18. Mai 2022 / 21:52 Uhr

Nervöses Duell, Blut-Schock bei Rode: Frankfurt im Finale gegen die Rangers auf Augenhöhe

Nervöses Duell, Blut-Schock bei Rode: Frankfurt im Finale gegen die Rangers auf Augenhöhe

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Eintracht Frankfurt hält gegen die Glasgow Rangers gut mit. Sebastian Rode musste wegen einer Kopfverletzung mit Turban weiterspielen.
Eintracht Frankfurt hält gegen die Glasgow Rangers gut mit. Sebastian Rode musste wegen einer Kopfverletzung mit Turban weiterspielen. © IMAGO/Revierfoto (2)/Ulrich Hufnagel/Montage
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Im Europa-League-Finale liefern sich Eintracht Frankfurt und die Glasgow Rangers einen intensiven Fight, Tore blieben bislang jedoch noch Mangelware. Stattdessen sorgen die Fanlager beider Teams und eine Platzwunde bei SGE-Kapitän Sebastian Rode für Diskussionen.

Eintracht Frankfurt werkelt im Europa-League-Finale gegen die Rangers aus Glasgow am ersten Europapokal-Titel seit 1980, blieb in der entscheidenden Zone bislang jedoch zu unpräzise. Bis zum Seitenwechsel des Endspiels in Sevilla gab es keine Tore. Für Aufreger sorgten stattdessen ein Stollen am Kopf von Frankfurt-Kapitän Sebastian Rode und Auseinandersetzungen zwischen den Fanlagern vor der Partie. Vor den Toren blieben die Highlights indes bislang weitestgehend aus.

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Die Partie begann fahrig, bei beiden Teams machte sich zunächst die Nervosität bemerkbar. Die Eintracht wirkte zwar hellwach und erspielte sich ein leichtes Übergewicht, blieb in den entscheidenden Szenen jedoch zu ungenau. Einen ersten Aufreger lieferten dann die Rangers: John Lundstram traf Rode mit dem Stollen an der Stirn. Rode blieb liegen und musste mehrere Minuten lang behandelt werden. Nach der Unterbrechung konnte der Mittelfeldspieler mit einem Kopfverband weiterspielen (5.). Schiedsrichter Slavko Vincic aus Slowenien beließ es bei einer Ermahnung.

Frankfurt ließ sich von dem ersten kleinen Schockmoment nicht beirren, blieb auch in der Folge das griffigere Team und erarbeitete sich erste Möglichkeiten. Einen Schlenzer von Djibril Sow vereitelte Rangers-Schlussmann Allan McGregor aber souverän (12.), auch einen Abschluss von Ansgar Knauff entschärfte der Schotte zur Ecke (20.). Kurz darauf meldete der schottische Vizemeister sich erstmals in der Offensive, Aribos Versuch aus der Halbdistanz strich jedoch am SGE-Tor vorbei (26.). Das gefährlichere Team blieb dennoch die Eintracht, ohne sich wirklich zwingende Möglichkeiten zu erspielen. Weil auch die Rangers zum Ende des Durchgangs stärker wurden und die Eintracht einschnürten, ging es mit einem leistungsgerechten Unentschieden in die Kabinen.

Fans von Frankfurt und Glasgow gehen aufeinander los

Die Emotionalität des Duells war bereits vor dem Spiel auf die Zuschauer übergeschwappt: Dutzende Fans von Frankfurt und den Rangers gingen im südspanischen Sevilla aufeinander los. Gegen 18 Uhr hätten sie sich im Zentrum der Stadt mit Stühlen der Straßencafés, Flaschen und anderen Gegenständen beworfen, berichtete die Lokalzeitung Diario de Sevilla. In einem Video war zu sehen, wie es zu Schlägereien kam und auch am Boden liegende Menschen getreten wurden. Von Festnahmen wurde zunächst nichts bekannt. Die gegnerischen Gruppen zogen sich zurück, als die Polizei eintraf. Früher am Tag waren fünf Eintracht-Fans festgenommen worden. Sie waren nach Angaben der Polizei Teil einer Gruppe von 200 deutschen Anhängern, die in der Nacht auf Mittwoch nahe der Kathedrale im Zentrum der Stadt schottische Fans attackiert haben sollen.

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