18. April 2021 / 12:42 Uhr

Netzhoppers sind auch im Sand dabei

Netzhoppers sind auch im Sand dabei

Oliver Schwandt
Märkische Allgemeine Zeitung
Jonathan Erdmann (l.) und Theo Timmermann spielen für die Netzhoppers in der Deutschen Beach-Liga. 
Jonathan Erdmann (l.) und Theo Timmermann spielen für die Netzhoppers in der Deutschen Beach-Liga. © Oliver Schwandt
Anzeige

Beach-Volleyball: Jonathan Erdmann und Theo Timmermann vertreten die Dahmeländer auch in dieser Saison bei der Deutschen Beach-Liga und bei der Deutschen Beach-Volleyball-Tour.

Anzeige

Wie schon bereits in der vergangenen Sommersaison werden Jonathan Erdmann und Theo Timmermann für die Netzhoppers KW-Bestensee an den Turnieren in der Deutschen Beach-Liga und der Deutschen Beach-Volleyball-Tour teilnehmen. Die beiden sind in der Geschichte der Netzhoppers überhaupt das erste Beach-Team, das im Trikot der Dahmeländer deutschlandweit an den Start geht. Mit Dirk Westphal, der zusammen mit seinem Partner Max Betzien im Trikot der Hauptstadt Beacher agiert, wird noch ein weiterer Akteur des einzigen Volleyball-Bundesligisten aus Brandenburg im Männerbereich auf der diesjährigen Tour mit dabei sein. Das Auftaktturnier findet vom 18. bis zum 20. Juni auf dem Altmarkt in Dresden statt.

Anzeige

„Leider lief es für uns im vergangenen Jahr nicht wirklich optimal, da einige Turniere aufgrund von Corona abgesagt werden mussten. Hinzu kam, dass Jonathan sich nach unserem dritten Hauptrundenplatz am Rücken verletzt hat und nicht mehr weitermachen konnte. Für ihn sprang Milan Sievers ein, mit dem ich erfolgreich unseren dritten Rang bis zum Ende der Turnierserie behaupten konnte“, erinnert sich Theo Timmermann. Für den 25-jährigen Außenangreifer wird es erst seine zweite Saison im Sand werden. „Beim Beach liebe ich es, viel mehr Einfluss im Spiel zu haben. Das ist in der Halle nicht immer der Fall“, sagt der Königs Wusterhausener.

Mehr von den Netzhoppers

Jonathan Erdmann, der von 2006 bis 2010 und von 2019 bis 2020 bei den Netzhoppers unter Vertrag stand, ist in der Beach-Szene definitiv kein Unbekannter. Als zweifacher Deutscher Meister (2012, 2014) und WM-Dritter (2013) konnte der 32-Jährige schon einige beachtliche Erfolge im Sand feiern. Bei den olympischen Spielen 2012 in London erreichte der gebürtige Potsdamer zusammen mit seinem Partner Kay Matysik den neunten Rang. „Theo kenne ich ganz gut, da ich ja noch bei den Netzhoppers in der Bundesliga mit ihm zusammen gespielt habe“, informiert Erdmann, der seit einiger Zeit in einem Dorf in der Nähe von Eckernförde (Schleswig-Holstein) lebt.

„Ich bin aus beruflichen Gründen Ende des vergangenen Jahres in den Norden der Republik gezogen“, so der Soldat auf Zeit, der in seiner Kaserne für die Sportausbildung der Kameraden zuständig ist. Aus diesem Grund müssen beide Akteure sehr viel individuell trainieren. „Jeder von uns hat seinen eigenen Kraft- und Athletikplan, den er auch gut umsetzt. Wir kennen auch seit kurzem den Turnierplan. Aus diesem Grund ist es für uns einfacher geworden, die Abschnitte des gemeinsamen Trainings zu planen. Natürlich hoffen wir, dass uns Corona nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht“, sagt der erfahrene Beach-Profi Erdmann, der sich im Sand pudelwohl fühlt. Auch für Timmermann ist es immer wieder möglich, für gemeinsame Trainingseinheiten an die Ostsee zu reisen. Als Entwicklungsingenieur bei der Wildauer Alberding GmbH hat der Volleyball-Profi einen Vertrag über eine wöchentliche Arbeitszeit von 20 Stunden unterschrieben.

 „Das Verständnis meines Arbeitgebers für meine Volleyball-Tätigkeit war vom ersten Tag an da. Das freut mich sehr, dass ich so unterstützt werde“, berichtet das Netzhoppers-Urgestein, das seit 2006 das Trikot des Dahmeland-Teams trägt.     „Das Training auf dem Sand an der Ostsee ist für uns beide unheimlich wichtig. Dort herrschen die Windbedingungen, die man auch ziemlich oft bei den Turnieren vorfindet. So oft es geht, reise ich auch nach Königs Wusterhausen, da wir dort in der Beach-Arena der Netzhoppers eine optimale Anlage zum Trainieren vorfinden“, lobt Erdmann die fünf Beach-Plätze seines Vereins, die sich in der Erich-Weinert-Straße befinden. „Diese Anlage ist sicherlich auch kein so schlechtes Ohmen, da ich auf dieser zusammen mit Theo im vergangenen Jahr ein Turnier gewinnen konnte“, fügt der Zeitsoldat lächelnd hinzu.

Turnier in Damp wurde abgesagt

Leider ist es wegen der andauernden Coronavirus-Problematik nicht wirklich einfacher geworden, an Vorbereitungsturnieren für die Deutsche Beach-Liga teilzunehmen. „Wir wollten an einem Event in Damp starten. Dieses Turnier wurde kurzfristig gestrichen. Jetzt müssen wir erst einmal gucken, an welchen Veranstaltungen wir im Hinblick auf die Deutsche Beach-Liga sonst noch starten können“, ärgert sich Erdmann. Der Deutsche Volleyballverband plant jedenfalls derzeit für die Beach-Liga zwei Szenarien. „Es wird versucht, vor Fans in begrenzter Zahl zu spielen. Sollte dies nicht der Fall sein, dann soll die Serie ohne Zuschauer diesmal durchgezogen werden“, informiert der 32-jährige Wahl-Schleswig-Holsteiner.

Finanziell jedenfalls ist die kommende Saison im Sand für die beiden komplett abgesichert. „Wir bekommen da jegliche Unterstützung der Netzhoppers und von unseren anderen Sponsoren. Unter anderem hat uns der Verein ein Auto gestellt, um zu den verschiedenen Turnierorten zu kommen. Auch anteilige Kosten für unseren Trainer André Fröhlich werden von unseren so wichtigen Unterstüzern gestemmt. Dafür sind wir ihnen natürlich sehr dankbar“, freut sich Jonathan Erdmann über die externe Hilfe.

Info: Alle Termine der Beach-Tour finden interessierte Volleyballfans im Internet unter: https://www.volleyball-verband.de/de/beach/top-events/german-beach-tour/