01. Mai 2021 / 13:02 Uhr

Nach Nazi-Vergleich: DFB verzichtet bei Krisengipfel vorerst auf Stellungnahme

Nach Nazi-Vergleich: DFB verzichtet bei Krisengipfel vorerst auf Stellungnahme

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der DFB traf sich am Samstag zum Krisengipfel der Landesverbandschefs in Potsdam.
Der DFB traf sich am Samstag zum Krisengipfel der Landesverbandschefs in Potsdam. © IMAGO/Matthias Koch (Montage)
Anzeige

Nachdem DFB-Präsident Fritz Keller wegen eines Nazi-Vergleichs schwer in Bedrängnis geraten ist, tagen am Wochenende die Landesverbandschefs in Potsdam. Äußern will der Verband sich dazu vorerst nicht.

Anzeige

Der Deutsche Fußball-Bund hat beim Krisengipfel der Landesverbandschefs in Potsdam für diesen Samstag zunächst keine Stellungnahme geplant. Die Tagung, an der auch die DFB-Spitze um Präsident Fritz Keller und Vize Rainer Koch teilnimmt, soll in dem Kongresshotel am Templiner See bis zum Sonntagmittag andauern.

Anzeige

Erwartet wird auch ein Gespräch zwischen Keller und Koch. Der DFB-Präsident war nach einem Nazi-Vergleich in einer Präsidiumssitzung in den vergangenen Tagen schwer unter Druck und in Erklärungsnot geraten. Er hatte Koch Medienberichten zufolge als "Freisler" bezeichnet und so mit Roland Freisler, dem Vorsitzenden des Volksgerichtshofes im Nationalsozialismus, verglichen. Keller hatte sich bei Koch dafür entschuldigt.

Danach waren Rücktrittsforderungen an Keller von vielen Experten und Fans laut geworden. "Millionen Menschen unterstehen dem DFB und ich kann mir nicht vorstellen, dass auch nur einer noch von diesem Präsidenten repräsentiert werden will", schrieb der frühere Nationalspieler Dietmar Hamann in einer Kolumne für Sky.

Keller räumt "schwerwiegenden Fehler" ein

Rücktrittsgedanken lehnte Keller zuletzt ab. Der Funktionär räumte zwar seinen "schwerwiegenden Fehler" ein, schloss einen Rückzug trotz des großen Entsetzens darüber aus. "Ich habe einen Fehler gemacht, aber ich werde die Aufräumarbeiten, für die ich zum DFB geholt und mit 100 Prozent der Stimmen auf dem Bundestag gewählt wurde, zu Ende führen", sagte Keller unter der Woche der Bild.