19. April 2022 / 19:00 Uhr

Naunhof stellt Roßwein schon wieder ein Bein – Döbeln mit Kantersieg

Naunhof stellt Roßwein schon wieder ein Bein – Döbeln mit Kantersieg

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
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Naunhofs Florian Burkert (rechts) im Zweikampf mit Roßweins Stephan Krondorf. © Karsten Hannover
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Osterwetter vom Allerfeinsten, fast 800 Zuschauer, 34 Treffer – das Viertelfinale im Fußball-Kreispokal ließ rein gar nichts zu wünschen übrig. Neben den Leisnigern stehen auch die Frohburger, Döbelner und Naunhofer im Halbfinale und haben sich das diesjährige Pfingstfest im Kalender dick angestrichen. 

Borna/Grimma. Für den SV Blau-Weiß Deutzen wäre es hinüber in die Schusterstadt nur ein Katzensprung gewesen, doch das 1:3 (1:1) gegen den BSV Einheit Frohburg setzte das Stopp-Zeichen und bedeutete das Ende aller Träume. Die 210 Besucher in der Glück-Auf.Sportstätte (darunter eine riesige Anhängerschaft der Rennstädter) sahen die Gäste noch vor Ablauf der Anfangsviertelstunde durch einen Kopfball von Philipp Jacob nach Flanke von Tom Gerstenberger schnell in Führung gehen (11.). Die Einheimischen schlugen allerdings rasch zurück und stellten in Person von Lars Heine beinahe postwendend wieder den Gleichstand her (22.). Dem Schützen war das Leder nach einem Zweikampf zwischen Sandy Eisert und Andre Spranger vor die Füße gefallen, sein überlegter 18-Meter-Schuß schlug ein wie geplant.

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Im zweiten Durchgang war es abermals Philipp Jacob, welcher die Elf von der Wyhra abermals in Front brachte (48.). Erneut leistete Tom Gerstenberger die Vorarbeit, dann war freie Bahn, die keineswegs scharf getretene Kugel wurde immer länger und landete im Blau-Weiß-Kasten. Sven Möbius war es schließlich vorbehalten, nach einer eigentlich eher ungefährliche Szene die Entscheidung zu Gunsten der diesmal von Assistenztrainer Mirko Deißner als Vertreter vom sich im Urlaub befindlichen Chefcoach Swen Licht betreuten Frohburger zu erzwingen (71.).

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In der „Clade“ behielt der SV Naunhof gegen den Roßweiner SV hauchdünn mit 3:2 (1:1) die Oberhand. Zur Galerie
In der „Clade“ behielt der SV Naunhof gegen den Roßweiner SV hauchdünn mit 3:2 (1:1) die Oberhand. ©

Der sicher leitende Unparteiische Christopher Tauchmann vom TSV Kohren-Sahlis durfte sich in einem wohltuend fairen Regional-Duell mit dem Zücken zweier gelber Karten begnügen. Letztlich ein trotz ungenügender Chancen-Verwertung (zu ungenau, zu überhastet, schlecht genutzte 1:1-Situationen) nicht unverdientes Weiterkommen des BSV. Denn die Einheit-Truppe legte im Vergleich zum Großsteinberg-Spiel eine Leistungssteigerung hin, ohne von einer überragenden Vorstellung sprechen zu können. Die auf Konter lauernden und häufig mit weiten Bällen operierenden Deutzener standen im Abwehrzentrum sehr stabil, auf den defensiven Außenpositionen waren sie allerdings verwundbar.

In offensiver Hinsicht war beim Platzbesitzer über eine Stunde hinweg lediglich der Ausgleichstreffer eine Erwähnung wert. Im weiteren Verlauf des Spieles fehlte jedoch zweimal die nötige Portion Glück, als der Ball den Pfosten küsste beziehungsweise die Querlatte um wenige Zentimeter verfehlte. Am Samstag stehen sich beide Mannschaften an gleicher Stelle im Punktekampf bereits wieder gegenüber.

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Hart umkämpftes Match

Einen in dieser Art und Weise nicht für möglich gehaltenen 7:1 (2:0)-Kantersieg konnte der seinen Aufwärtstrend fortsetzende Döbelner SC gegen den SV Tresenwald Machern feiern. Ein Ergebnis, welches im Heinz-Gruner-Sportpark vor 208 Fans jedoch erst nach einer Stunde Spielzeit so allmählich Gestalt annahm. Bis dahin hatten die Hausherren durch Carlo Schmidt (Schiedsrichter Christian Franke vom SV Eintracht Sermuth wertete die Aktion als Eigentor von Tom Strehle) und den kraftvoll abschließenden Arthur Michel vorgelegt (21., 32.), bevor die Macherner unmittelbar nach dem Seitenwechsel dank des aus Nah-Distanz vollendenden Tobias Schmidt neue Hoffnung schöpfen konnten (46.).

Der zunächst goldrichtig stehende und sich dann energisch durch tankende Anmidu Dadi schoss seine Farben dann allerdings mit einem Doppelschlag in Richtung Schützenfest (60., 68.), ehe alle Dämme brachen. Jonas Dewitz wuchtete einen Strafstoß in die Maschen des Tresenwalder Gehäuses (80.), Carlo Schmidt machte das halbe Dutzend perfekt (82.), Arthur Michel lupfte das Streitobjekt zum deutlichen Endstand ins Netz (90.+2). Das klare Schlussresultat wurde durch zwei Tresenwalder Feldverweise nicht unerheblich begünstigt. Dominik Sonntag bekam aufgrund eines Handspiels den roten Karton unter die Nase gehalten (78.), sein Teamkollege Abdessamade Lamasseb wurde für sein Ballwegschlagen mit der gelb-roten Karte bestraft (82.).

In der Partie beim SV Naunhof ist dem Roßweiner SV anders als den Leisnigern in Ostrau die Revanche für die in der Vorwoche erlittene Punktspielniederlage versagt geblieben. In der „Clade“ behielt der SVN gegen den RSV hauchdünn mit 3:2 (1:1) die Oberhand. In einem hart umkämpften Match (Referee Gian-Luca Menger vom ATSV Frisch Auf Wurzen verteilte sechsmal gelb - 4/2) sahen die 155 anwesenden Zuschauer den Gast durch Toni Messner in Führung gehen (18.). Doch die sich momentan in glänzender Form befindlichen Muldentaler drehten durch Moritz Heidenblut (34.) sowie Doppelpacker Axel Möhring (52., 82.) den Spieß um und beseitigten sämtliche Zweifel am Gewinner dieses Aufeinandertreffens der beiden Staffel-Schwergewichte. Daran vermochte selbst das Anschlusstor von Ronny Marbach (89.) nichts mehr zu ändern.

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