15. Mai 2019 / 16:59 Uhr

Der Radius wird größer: Zwei neue Jugendspielgemeinschaften in der Region

Der Radius wird größer: Zwei neue Jugendspielgemeinschaften in der Region

David Lidón und Ole Rottmann
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der Nachwuchs des TSV Groß Munzel, TSV Kolenfeld und der SF Landringhausen macht ab der nächsten Saison gemeinsame Sache - und hat auch schon zusammen trainiert.
Der Nachwuchs des TSV Groß Munzel, TSV Kolenfeld und der SF Landringhausen macht ab der nächsten Saison gemeinsame Sache - und hat auch schon zusammen trainiert. © Dirk Lahmsen
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Viele Vereine können den Spielbetrieb bei ihrem Nachwuchs lediglich noch mit Jugendspielgemeinschaften aufrechterhalten. Mittlerweile gehen diese Zusammenschlüsse über benachbarte Klubs hinaus. Die jüngsten Beispiele sind die JSG Altwarmbüchen/Heeßel und JSG Calenberg Nord.

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Der TuS Altwarmbüchen lädt auf seiner Facebook-Seite leistungsorientierte Kicker der Jahrgänge 2005 und 2006 für Sonntag (13 Uhr) zu einem Sichtungstraining bei der JSG Altwarmbüchen/Heeßel ein. JSG Altwarmbüchen/Heeßel? „Ja, das stimmt“, bestätigt Altwarmbüchens Jugendleiter Uwe Riccardi. Sein Verein und der HSV hätten die Absicht, ab sofort gemeinsame Sache zu machen. Noch fehlen zwar die Unterschriften der Vorstände, doch grundsätzliche Einigung bestünde bereits, sodass die Spielersuche ab sofort beginnt.

C-Junioren machen den Anfang

„Zwei, drei Leute könnten wir noch gebrauchen“, erklärt Riccardi. „Wir wollen das aber erst einmal langsam angehen.“ Zunächst – gewissermaßen als Pilotprojekt – werden ab Sommer ausschließlich die C-Junioren des neuen Hybriden am Spielbetrieb teilnehmen. Die Teams der übrigen Altersklassen starten weiterhin für ihre Stammvereine, sollen aber in den oberen Jahrgängen teilweise mit Zweitspielrechten ausgestattet werden.

„Langfristiger Plan ist es, mit Teams aus C-, B- und A-Junioren höherklassig zu spielen“, sagt Riccardi. Bei rückläufigen Spielerzahlen ist es da ratsam, die Kräfte zu bündeln. Die zehn Kilometer Entfernung zwischen den Spielorten sind kein Hindernis. „Wir saßen auch mit anderen Vereinen am Tisch“, berichtet Riccardi. Doch am besten passte es mit dem HSV. Bei den Vereinsfarben muss sich zumindest niemand umgewöhnen – beide Klubs kleiden sich in Grün und Weiß.

Kontakt nach Kolenfeld

Relativ nah beieinander liegen Groß Munzel, Landringhausen und Kolenfeld, deren Jugendteams ab der nächsten Saison als JSG Calenberg Nord antreten. Erst einmal von der C- bis zur G-Jugend, die älteren Altersklassen sollen folgen. „In Barsinghausen gibt es mit Basche United und dem JFV Calenberger Land ja schon zwei Spielgemeinschaften, daher nahmen wir schon 2018 Kontakt zu Kolenfeld auf“, sagt Dirk Lahmsen aus dem Munzeler Vorstand. Viele junge Kicker kennen sich untereinander, in der Vergangenheit gab es schon Berührungspunkte.

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Von Beginn an seien es sehr offene Gespräche gewesen, es fand ein fairer Austausch statt. „Ziel ist, dass unsere Männermannschaften davon profitieren“, sagt Kolenfelds Spartenleiter Florian Becker. Gewildert werden soll allerdings nicht, die Jugendspieler gehen im Erwachsenenbereich zu ihren Stammvereinen zurück. „Das ist bei uns kein Wettbewerb, sondern eine Kooperation“, bekräftigt Lahmsen.

"Jahrhundertereignis" Hendrik Weydandt

Der TSV Groß Munzel und die SF Landringhausen arbeiten bereits seit vielen Jahren in der Jugend zusammen. Mit Hendrik Weydandt hat es ein Talent aus dieser Kollaboration bis in die Bundesliga geschafft. „Das ist für uns natürlich ein Jahrhundertereignis. Wir sind sehr stolz auf Henne und wünschen uns Nachfolger“, sagt Lahmsen.

Die Bilder der Saison 2018/2019 in Hannovers Amateurfußball:

Das ist mal ein anderer Torjubel: Der Sc Hemmingen-Westerfeld feiert seinen Sieg gegen Bückeburg. Zur Galerie
Das ist mal ein anderer Torjubel: Der Sc Hemmingen-Westerfeld feiert seinen Sieg gegen Bückeburg. ©
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