15. April 2019 / 12:37 Uhr

"Natürlich spiele ich zu wenig": Tisserand ist unzufrieden beim VfL Wolfsburg

"Natürlich spiele ich zu wenig": Tisserand ist unzufrieden beim VfL Wolfsburg

Tim Lüddecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ich brauche die Spiele: VfLer Marcel Tisserand.
"Ich brauche die Spiele": VfLer Marcel Tisserand. © imago images / regios24
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Seine fünf Einsätze für den VfL Wolfsburg in dieser Saison sind zu wenig für Marcel Tisserand – der kongolesische Nationalspieler macht seine Zukunft nach dem Afrika Cup auch vom neuen Trainer abhängig.

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Fünf Monate hatte Marcel Tisserand beim VfL zuletzt keine Rolle gespielt, zumindest in Form von Einsatzzeiten. Dass er nun bei der 0:2-Niederlage bei RB Leipzig erstmals wieder in der Startelf stand, lag bekanntlich aber nur daran, dass sich durch die verletzungsbedingten Ausfälle der beiden Wolfsburger Rechtsverteidiger William und Paul Verhaegh kurzfristig eine Lücke aufgetan hatte, die der Kongolese füllte. Für dieses eine Spiel. Ansonsten sind seine Perspektiven für die restliche Saison eher überschaubar – das lässt ihn auch über seine eigene Zukunft nachdenken.

Denn die bisherigen fünf Liga-Einsätze in dieser Spielzeit stellen Tisserand nicht zufrieden: „Natürlich spiele ich zu wenig, ich brauche die Spiele.“ Der Nationalspieler der Demokratischen Republik Kongo sagt das vor allem auch mit Blick auf den im Juni und Juli anstehenden Africa Cup in Ägypten. Dort wird der 15-malige Nationalspieler zwar in der Innenverteidigung gesetzt sein, doch auch in Wolfsburg wäre er das gern wieder.

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Dabei machte ihm ausgerechnet ein im November bei der Nationalmannschaft erlittener Muskelfaserriss im Oberschenkel (Tisserand erlitt in seiner Wolfsburger Zeit auch zwei Sehnenrisse) einen Strich durch die Rechnung. Zuvor hatte er sich eigentlich den Stammplatz in der Innenverteidigung neben John Anthony Brooks erkämpft, absolvierte zwischen Spieltag neun und elf drei Spiele über die volle Distanz – und verdrängte Robin Knoche damit auf die Bank. Doch als Tisserand für den Rest der Hinrunde ausfiel und der VfL diesen beachtlichen Schlussspurt (fünf Siege aus sechs Spielen) hinlegte, sammelte Knoche reichlich Kredit.

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„Vor meiner Verletzung habe ich gespielt, dann war es schwer für mich“, so Tisserand, „ich hoffe, ich spiele in den letzten Spielen wieder mehr, aber das muss der Trainer entscheiden“. Der Profi, der 2017 vom FC Ingolstadt für insgesamt zehn Millionen Euro (erst Leihe, dann Kaufoption) gekommen war, will im Sommer erst mal den Africa Cup spielen „und dann gucken, ob der neue Trainer mich braucht, oder ob er mich nicht braucht“.

"Guter Punkt für mich"

Für den 26-Jährigen spricht seine Flexibilität, das weiß er auch selbst: „Das ist ein guter Punkt für mich, dass ich links und auf der Sechs spielen kann. Wenn die Mannschaft da ein Problem hat, dann spiele ich auch da. Aber meine Position ist die des Innenverteidigers“, sagt Tisserand.

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