30. Mai 2021 / 11:54 Uhr

Neele Eckhardt-Noack von der LG Göttingen springt bei Team-EM auf Platz vier

Neele Eckhardt-Noack von der LG Göttingen springt bei Team-EM auf Platz vier

Kathrin Lienig
Göttinger Tageblatt
Bei der Team-EM landete Dreispringerin Neele Eckhardt-Noack kurz vor der 14-Meter-Marke.
Bei der Team-EM landete Dreispringerin Neele Eckhardt-Noack kurz vor der 14-Meter-Marke. © imago
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Wieder einmal einen Einsatz auf internationalem Parkett hatte die Dreispringerin Neele Eckhardt-Noack von der LG Göttingen. Bei der Team-EM in Polen verhinderten die kühlen Temperaturen größere Weiten.

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Donnerstag hin, Sonntag zurück. Bei der Team-Europameisterschaft im polnischen Chorzow war für Neele Eckhardt-Noack alles ein wenig gestrafft. Am Sonnabendabend war die Dreispringerin der LG Göttingen beim Nationenwettkampf gefordert. Mit 13,95 Meter wurde sie Vierte. In diesem Jahr waren statt der acht Nationen dieses Mal nur sieben am Start. Die Ukraine hatte nach zwei Corona-Fällen in der Mannschaft auf einen Start in Chorzow verzichtet. Damit steigt das Land automatisch aus der Super League in die First League ab.

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Die Team-EM wurde, wie bereits in den vergangenen Jahren, mit besonderen Regeln ausgetragen. So hatten die Athletinnen und Athleten bei den Würfen und den Horizontalsprüngen – wie dem Dreisprung – nur drei Versuche, die vier Besten einen weiteren. Eckhardt-Noack war mit 13,89 Meter in den Wettkampf gestartet und verbesserte sich im zweiten Versuch auf 13,95 Meter. Der dritte Sprung war dann ungültig. Beim Bonus-Versuch konnte sich die 28-Jährige nicht mehr an der Konkurrenz vorbeischieben und belegte am Ende Platz vier.

Einen Zentimeter Rückstand auf Dritte

Der Sieg und damit die meisten Punkte in der Länderwertung ging an die Französin Rouguy Diallo (14,12), die zwar nur einmal die 14-Meter-Marke übersprang, aber auch mit ihren beiden anderen gültigen Versuchen (13,90/13,99) im Bereich der Deutschen lag. Auch die Zweitplatzierte Naomi Ogbete aus Großbritannien sprang nur einmal über 14 Meter (14,01), Adrianna Szóstak (Polen) landete mit 13,96 Meter lediglich einen Zentimeter vor Eckhardt-Noack.

Die LGG-Dreispringerin blieb in Polen ein wenig hinter ihren Leistungen vom Saisonstart im Leverkusen zurück. Dort hatte sie die Konkurrenz mit 14,10 Meter gewonnen, später dann noch zwei weitere Sätze über 14 Meter (14,07/14,08) nachgelegt. Dennoch war sie nicht unzufrieden über ihre 13,95 Meter. „Das Ergebnis ist vollkommen in Ordnung. Natürlich wäre ich gern weiter gesprungen, aber ich hatte das Gefühl, dass ich nicht so richtig in den Wettkampf gekommen bin“, sagte Eckhardt-Noack, die das Niveau insgesamt als nicht so stark bezeichnete. Lediglich die Polin, die einen Zentimeter weiter sprang als sie, hatte eine Bestleistung vorzuweisen. „Es war einfach zu kalt. Elf, zwölf Grad und wechselnde Winde sind nicht das Wetter, bei dem ich Bestleistungen springen kann“, sagte sie.

Rückflug bereits am Sonntag

Bereits am Sonntagnachmittag ging es für sie von Krakau mit Zwischenlandung in Wien wieder zurück nach Hannover. In der kommenden Woche wird sich Eckhardt-Noack nun intensiv auf die Deutsche Meisterschaft vorbereiten, die am kommenden Wochenende in Braunschweig stattfinden wird. Vertreter des Deutschen und Niedersächsischen Leichtathletik-Verbandes, der Stadt Braunschweig sowie vom Land Niedersachsen hatten am 21. Mai in einer ersten Gesprächsrunde festgelegt, wie das Modell mit maximal 2.000 Zuschauern im Stadion umgesetzt werden soll. Einen Tag zuvor hatte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius bekannt gegeben, dass eine begrenzte Zuschauerzahl zugelassen werde. Grundsätzlich sollen primär Personen aus dem Land Niedersachsen ein kostenfreies Ticket erhalten. Insbesondere werden dabei „Corona-Helden“, die während der Pandemie im Einsatz waren, bedacht. Hinzu kommen ehrenamtliche Helfer aus Leichtathletik-Vereinen und dem Breitensport sowie aus Wohlfahrtsverbänden.

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Eckhardt-Noack freut sich auf die Titelkämpfe in unmittelbarer Nachbarschaft zu ihrer seit Ende vergangenen Jahres neuen Heimat Hannover. Und auch darauf, dass wieder Zuschauer dabei sein werden. „In Chorzow waren in dem großen Stadion vielleicht 1000 Zuschauer. Die hat man eigentlich kaum bemerkt. Und dann hoffe ich in Braunschweig natürlich auf besseres Wetter. Es sind ja so um die 20 Grad angesagt“, hat die Dreispringerin schon einmal die Prognosen gecheckt. Allerdings ist sie auch bei den nationalen Titelkämpfen erst wieder gegen 18.30 Uhr gefordert.

Neben Eckhardt-Noack werden noch zwei weitere Athletinnen der LG Göttingen am Start sein. Weitspringerin Merle Homeier hat in den vergangenen Wochen auf nationaler Ebene einige Konkurrentinnen bekommen, die sich verbessert haben. Für Dreispringerin Kira Wittmann geht es noch um die Qualifikation für die U23-Europameisterschaft.