"Natürlich möchte ich gern Profi-Fußballer werden"

"Natürlich möchte ich gern Profi-Fußballer werden"

Redaktion Sportbuzzer
Der Neu-Schalker Noah Mutanda (l.) mit seinem Vater Ben in der Wohnung der Familie in Rosdorf.
Der Neu-Schalker Noah Mutanda (l.) mit seinem Vater Ben in der Wohnung der Familie in Rosdorf. © Foto: Brömsen
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Mit Noah Mutanda aus Rosdorf wechselt ein weiteres Fußballtalent aus der Region Göttingen in ein Nachwuchsleistungszentrum zum FC Schalke 04. Dafür muss der Spieler des Jahrgangs 2005 samt seiner Familie in den „Pott“ nach Gelsenkirchen umziehen.

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„Eigentlich war mit RB Leipzig schon alles klar,“ sagt Vater Benjamin Mutanda. Seit gut einem halben Jahr war der 13-jährige Noah regelmäßig bei RB zum Training, aber auch bei diversen Turnieren der D-Junioren mit dabei.

Bei einem Turnier in Halle wurde Noah aber auch vom FC Schalke 04 entdeckt. „Herr Gebler hatte Noah bei dem Turnier gesehen. Er hatte einen Super-Tag. Dann sagte der Moderator noch durch, dass er nur Gastspieler sei, und so wurde Schalke auf ihn aufmerksam“, beschreibt sein Vater. Zwei Tage später kam dann schon der Anruf über seinen damaligen Verein, 1. SC Göttingen 05, der die Familie informierte. „Noah war eigentlich schon Teil der Mannschaft bei RB – dennoch haben wir uns Schalke einfach mal angeschaut“, berichtet Ben Mutanda. „Es war der beste Empfang, den wir bei allen Bundesligavereinen hatten – das hat auch mit den Ausschlag gegeben.“

Beeindruckender Empfang „Auf Schalke“

Nicht nur die Besichtigung des Trainingsgeländes und des Internats, sondern auch das Bundesligaspiel zwischen Schalke 04 und Hoffenheim stand auf dem Programm. „Schon auf der Heimreise hat sich viel im Kopf bewegt, weil wir ja eigentlich schon in Leipzig zugesagt hatten. Als ich meinen Sohn zu Hause dann fragte, sagte er sofort Schalke – somit war auch unsere Entscheidung gefallen“, skizziert Mutanda die Entscheidungsfindung.

Der Rosdorfer betont, dass sowohl Leipzig als auch Schalke sich sehr, auch um den Umzug der Familie, gekümmert haben. „Aus der Knappenschmiede sind so viele Spieler Profis geworden. Vielleicht hat das auch unsere Entscheidung mit beeinflusst“, ergänzt Mutanda. Vater Ben fand über seinen derzeitigen Arbeitgeber Zufall einen Arbeitsplatz in Gelsenkirchen, und auch die Wohnung soll Anfang August fertig sein.

Noah Mutanda über seine Zukunft beim FC Schalke 04

"Ich freue mich auf ein geiles Team"


„Ich freue mich auf ein geiles Team, geile Turniere und dass ich an meine Grenzen gehen kann. Klar ist es schade, dass ich meine Freunde nicht mehr so oft sehe, aber ich bin nicht schüchtern und werde mich schnell mit Spielern aus dem Team anfreunden“, sagt Noah. Auf die Frage nach seinem bisherigen Highlight antwortet der 13-Jährige: „Nach meiner Verletzung habe ich mit Leipzig gegen Wolfsburg drei Tore erzielt und zwei vorbereitet. Natürlich würde ich gerne Profi, sonst würde ich nicht extra umziehen.“ Den defensiven Mittelfeldspieler zeichnen insbesondere seine Zweikampfstärke, die Balleroberung, aber auch gute Offensivaktionen und Torgefährlichkeit aus. „Manchmal gebe ich nicht 100 Prozent und bin ein wenig fahrlässig“, gibt Noah auch seine kleinen Schwächen zu. Der Spanier Isco, der als offensiver Mittelfeldspieler agiert, ist Noahs Vorbild.

„Schalke hat einen genauen Plan mit Noah, auf welcher Position er spielen soll. Der Chef der Akademie kam direkt nach Rosdorf – das zeigt das große Interesse“, sagt Berater Lutz Renneberg. „Dass es mit Schalke 04 geklappt hat, ging nur durch den Umzug der Familie. Das familiäre Umfeld ist in dem Alter besonders wichtig. Es haben sich zwar sehr viele Vereine bemüht, Schalke jedoch am meisten“, ergänzte  Renneberg.

"Ich freue mich für Noah. Auch wenn es für uns ein lachendes und weinenden Auge ist. Noah ist physisch sehr stark und hat sich die letzten zwei Jahre sehr gut entwickelt. Auf Schalke wird er super Bedingungen vorfinden. Wir werden seinen Weg weiter verfolgen", sagte U13-Trainer Jan Steiger vom 1. SC Göttingen 05. Noah kam in der abgelaufenen Serie bereits bei der U14 der Schwarz-Gelben zum Einsatz.

Von Jan-Philipp Brömsen

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