22. Juni 2021 / 19:37 Uhr

Neuausrichtung zwischen den Pfosten beim SV Zehdenick

Neuausrichtung zwischen den Pfosten beim SV Zehdenick

Christoph Brandhorst und Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
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David Rogowski (2.v.l.) hat zwei Aufstiege der Zehdenicker miterlebt. © Dirk Becker
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Brandenburgliga: David Rogowski war viele Jahre eine Konstante im Zehdenicker Tor, jetzt will er kürzer treten – sein Nachfolger hatte 2020 ein kurzes Intermezzo beim SVA.

Das runde Leder dreht sich wieder beim SV Zehdenick. Der Verein aus der Havelstadt steckt mitten in der Vorbereitung auf die nächste Saison in der Fußball-Brandenburgliga. Die ersten Einheiten sind absolviert und am Sonntag gegewann der SVZ gegen Landesligist Grün-Weiss Brieselang auch das erste Testspiel mit 3:1. Dabei machten bereits einige Neuzugänge ihre Aufwartung im SVZ-Trikot.

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Denn der Verein war in der langen Corona-Pause aktiv, hat die Hausaufgaben für die zweite Saison in der höchsten Landesspielklasse gemacht und sich vor allem auf der Torhüterposition neu aufgestellt. Ein Neuer, der schon zweimal bei anderen Vereinen in Oberhavel aktiv war, ist Dominik Petzsche. Der Berliner zählt ab sofort zum Kader der Zehdenicker, wie SVZ-Manager Ronny Erdmann dem SPORTBUZZER bestätigte. „Dominik passt sportlich und menschlich in das Team. Er hat bei uns einen guten Eindruck hinterlassen“, so Erdmann, der auf der Position zwischen den Pfosten etwas tun musste. Denn aus der Vorsaison stehen David Rogowski und Pascal Stahl nicht mehr zur Verfügung, wie der SVZ-Manager bestätigte. Vor allem mit Rogowski tritt ein langjähriger Leistungsträger ab. Er will künftig nur noch in der Reserve kicken, hat mit dem SVZ aber zwei Aufstiege erlebt. Mit „Buschi“ im Tor kamen die Zehdenicker in die Landesliga und voriges Jahr sogar in die Brandenburgliga. Jetzt tritt der 30-Jährige kürzer, der vorher bei Eintracht Gransee und der SG Mildenberg das Tor hütete.

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Erdmann reagierte, verpflichtete bereits Keeper Pawel Kosarzecki von Ligakonkurrent Preussen Eberswalde. Damit sind die Zehdenicker auf dieser Position nun doppelt aufgestellt. „Wir rotieren in der Vorbereitung. Ich denke, es wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen“, sagt Erdmann über den Konkurrenzkampf. Der dritte Keeper im Bunde, Andreas Nadler, kümmert sich als Torwarttrainer gleichzeitig um die Ausbildung der Schlussmänner. Da dieser aufgrund seiner Arbeit aber nicht immer dabei ist, ist der Verein noch auf der Suche nach einem weiteren Torwartcoach, um diese Lücke zu schließen.

Der 28 Jahre alte Petzsche, der zuletzt in Berlin aktiv war, hatte vor einem Jahr kurzzeitig auch mal beim SV Altlüdersdorf angeheuert, war aber schnell wieder weg. Auch beim Oranienburger FC Eintracht stand er schon im Kader. Beides waren Engagements von kurzer Dauer, wie bei etlichen weiteren Clubs. „Dominik hatte noch nie einen richtigen Verein und will bei uns eine neue Heimatadresse finden“, so Erdmann. Damit sind die Personalplanungen in Zehdenick abgeschlossen. 22 Akteure sind nun fix. Neben Petzsche verpflichtete der Verein zudem Szymon Sidorowicz, Pawel Kosarzecki, Marcin Krystek (alle Preussen Eberswalde) sowie Lauris Lange, Louis Mischor (beide eigene A-Jugend) und Tim Rodenhagen (SV Babelsberg 03 II).

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„Wir sind mit unserem Kader zufrieden“, so Erdmann, der sich nach der Transferzeit nun um den eigenen Albrecht-Dental-Labor-Cup kümmert – eines der Highlights in der diesjährigen Vorbereitung und gleichzeitig Entschädigung für den coronabedingten Ausfall im vergangenen Jubiläumsjahr. Denn 2020 wurde der SVZ 100 Jahre alt. Das Teilnehmerfeld mit den regionalen Vereinen steht bereits seit Monaten fest. „Ich erwarte diese Woche die Pokale“, so Erdmann. Den teilnehmenden Teams vom SV Zehdenick, SG Mildenberg, TuS Sachsenhausen, Victoria Templin und Falkenthaler Füchse winkt zusätzlich neben dem sportlichen Erfolg bei dem Turnier auch eine Siegprämie. Dem Gewinner stehen am Ende 500 Euro zu. „Das ist sicherlich nochmal ein kleiner Anreiz für die Vereine“, so der Funktionär.