21. Februar 2021 / 10:57 Uhr

Neele Eckhardt von der LG Göttingen verteidigt Dreisprung-Titel in Dortmund

Neele Eckhardt von der LG Göttingen verteidigt Dreisprung-Titel in Dortmund

Kathrin Lienig
Göttinger Tageblatt
Ihren Siegsprung lieferte Neele Eckhardt gleich im ersten Durchgang.
Ihren Siegsprung lieferte Neele Eckhardt gleich im ersten Durchgang. © imago-images
Anzeige

Zum zweiten Mal in ihrer Sport-Karriere ist Dreispringerin Neele Eckhardt in Dortmund deutsche Hallenmeisterin geworden. Nun hofft die 28-Jährige von der LG Göttingen noch auf einen Start bei den Europameisterschaften Anfang März.

Anzeige

Die Mission „Titelverteidigung“ ist geglückt: Neele Eckhardt, Dreispringerin der LG Göttingen (LGG), ist – nach 2020 – zum zweiten Mal in Folge und zum dritten Mal insgesamt deutsche Hallenmeisterin geworden. Die 28-Jährige fand in der Dortmunder Helmut-König-Halle gut in den Wettkampf und setzte mit 13,85 Metern im ersten Versuch die Konkurrenz direkt unter Zugzwang. Diese Weite sollte im Verlauf des Wettkampfs keine Konkurrentin mehr gefährden können. Im vergangenen Jahr hatte sie sich den Titel mit 14,09 Metern gesichert.

Anzeige

„Die Titelverteidigung war das Ziel und das hat geklappt. Deswegen bin ich darüber schon mal sehr glücklich. Ich wäre gerne weiter gesprungen, bei den ungültigen Versuchen waren auch bessere dabei“, sagte die LGG-Springerin anschließend. „Das ist natürlich schade, aber bei einer Meisterschaft geht es um den Titel, von daher ist das ganz okay. Ich glaube, ich bin auf dem richtigen Weg. Ich habe konstant ein hohes Niveau und ich warte auf den Ausrutscher“, hat die inzwischen in Hannover lebende Sportlerin die 14-Meter-Marke immer noch im Visier. Die war im Vorfeld auch ihr erklärtes Ziel für die Titelkämpfe in Dortmund gewesen.

Warten auf die EM-Nominierung

„ Hoffentlich habe ich bei der Hallen-EM – wenn ich denn dabei bin – die Chance, zu zeigen, was ich kann. Wie die nächsten Wochen für mich ablaufen werden, hängt davon ab, ob ich bei der Hallen-EM starten darf oder nicht“, sagte Eckhardt im Hinblick auf die kontinentalen Hallenmeisterschaften vom 5. bis 7. März in Göttingens polnischer Partnerstadt Torun. Mitte der Woche soll die Nominierung der Athleten seitens des Deutsche Leichtathletikverbandes erfolgen. „Wenn ja, dann wird jetzt noch einmal zwei Wochen trainiert und danach dann mit dem Aufbau für den Sommer angefangen. Für den Sommer gilt die Devise: so schnell wie möglich die 14,32 Meter für Tokio abhaken“, blickt Eckhardt schon weit voraus.

Mehr vom Sport in der Region

Spannend verlief der Kampf um Silber: Sowohl Jessie Maduka (TV Wattenscheid 01) als auch die Deutsche Freiluftmeisterin Maria Purtsa (LAC Erdgas Chemnitz) kamen im zweiten Versuch auf 13,67 Meter. Da sich beide im Verlauf des Wettkampfes nicht mehr steigern konnten, musste der zweitbeste Sprung entscheiden. Da hatte die Neu-Wattenscheiderin um fünf Zentimeter – 13,48 gegenüber 13,43 Meter – knapp die Nase vorn. Fünfte im Dortmunder Starterfeld wurde die zweite Athletin der LGG, Kira Wittmann. Die junge Dreispringerin (Jahrgang 2000) erreichte 12,89 Meter im fünften Versuch und erzielte damit ihre Saisonbestleistung in der Halle.


Homeier wird Vizemeisterin im Weitsprung

Merle Homeier hat ihr Ziel am Sonntagnachmittag in einem der letzen Meisterschafts-Wettbewerbe erreicht: ein Medaille in Dortmund. Und die glänzte in diesem Jahr sogar silber, nachdem die Weitspringerin 2020 in Leipzig noch Dritte gewesen war. Ihren besten Versuch hatte sich die Weitspringerin der LG Göttingen für den sechsten und letzten Versuch aufgehoben, der mit 6,55 gemessen wurde. Mit dieser persönlichen Bestleistung zog sie noch an Maryse Luzolo (6,51 Meter/Königsteiner SV) vorbei und wurde deutsche Vizemeisterin hinter der Topfavoritin Malaika Mihambo (LG Kurpfalz), die 6,70 Meter im zweiten Versuch erzielt hatte, aber auch mit drei weiteren Sprüngen hätte Meisterin werden können, weil diese allesamt über Homeiers Weite lagen.