08. November 2021 / 14:54 Uhr

Negativtrend des FSV Kühlungsborn setzt sich fort

Negativtrend des FSV Kühlungsborn setzt sich fort

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Danny Blume (r.), der hier den Kühlungsborner Robert Franke abgeschüttelt hat, traf per Kopfball zum 1:0 für den 1. FC Neubrandenburg.
Danny Blume (r.), der hier den Kühlungsborner Robert Franke abgeschüttelt hat, traf per Kopfball zum 1:0 für den 1. FC Neubrandenburg. © Karsten Pflieger-Leutert
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Das 1:2 gegen den 1. FC Neubrandenburg war die vierte Niederlage in Folge für den FSV Kühlungsborn. Paul Maletzke sieht Rot nach einer Tätlichkeit.

Fünf Spiele in der Fußball-Verbandsliga ohne Sieg, davon vier Niederlagen zuletzt - es läuft aktuell nicht für den FSV Kühlungsborn. Das 1:2 (0:0) am Sonntag daheim gegen den 1. FC Neubrandenburg war ein erneuter Rückschlag für die Kicker aus dem Ostseebad. Besonders bitter: direkt nach dem Ausgleichstor von Alexander Fogel mussten die Kühlungsborner postwendend den zweiten Gegentreffer hinnehmen. Das Anrennen anschließend erneut auszugleichen, wurde nicht belohnt.

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"Ich kann der Mannschaft keinen großen Vorwurf machen. Sie hat alles versucht. Es war über weite Strecken ein Spiel auf Augenhöhe", kommentierte FSV-Coach René Schultz. Er sprach davon, dass die Neubrandenburger im ersten Durchgang ein wenig gefährlicher waren. Die Kühlungsborner hätten jedoch keinen spektakulären Möglichkeiten zugelassen.

Das sind die besten Torjäger in MV auf Landesebene (Stand: 25. April 2021):

1. Platz: Tobias Barachini (SV 90 Lohmen) - 24 Tore Zur Galerie
1. Platz: Tobias Barachini (SV 90 Lohmen) - 24 Tore ©

Dafür wurde im zweiten Abschnitt spannender in den Strafräumen. Zudem ging es emotional und zum Teil auch hitzig in den Zweikämpfen zu. Zunächst verlängerte Danny Blume eine eigene Ecke per Kopf ins FSV-Tor. Wenig später kam es zu einer Rudelbildung. Nach einem Zweikampf mit Jacob Schröder ließ sich Kühlungsborns Paul Maletzke zu einer Tätlichkeit hinreißen und sah dafür die Rote Karte. Schultz sah die Hinausstellung als gerechtfertigt an, hätte sich aber gewünscht, dass Schiri Valentin Vogel schon vor dem Seitenwechsel etwas konsequenter reagiert hätte. "Ein Neubrandenburger Spieler hatte schon Gelb und foult dann Maletzke. Die Linienrichter hatte signalisiert, dass es eine weitere Karte hätte geben können, aber der Schiri ist darauf nicht eingegangen. Das war schon etwas spielentscheidend", so Schultz.

In Unterzahl kam seine Elf in der 72. Minute zum 1:1 durch Alexander Fogel. Unmittelbar danach stach Jannik Witte für die Neubrandenburger zu - 2:1. In der restlichen Spielzeit tauchten beide Mannschaften noch einige Mal gefährlich vor den gegnerischen Gehäusen auf. Am Ende jubelten die Neubrandenburger über ihren fünften Auswärtssieg im sechs Spiel in der Fremde. Die Vier-Tore-Städter rückten mit nun 24 Punkten auf Platz zwei vor, verloren in der Partie allerdings Routinier Christoph Fischer. Er verletzte sich am kleinen Finger und droht ein paar Wochen auszufallen.

Die Höhepunkte der Partie im Video:

Während die Neubrandenburger am kommenden Wochenende durchatmen können, wird der FSV Kühlungsborn im Landespokal-Achtelfinale daheim am Sonnabend (Anpfiff: 13 Uhr) gegen den Ligakonkurrenten FSV Bentwisch gefordert sein. Vielleicht ja für die Blau-Weißen die Gelegenheit im Pokal sich etwas Selbstvertrauen für die Liga zu holen.


FSV Kühlungsborn: Heskamp - Sibrins (78. Rehpenning), Meier (60. Werner), Hagedorn, Fogel, Wilke, Mietzelfeld, Franke (70. Klotzsch), Maletzke, Lübke, Moritz.
1. FC Neubrandenburg: Wegener - Czarnetzki, Zallmann, Witte, Kühl, Fischer (90. +2 Stübke), Schröder, Blume (90. Horn), Freyer (61. Grube), Sielaff, Ebel.
Tore: 0:1 Blume (59.), 1:1 Fogel (72.), 1:2 Witte (73.).
Rote Karte: Maletzke (66./FSV, Tätlichkeit).
Schiedsrichter: Valentin Vogel.
Zuschauer: 148.