07. Juni 2020 / 09:42 Uhr

NBA-Trainer Gregg Popovich: Gewaltsamer Tod von George Floyd für Weiße "beschämend"

NBA-Trainer Gregg Popovich: Gewaltsamer Tod von George Floyd für Weiße "beschämend"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mit eindringlichen und starken Worten hat sich NBA-Coach Gregg Popovich zum Tod von George Floyd und den Protesten gegen Rassismus geäußert. 
Mit eindringlichen und starken Worten hat sich NBA-Coach Gregg Popovich zum Tod von George Floyd und den Protesten gegen Rassismus geäußert.  © imago images/GEPA pictures
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Mit eindringlichen Worten hat sich Basketball-Trainer Gregg Popovich zum gewaltsamen Tod von George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz geäußert. Der Coach des NBA-Teams San Antonio Spurs nahm insbesondere die weiße Bevölkerung in die Pflicht, gegen Rassismus vorzugehen. 

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Basketball-Startrainer Gregg Popovich empfindet „als weißer Mensch“ den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd „beschämend“. Dies sagte der Coach der San Antonio Spurs am Samstag in einem Video des NBA-Teams. Floyd war Ende Mai in Minneapolis (US-Bundesstaat Minnesota) bei einem brutalen Polizeieinsatz ums Leben gekommen. Fast neun Minuten lang hatte ihm ein Polizist das Knie in den Nacken gedrückt. Das rücksichtslose Vorgehen der Polizei sorgte weltweit für Proteste.

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Es sei „beschämend“ für Weiße zu sehen, dass so etwas heute passieren kann, betonte der sichtlich aufgewühlte 71-Jährige: „tatsächlich ein Lynchen zu beobachten“. Aus Büchern kenne jeder die Beschreibungen und Bilder von „schwarzen Menschen, die an Bäumen hängen, aber wir haben es gerade wieder gesehen. Ich hätte nie gedacht, dass ich das mit meinen eigenen Augen sehen würde, ganz real“, bekannte Popovich.

Popovich nimmt weiße Bevölkerung in die Pflicht

Gerade die weiße Bevölkerung müsse gegen Rassismus eintreten und sich für Veränderungen engagieren. „Wir müssen es tun“, forderte Popovich. „Schwarze tragen diese Last seit 400 Jahren“, meinte der Coach. „Der einzige Grund, warum diese Nation Fortschritte gemacht hat, ist die Beharrlichkeit, Geduld und Anstrengung der Schwarzen.“ Popovich hatte zuletzt auch US-Präsident Donald Trump für dessen Verhalten rund um die Proteste gegen Polizeigewalt in den USA scharf kritisiert.

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Gerechtigkeit für den ermordeten George Floyd: BVB-Profi Jadon Sancho mit einer klaren Botschaft nach seinem Treffer zum 2:0 gegen den SC Paderborn am 29. Bundesliga-Spieltag. ©

Als Reaktion auf den Tod von George Floyd demonstrieren etliche Menschen in den USA seit Tagen weitgehend friedlich gegen den anhaltenden Rassismus. Auch in zahlreichen anderen Ländern weltweit zeigen sich viele Menschen solidarisch, darunter auch Spieler und Klub-Vertreter aus der Bundesliga. Trump gehört zu den größten Gegnern der Proteste, äußerte sich insbesondere via Twitter mehrfach in scharfem Ton über die Demonstranten und drohte unter anderem mit einem bewaffneten Einsatz des Militärs.