30. Oktober 2020 / 23:17 Uhr

Nauhan Barbosa Dos Santos ebnet mit Doppelpack den Weg zum Sieg für Mecklenburg Schwerin

Nauhan Barbosa Dos Santos ebnet mit Doppelpack den Weg zum Sieg für Mecklenburg Schwerin

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Nauhan Barbosa Dos Santos netzte für den FC Mecklenburg Schwerin in der 52. und 53. Minute.
Nauhan Barbosa Dos Santos netzte für den FC Mecklenburg Schwerin in der 52. und 53. Minute. © Ulf Lange
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Der Spitzenreiter der Verbandsliga gewinnt am Freitagabend das Topspiel mit 4:0 beim Güstrower SC. Die Gäste erzielen alle Treffer nach dem Wiederanpfiff.

Klare Sache im Spitzenspiel der Verbandsliga: Tabellenführer FC Mecklenburg Schwerin (jetzt 18 Punkte) hat sich am Freitagabend auswärts bei seinem Verfolger Güstrower SC (jetzt 3. Platz/13 Punkte) mit 4:0 (0:0) durchgesetzt. Die Gäste entschieden die Partie auf Kunstrasen im zweiten Durchgang für sich und fügten dem GSC die erste Niederlage im achten Ligaspiel zu.

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Schwerins Coach Stefan Lau war froh, dass seine Elf trotz einiger vergebener Chancen im torlosen ersten Durchgang hartnäckig geblieben war. GSC-Keeper Florian Kirsch musste mehrmals abwehren. „Die Jungs wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen. Gerade nach dem ersten Treffer in der zweiten Hälfte sind wir druckvoll geblieben und haben nachgelegt", sagte der 39-Jährige.

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Sein Spieler Nauhan Barbosa Dos Santos (52., 53.) hatte mit einem Doppelschlag binnen zwei Minuten die Landeshauptstädter mit 2:0 in Führung gebracht. Wenig später legte Nico Zapel (56.) den dritten FCM-Treffer nach. Für die Güstrower war der Drei-Tore-Rückstand eine zu hohe Hypothek. Das sah auch GSC-Trainer Holger Scherz so: „Schon die ersten zwei Gegentore waren der Genickbruch für uns. Der Sieg war für die Schweriner am Ende auch in der Höhe verdient." In der 78. Minute markierte FCM-Kicker Rafael Da Silva Cruz noch das 4:0.

Damit werden die Schweriner als Tabellenführer in die mindestens vierwöchige Corona-Zwangspause gehen. Für Scherz war der FCM an diesem Tag zu stark, auch weil die Güstrower auf einige Akteure verzichten mussten. Unter anderem waren die beiden Youngster Mitja Thormann und Nik Schuller (wegen Corona-Vorfälle am Güstrower John-Brinkmann-Gymnasium) in Quarantäne. „Gestandene Spieler wie Sava Mihajlovic und Rico Keil waren gerade erst aus vorherigen Verletzungen gekommen. Zudem fehlten mir auf der offensiven Außenbahn auch einige Leute", kommentierte der 50-Jährige.

Aufgrund der Besetzungssorgen auf der Außenbahn warf er Jan Kastl aus der zweiten GSC-Mannschaft in die Startelf. Der Mittelfeldspieler kickte noch bis Sommer für den FC Mecklenburg Schwerin und wechselte dann nach Güstrow. „Er hat seine Sache vernünftig gemacht", bescheinigte Scherz und bilanzierte zum Spiel: „Wenn Sava Mihajlovic kurz vor Pause nicht die Latte sondern das Tor trifft, nimmt das Spiel vielleicht einen anderen Verlauf. Insgesamt waren wir an diesem Tag dem Gegner allerdings nicht gewachsen."

Güstrower SC: Kirsch - Writschan (46. Mazarin), Fichelmann, Bormann, Löhning - Appel, O. Schuller - Kastl (59. Peters), Mihajlovic, Römer - Keil.
FC Mecklenburg Schwerin: Böttcher - Lachnitt, Deters, Gstettner - Ewert (68. Werder), Zapel (79. Janelt), Cunrady, Witkowski, Pekgür - Barbosa Dos Santos (57. Queckenstedt), Da Silva Cruz.
Tore: 0:1, 0:2 Barbosa Dos Santos (52., 53.), 0:3 Zapel (56.), 0:4 Da Silva Cruz (78.).
Schiedsrichter: Marvin Tennes.
Zuschauer: 194.