22. Dezember 2021 / 12:01 Uhr

Neue Marktwerte: Wolfsburg gehört zu den größten Verlierern, nur drei Profis legen zu

Neue Marktwerte: Wolfsburg gehört zu den größten Verlierern, nur drei Profis legen zu

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Die neuen Marktwerte der Bundesligisten sind da: VfL-Stürmer Wout Weghorst musste ordentlich Einbußen hinnehmen.
Die neuen Marktwerte der Bundesligisten sind da: VfL-Stürmer Wout Weghorst musste ordentlich Einbußen hinnehmen. © Roland Hermstein
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Das Internet-Portal "transfermarkt.de" hat die neuen Marktwerte für die Bundesliga veröffentlicht. Beim VfL Wolfsburg haben drei Profis zugelegt, bei vielen anderen ist der Wert hingegen gesunken.

Der VfL hat in der Hinrunde nicht so abgeschnitten, wie es sich der Klub gewünscht hatte: Und das macht sich jetzt auch in der Marktwert-Entwicklung des Kaders auf der Internet-Plattform "transfermarkt.de" bemerkbar. Nur die Werte von drei Profis gingen nach oben, die meisten Akteure mussten Einbußen hinnehmen - den größten Verlust hat Angreifer Wout Weghorst zu verzeichnen.

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Der Niederländer, den es nach Italien oder England ziehen soll, läuft seiner Form der letzten drei Jahre noch hinterher. Während er in den vergangenen Spielzeiten immer mindestens 16 Tore erzielt hatte, liegt Weghorst nach der Hinrunde gerade einmal bei sechs Treffern - in der Champions League war er sogar leer ausgegangen. "Der Niederländer gehört zwar weiterhin zu den besten Torschützen", sagen die Transfermarkt-Marktwertadmins für die Bundesliga, Julius Weißenstein und Martin Freundl, "aber nicht mehr auf dem hohen Niveau des Vorjahres – vor allem in der Königsklasse enttäuschte er dahingehend. Mit seinem Alter Ende 20 halten wir das Marktpotenzial nicht mehr für so hoch."

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Insgesamt seien "14 Spieler nach unten angepasst" worden, so Weißenstein und Freundl. Ebenfalls an Wert verloren haben Maxence Lacroix (von 28 auf 25 Millionen Euro), Maximilian Arnold (von 19 auf 17 Millionen Euro), Sebastiaan Bornauw (von 14 auf 13 Millionen Euro), Kevin Mbabu und Jay Brooks (beide von 14 auf 12 Millionen Euro), Sommer-Neuzugang Luca Waldschmidt (von 12 auf 10 Millionen Euro), Paulo Otavio (von 8 auf 7 Millionen Euro), Bartosz Bialek und Josuha Guilavogui (beide von 5 auf 4 Millionen Euro), Renato Steffen (von 4,5 auf 4 Millionen Euro) sowie Daniel Ginczek (von 2 auf 1,2 Millionen Euro). Auch die beiden Akteure, die beim VfL kaum noch eine Rolle spielen, William (von 4 auf 3 Millionen Euro) und Admir Mehmedi (von 2,5 auf 1,5 Millionen Euro), sind jetzt weniger wert.

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Diese Anpassungen sind Folge der misslungenen Hinrunde. "Der VfL enttäuscht, inklusive des frühen Trainerwechsels, auf ganzer Linie. Mit einem Minus von fast 19 Millionen auf 267 Millionen Euro gehören die Wölfe deshalb auch zu den größten Verlierern in Sachen Kaderwert in der Bundesliga", begründen Weißenstein und Freundl.

Aber es gibt auch Marktwert-Steigerungen: Lukas Nmecha, bester VfL-Torschütze, der in der Hinrunde in die deutsche A-Nationalmannschaft berufen worden war, legte gleich um 50 Prozent zu, steigerte seinen Wert von 12 auf 18 Millionen Euro. "Der 23-Jährige hat sich in der Bundesliga durchgesetzt", sagen Weißenstein und Früchtl. Nmecha-Bruder Felix, der jüngst gegen Köln sein Bundesliga-Debüt gefeiert hatte, legte von 450.000 auf 700.000 Euro zu. Und Shootingstar Aster Vranckx schraubte seinen Marktwert von 6,8 auf 10 Millionen Euro.

Wichtig: Die Marktwerte auf transfermarkt.de sind keine tatsächlichen Grundlagen für eventuelle Ablöseverhandlungen, sondern nur eine interessante Spielerei - das allerdings auf der Grundlage realistischer Parameter. Bei der Berechnung sind unter anderem sportliche Leistungen und das Alter des Spielers relevant. Außerdem fließen die Zukunftsperspektive des Spielers, die real existierende Nachfrage am Transfermarkt oder etwa bisher gezahlte Ablösesummen für den Spieler in die Kalkulation ein. Zudem gibt es Faktoren wie Prestige und marketingtechnische Aspekte, die allesamt Einfluss auf einen Marktwert haben können.