03. Oktober 2017 / 18:35 Uhr

Nesselröden scheidet gegen VfB Südharz aus

Nesselröden scheidet gegen VfB Südharz aus

Christian Roeben
Göttinger Tageblatt
Nesselröden Stefan Nolte
Nesselrödens Kapitän Stefan Nolte (l.) klärt vor Pascal Levin vom VfB Südharz. © Schneemann
Anzeige

Kreispokal Kreisliga/1. Kreisklasse: TSV unterliegt zu Hause mit 1:2

Anzeige

Nesselröden. Der TSV Nesselröden ist in der 1. Hauptrunde des Fußball-Kreispokals für Teams aus der Kreisliga und 1. Kreisklasse ausgeschieden. Die Eichsfelder unterlagen auf eigenem Platz dem VfB Südharz mit 1:2 (0:1).

Anzeige
helgeschneemann.com_011 Zur Galerie
helgeschneemann.com_011 ©

Die Gastgeber, die nicht nur auf mehrere verletzte Stammkräfte, sondern auch auf ihren im Urlaub weilenden Trainer André Metenyszyn verzichten mussten, gerieten gegen die Südharzer sofort unter Druck. Beim VfB ließ sich Kapitän Keven Ball immer wieder tief ins Mittelfeld fallen, um von dort gemeinsam mit Deniz Avanas gefährliche Angriffe zu initiieren. Nach Ball-Pass stand Pascal Levin in der neunten Minute bei seinem vermeintlichen Führungstreffer jedoch im Abseits, und kurz darauf scheiterte Levin gleich zweimal am gut reagierenden Nesselröder Torwart Gerrit Wüstefeld.

Nesselröden tut sich in der ersten Halbzeit in der Offensive schwer



Die Hausherren taten sich in der ersten Halbzeit schwer, selber gefährliche Offensivaktionen zu kreieren, da sie im Mittelfeld nicht entschlossen genug nachrückten und bei dem Versuch, Tempo aufzunehmen, zu fehlerbehaftet passten. Bereits vor dem Südharzer Führungstreffer, den Christian Spindler mit links im Strafraum freistehend markierte (23.), hatte die Elf von Coach Olaf Jödicke gute Gelegenheiten. Nach Avanas-Solo an drei Gegenspielern vorbei wurde Levin jedoch abgeblockt (19.), und als Südharz Nummer fünf sich in vielversprechender Schussposition befand, entschied er sich für einen Querpass, statt selber den Abschluss zu suchen (21.).

Den Nesselrödern gelang es in den ersten 45 Minuten nur einmal, für Gefahr vor dem gegnerischen Gehäuse zu sorgen. Nach Pass des emsigen Jan Steinberger eilte Jonas Leineweber über rechts kommend frei auf Südharz-Schlussmann Sebastian Jäkel zu, schloss aber so schwach ab, dass Jäkel problemlos mit dem Fuß abwehren konnte (32.).

Unglücksrabe Bömeke unterläuft ein Eigentor

Die zweite Halbzeit begann für die Eichsfelder bitter. Luca Bömeke spielte den Ball kurz nach Wiederbeginn auf seinen Torwart Wüstefeld zurück. Der wollte das Spielgerät annehmen, doch das versprang auf dem tiefen Platz so unglücklich, dass es erst über Wüstefelds Fuß und dann über die Torlinie zum 0:2 aus Sicht der Hausherren hoppelte (49.). Entmutigen lassen wollte sich der TSV davon aber nicht. Unglücksrabe Bömeke hätte wenig später beinahe auf der Gegenseite getroffen, doch seinen Kopfball, den er nach einer Ecke in Richtung linkes Eck gesetzt hatte, parierte Jäkel (53.).

Kurz darauf konnten die Nesselröder Fans dann aber die Arme zum Jubeln hochreißen. Tino Gorgiesvki nahm einen Leineweber-Pass auf, zog von halbrechts nach innen und schob mit links zum 1:2-Anschlusstreffer ein (54.). Die Eichsfelder drängten nun, brachten die Südharzer auch in Bedrängnis, belohnten sich aber nicht. Leineweber scheiterte freistehend (60.), und der eingewechselte Frederik Gerstmann nutzte ein Missverständnis der gegnerischen Abwehr nicht aus, sondern drosch den Ball über das leere Tor (74.).“Die Jungs haben es trotzdem gut gemacht“, lobte Nesselrödens 2. Vorsitzender André Hunold.

Tore: 0:1 Spindler (23.), 0:2 ET (49.), 1:2 Gorgievski (54.).