01. August 2020 / 08:10 Uhr

Bei Nationalhymne: NBA-Profi Jonathan Isaac verweigert Kniefall für Black-Lives-Matter-Bewegung

Bei Nationalhymne: NBA-Profi Jonathan Isaac verweigert Kniefall für Black-Lives-Matter-Bewegung

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jonathan Isaac ist bei der Nationalhymne stehen geblieben.
Jonathan Isaac ist bei der Nationalhymne stehen geblieben. © imago images/ZUMA Wire
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Als erster Profi nach dem Re-Start der Basketball-Liga NBA hat Jonathan Isaac von Orlando Magic den Kniefall während der Nationalhymne verweigert. Der 22-Jährige erklärte seinen Verzicht auf die Geste für die Black-Lives-Matter-Bewegung mit seinem christlichen Glauben.

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Basketball-Profi Jonathan Isaac hat als erster Spieler nach dem Re-Start in der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA nicht an der Protest-Aktion für die Black-Lives-Matter-Bewegung teilgenommen. Anders als seine Kollegen blieb der 22-Jährige von Orlando Magic am Freitagabend (Ortszeit) vor dem Sieg gegen die Brooklyn Nets (128:118) während der Nationalhymne stehen. Alle anderen Spieler und Betreuer gingen in Unterstützung der Protest-Bewegung für soziale Gerechtigkeit auf die Knie.

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Mehr noch: Auch das T-Shirt mit dem Aufdruck "Black Lives Matter" trug Isaac anders als die Kollegen nicht. Nach dem Spiel erklärte der Power Forward – selbst Afroamerikaner –, warum er die Geste abgelehnt hatte: Er glaube nicht, dass der Protest etwas gegen die soziale Unterdrückung in den USA bringe. "Ich glaube nicht, dass Rassismus das einzige Problem ist, das unsere Gesellschaft, unser Land und unsere Welt plagt", sagte er zudem. Und um alle diese Probleme anzugehen, glaube er, "dass die Antwort in der Bibel liegt", sagte der strenggläubige Isaac. Er habe mit seiner Geste keine Unterstützung für Rassismus ausdrücken wollen.

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Mit dem Ausdruck der Unterstützung für die Black-Lives-Matter-Bewegung hatten die NBA-Profis um LeBron James schon am Tag zuvor bei den ersten Spielen nach dem Re-Start der Liga in Disney World begonnen. Die Liga unterstützt den Protest. "Ich respektiere den gemeinschaftlichen Akt des friedlichen Protests und werde unsere langjährige Regel, die das Stehen während der Nationalhymne verlangt, nicht durchsetzen", hatte NBA-Boss Adam Silver dazu gesagt.