25. September 2020 / 15:53 Uhr

Alkoholverbot ab 50 Zuschauern: Das heißt die neue Corona-Verordnung für den Amateursport

Alkoholverbot ab 50 Zuschauern: Das heißt die neue Corona-Verordnung für den Amateursport

Christoph Hage
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Amateurfußball gucken und Bier trinken: Das ist mit der neuen Corona-Verordnung nur noch mit maximal 49 Zuschauern möglich.
Amateurfußball gucken und Bier trinken: Das ist mit der neuen Corona-Verordnung nur noch mit maximal 49 Zuschauern möglich. © Sascha Priesemann
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Das niedersächsische Sozialministerium hat eine neue Corona-Verordnung veröffentlicht - mit Folgen für den Amateursport. Übersteigt die Zuschauerzahl 50 Personen, gelten fortan eine Reihe ergänzender Maßnahmen. Unter anderem ein Verbot, Alkohol auszuschenken und zu konsumieren.

Am Freitag ist in Niedersachsen eine neue Corona-Verordnung des Sozialministeriums in Kraft getreten – mit interessantem Inhalt für die Amateurvereine. Bei Sportveranstaltungen dürfen nun, abhängig von der Größe der Sportstätte, bis zu 1.000 Zuschauer eingelassen beziehungsweise bis zu 20 Prozent aller Plätze belegt werden.

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3000 Zuschauer im Rudolf-Kalweit-Stadion?

Heißt beispielsweise für den SV Arminia Hannover: Bei einem Fassungsvermögen von 15.000 Zuschauern im Rudolf-Kalweit-Stadion dürfen künftig 3000 Fans den Oberligisten anfeuern. "Das hätten wir mal vor dem Spiel gegen Ramlingen wissen müssen", sagt Frank Willig aus dem Arminen-Vorstand. Vor 500 Besuchern hatten die Blauen am zurückliegenden Wochenende gegen den SV Ramlingen/Ehlershausen mi 0:2 verloren.

Übersteigt die Zahl der Besucher die Grenze von 50 Zuschauern gelten nun sechs ergänzende Maßnahmen. Daran, dass während der Veranstaltung Sitzplätze eingenommen werden, die Vereine ein Hygienekonzept erstellen und die Kontaktdaten ihrer Besucher erfassen müssen, hat man sich mittlerweile gewöhnt. Neu ist allerdings Punkt fünf der Verordnung: „Während der Sportveranstaltung darf Alkohol weder angeboten noch konsumiert werden.“ Zudem darf erkennbar alkoholisierten oder berauschten Personen kein Zutritt zur Sportstätte gewährt werden.

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Bei Verlassen des Platzes Maskenpflicht

Verlässt der Besucher seinen Sitzplatz, muss er zudem einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die Regelung, dass Tickets an Gästefans nicht verkauft werden dürfe, beziehe sich in erster Linie auf den Profisport, stellte der Niedersächsische Fußballverband klar.

„Diese Unterscheidung ist für den Amateurfußball ganz wichtig. Wenn zum Beispiel in der Kreisklasse am Spieltag den Zuschauern Einlass gewährt wird, dann brauche ich als Heimverein nicht prüfen, ist das jetzt ein Fan meiner oder der gegnerischen Mannschaft", erklärte hierzu NFV-Direktor Steffen Heyerhorst. "Gästefans sind somit erlaubt. Diese Lesart wurde uns vom Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport bestätigt."

Die geänderte Verordnung soll bis zum 8. Oktober in Kraft bleiben, dann wird eine mögliche Anpassung geprüft.