24. März 2020 / 14:52 Uhr

Neele Eckhardt und ihr Trainer sprechen von einer guten Nachricht

Neele Eckhardt und ihr Trainer sprechen von einer guten Nachricht

Kathrin Lienig
Göttinger Tageblatt
Dreispringerin Neele Eckhardt (r.) und ihr Trainer Frank Reinhardt bei einer Fußdruckvermessung mit Rita Spiller im Sommer 2018.
Dreispringerin Neele Eckhardt (r.) und ihr Trainer Frank Reinhardt bei einer Fußdruckvermessung mit Rita Spiller im Sommer 2018. © Swen Pförtner
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Der Saisonhöhepunkt 2020 fällt für die Göttinger Dreispringerin Neele Eckhardt in diesem Jahr aus. Die Olympischen Spiele in Tokio werden auf 2021 verschoben. Eine Entscheidung, mit der sie und ihr Trainer Frank Reinhardt leben können.

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Die Olympischen Sommerspiele in Tokio werden um ein Jahr – auf 2021 – verschoben. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) war in den vergangenen Tagen von Sportlern und Offiziellen heftig kritisiert worden, weil es viel zu zögerlich gehandelt hatte. Japans Ministerpräsident Shinzo Abe gab diese Entscheidung am Dienstagmittag bekannt. Sehr zur Freude von Dreispringerin Neele Eckhardt und ihrem Trainer Frank Reinhardt.

"Für mich persönlich eine sehr gute Nachricht"

„Ich freue mich sehr, dass Klarheit geschaffen wurde. Ich hoffe, dass die Nominierungsrichtlinien athletenfreundlich angepasst werden und dass es dann Spiele sind, bei denen Zuschauer und Athleten wieder friedlich zusammenkommen können, ohne von Covid-19 und dessen Folgen überschattet zu werden“, sagte Neele Eckhardt, deren Trainingsumfänge bislang dem Olympia-Countdown angepasst waren. „Die Verschiebung auf 2021 ist für mich persönlich erst mal eine sehr gute Nachricht“, sagte die Athletin der LG Göttingen kurz nach der Bekanntgabe am Dienstag.

"Verschiebung um ein Jahr ist okay"

Auch ihr Trainer atmete auf: „Das ist die einzig logische Konsequenz. Die Verschiebung berücksichtigt die Belange der Athleten.“ Und es sei – von den verschiedenen, zuletzt diskutierten Szenarien – die beste Lösung. Eine Verschiebung um zwei Jahre hätte Reinhardt kritisch gesehen. „Dieser Zeitraum wäre eine komplett neue Welt für manche Athleten, da hätten einige Lebensentscheidungen treffen müssen.“ Ein Jahr sei okay.

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Für den Trainer und seine Athleten der Gruppe „Sprung“ im Niedersächsischen Leichtathletik Verband bedeutet die Entscheidung aber auch das Umkrempeln des bisherigen Trainingsplans. „Das wird schwierig, weil wir ja gar nicht wissen, wann Wettkampfstarts wieder möglich sind. Bislang ist alles auf den Saisonhöhepunkt im Juli ausgelegt, nun ist erst einmal alles offen“, sagt Reinhardt. Eine Periodisierung des Trainings sei derzeit nicht möglich, zumal ja auch fraglich sei, ob die Europameisterschaft Ende August in Paris überhaupt stattfindet. „Wir müssen jetzt gucken, wie wir insgesamt mit der Situation klar kommen und müssen im Training andere Motivationen setzen. Unser gesamtes Konzept für dieses Jahr hat sich mit der Entscheidung, die Olympischen Spiele zu verschieben, eigentlich erledigt.“

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