15. September 2020 / 16:59 Uhr

Netzhoppers gewinnen Turnier des BKS Visła Bydgoszcz

Netzhoppers gewinnen Turnier des BKS Visła Bydgoszcz

Oliver Schwandt
Märkische Allgemeine Zeitung
Die Mannschaft der Netzhoppers mit Trainer Christophe Achten (2.v.l.) freut sich über den Turniersieg beim BKS Visła Bydgoszcz. 
Die Mannschaft der Netzhoppers mit Trainer Christophe Achten (2.v.l.) freut sich über den Turniersieg beim BKS Visła Bydgoszcz. © Privat
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Volleyball-Bundesliga: Team von Coach Christophe Achten gestaltet alle drei Begegnungen gegen polnische Mannschaften aus der ersten Liga siegreich.

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Gut vier Wochen vor dem Saisonstart – die Netzhoppers starten mit einem Auswärtsspiel am 17. Oktober beim VfB Friedrichshafen – präsentiert sich der Volleyball-Bundesligist aus dem Dahmeland in einer erstaunlichen Frühform. Nachdem die Mannschaft vom neuen Trainer Christophe Achten in der vergangenen Woche ein Testspiel gegen den Zweitligisten PSV Neustrelitz – beim Team aus Mecklenburg-Vorpommern wirkten die beiden Ex-Netzhoppers-Akteure Paul Sprung und Maximilian Auste mit – deutlich mit 5:0-Sätzen gewinnen konnte, folgte am Wochenende der nächste Streich.

Mit einem fast tadellosen Auftritt holten sich die Netzhoppers den Sieg in der 6082 Zuschauer fassenden Łuczniczka Arena beim Turnier von Gastgeber BKS Visła Bydgoszcz. Die Polen spielen in der kommenden Saison nur noch in der ersten Liga, da sie den Abstieg aus der Plus Liga, in der Visła von 2006 bis 2020 lange Zeit erfolgreich um Punkte kämpfte, nicht verhindern konnten. „Ich habe in den drei Partien einiges probieren und mir ein weiteres Bild meiner neuen Mannschaft machen können“, sagt der belgische Netzhoppers-Coach Achten, der mit seinem gesamten Kader von 13 Spielern ins Nachbarland gereist war.

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Er nutzte das Turnier hauptsächlich, um all seinen Akteuren ausreichend Spielpraxis zu geben und neue Angriffszüge einzustudieren. „Natürlich klappt noch nicht alles, so wie ich es mir vorstelle. Mein Team hat aber in Bydgoszcz eine tolle kämpferische Leistung gezeigt und sich dafür mit dem Turniersieg belohnt“, freut sich Achten über seinen ersten Titelgewinn mit den Brandenburgern.

Acht Aufschlagpunkte von Karli Allik in Folge

Im ersten Turniermatch gegen STS Olimpia Sulecin setzten sich die Dahmeländer nach 71 Minuten mit 2:1-Sätzen (17:25, 25:17, 25:22) durch. Richtig ins Schwärmen kommt der Belgier, wenn er über den dritten Satz in diesem Duell redet. „Wir lagen schon aussichtslos mit 14:20 hinten und hatten eigentlich keine Chance mehr auf den Gewinn der Partie gegen Sulecin. Die Polen hatten aber die Rechnung ohne Karli Allik gemacht, der mit acht erfolgreichen Aufschlägen in Folge unser Team mit 22:20 in Führung brachte. Das war wirklich eine tolle Aufschlagserie von Karli“, lobt der Netzhoppers-Coach seinen estnischen Außenangreifer.

Im zweiten Match musste seine Mannschaft gegen Gastgeber BKS Visła Bydgoszcz antreten. Ebenfalls mit 2:1-Sätzen (25:22, 25:22, 15:25) konnten die Netzhoppers dieses Spiel siegreich beenden. „Bydgoszcz möchte nach dem Abstieg umgehend in die Plus Liga zurückkehren und gehört zum Aufstiegskandidaten Nummer eins. Aus diesem Grund ist unser Erfolg gegen diese Mannschaft richtig hoch zu bewerten, da Visla einen ziemlich starken Kader hat, der die Rückkehr in die höchste polnische Liga eigentlich schaffen sollte“, ist sich Achten vor dem Saisonstart von Bydgoszcz relativ sicher, der in den ersten beiden Sätzen gegen Visla die selben sieben Spieler einsetzte.

Erst im dritten Durchgang brachte er sechs andere Akteure auf die Platte. „Man hat diese personelle Umstellung schon deutlich gemerkt, denn wir legten einen ganz schlechten Start hin und lagen schnell mit 3:8 hinten. Zum Schluss hat sich mein Team etwas gefangen, konnte aber den deutlichen Rückstand nicht mehr aufholen“, so Achten.

Bevor am 17. Oktober die Bundesliga beginnt, haben die Netzhoppers noch ein straffes Vorbereitungsprogramm vor der Brust. Unter anderem stehen zwei Testspiele gegen die Helios Grizzlys Giesen und die Berlin Recycling Volleys auf dem Programm. Vom 26. bis 27. September wollen die Netzhoppers an einem Turnier in Genf teilnehmen. „Die Schweiz ist derzeit ein Coronavirus-Risikoland. Deshalb ist unsere Teilnahme an der Veranstaltung noch ungewiss“, informiert Achten.

Am zweiten Turniertag folgte ebenfalls ein 2:1-Erfolg (25:16, 15:25, 25:16) gegen APP Krispol Wrzesnia. „Der erste Satz gegen APP Krispol hat mir gefallen, der folgende Abschnitt eher nicht. Im dritten Durchgang brachte ich Jan Jalowietzki und Dirk Westphal ins Spiel, die für deutlich Belebung sorgen konnten. Unterm Strich hat die Mannschaft an den zwei Tagen eine Topleistung gezeigt, auf die sich aufbauen lässt“, schwärmt der Belgier von seinem Team.