14. August 2019 / 17:47 Uhr

Neubrandenburgs Nachwuchskicker starten in Regionalliga-Saison

Neubrandenburgs Nachwuchskicker starten in Regionalliga-Saison

René Warning
Ostsee-Zeitung
Die A-Junioren des 1. FC Neubrandenburg starten am Wochenende in die Regionalliga-Saison.
Die A-Junioren des 1. FC Neubrandenburg starten am Wochenende in die Regionalliga-Saison. © Ulf Lange
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Vier-Tore-Städter sind mit U17 und U19 in der zweithöchsten Liga vertreten. Am ersten Spieltag sind zwei Berliner Clubs zu Gast.

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Für die Nachwuchsmannschaften des 1. FC Neubrandenburg geht es ab dem Wochenende ans Eingemachte. Sowohl die A- als auch die B-Junioren starten am Sonnabend 11.30 Uhr in die NOFV-Regionalliga in der Nordoststaffel. Während die U19 im neu.sw-Stadion den Berliner SC empfängt, bekommt es die U17 auf dem Sportplatz Hochschule mit der zweiten Mannschaft von Union Berlin zu tun.

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Neubrandenburgs Großfeld-Koordinator Daniel Nawotke sieht seine Mannschaften gut vorbereitet auf die neue Spielzeit. "Die Jungs sind mental und athletisch richtig gut drauf. Beide Teams haben die Chance zu punkten und die wollen wir natürlich auch nutzen", gibt sich Nawotke kämpferisch.

Bei der U19 hat sich im Trainerteam einiges getan. Vom SV Waren kam B-Lizenz-Inhaber Mathias Wackerow, der von Hansas Ex-Profi Marco Zallmann unterstützt wird. "Beide machen einen tollen Job, sind sehr engagiert und werden die Jungs auf Kurs bringen", ist sich Nawotke sicher. "Die Mannschaft hat in der Vorbereitung hart gearbeitet und ist sehr gut vorbereitet", schwärmt der Kicker der 1. Männermannschaft der Neubrandenburger.

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Ähnlich sieht er die Entwicklung der U17, die von André Schröder trainiert wird. "Der Vorteil ist, dass alle Spieler bereits in der U15 Regionalliga-Erfahrung gesammelt haben. Sie wissen also, wie überregional gekickt wird. Sie kennen das Niveau und ich bin sicher, dass sie sich durchsetzen werden", betont Nawotke.

Das letzte Mal kickte die U17 in der Saison 2015/16 in der Regionalliga, stieg damals als Letztplatzierter allerdings wieder ab. Die U19 spielte vor sechs Jahren in der zweithöchsten Spielklasse. Für beide Teams gilt es, die Klasse zu halten. "Das ist unser klares Ziel und wäre auch in den Folgejahren das Ziel. Wir haben hier ein Sportgymnasium und wollen den Sportlern auch die bestmöglichen Rahmenbedingungen bieten. Dazu gehört auch die regelmäßige Teilnahme an der Regionalliga", sagt Nawotke.

Für die Neubrandenburger wird es ein schwieriger Spagat zwischen der Ergebniserzielung und der sportlichen Weiterentwicklung des Einzelnen. "In der Verbandsliga kann man die Spielidee etwas besser umsetzen. Wenn man in der Regionalliga allerdings gegen einen Aufstiegsaspiranten spielt, ist das nicht mehr darstellbar. Da steht man vielleicht etwas defensiver. Dennoch wollen wir alle Kontrahenten mit unserer Idee fordern. Das haben wir in der Verbandsliga sehr gut gemacht und sind damit aufgestiegen. Das wollen wir fortsetzen", so Nawotke.

Neben sportlichen Hürden waren auch die Finanzen ein bestimmendes Thema in Vorbereitung auf die doppelte Regionalliga-Saison. Daniel Nawotke beschwichtigt alle Kritiker. "Der Verein hat seine Planinsolvenz abgeschlossen, ist besser aufgestellt und finanziell gesund. Wir arbeiten nach klaren internen Richtlinien. Wir bekommen Förderung des NOFV und sowohl Sponsoren als auch die Eltern helfen mit, damit alles gut klappt."

Ziel für den Klub ist es, dass die Verbandsligamannschaft - die sich anschickt, in die Oberliga aufzusteigen - regelmäßig von der eigenen Ausbildung profitiert und das Team aus möglichst vielen Eigengewächsen besteht. Laut Nawotke war auch das ein Grund für den Cheftrainer Birger Lipp nach Neubrandenburg zu wechseln.