27. Mai 2020 / 19:05 Uhr

Neue Perspektive für Lenny Canalis Wandel von Fortuna Glienicke

Neue Perspektive für Lenny Canalis Wandel von Fortuna Glienicke

Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
Canalis Wandel (l.) und seine Fortunen wollen am Samstag in Wriezen ihr Meisterstück machen.
Lenny Canalis Wandel (gelbes Trikot) wird in Zukunft als spielender Co-Trainer bei Fortuna Glienicke agieren. © Robert Roeske
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Landesliga Nord: Der 30-Jährige, der zuletzt schon als Kapitän Führungsqualitäten zeigte, wird in der nächsten Spielzeit zusätzlich als Co-Trainer beim Landesligisten agieren. Dort laufen die Personalplanungen auf Hochtouren. Am Mittwochabend wurde erstmalig wieder gemeinsam trainiert.

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„Ganz klar: Ich will auch in Zukunft trotz meiner neuen Position spielen und auf dem Platz stehen. Darauf kann und will ich nicht verzichten“, sagt Lenny Canalis Wandel, Fußballer bei Landesligist BSC Fortuna Glienicke. Denn der 30-Jährige steht vor einem Perspektivwechsel, wird in der Spielzeit 2020/21 neben Coach Sascha Flemming als Co-Trainer in der Bieselheide agieren. „In der Vergangenheit hat eins zum anderen geführt und ich will früher oder später sowieso an die Seitenlinie wechseln. Nun ist der richtige Zeitpunkt, den Anfang zu machen“, so Canalis Wandel, der aber ergänzt: „Ich muss mich weiter wie jeder andere auch im Training anstrengen und stelle mich nicht selber auf.“

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Schon in der Vergangenheit leitete Canalis Wandel ab und zu das Training in Abwesenheit des Trainers in Glienicke, freundete sich dabei mit den Aufgaben an und will diese in Zukunft weiter intensivieren. Zudem plant der Kicker, sich für einen Trainerlehrgang anzumelden, um sich die entsprechenden Lizenzen und Qualitäten zu erarbeiten. „So können wir gemeinsam im Training spezifischer arbeiten und sind viel variabler“, sagt der Mittelfeldakteur, der seit zwei Spielzeiten im Verein ist und mit den Glienickern noch in der Landesklasse kickte.

Fortuna Glienicke weiter in der Landesliga Nord dabei

Dabei ist nach Abbruch der Spielzeit 2019/20 klar, dass die Glienicker auch in der nächsten Saison in der Landesliga Nord spielen werden. Hinter dem Aufsteiger SV Zehdenick belegten die Fortunen aufgrund der Quotientenregel Rang zwei – als Aufsteiger. „Wir wollen in der nächsten Saison das Niveau mitbestimmen und um die vorderen Platzierungen spielen“, sagt Roland Kerst, Fußball-Abteilungsleiter in Glienicke, der aktuell viel in Gesprächen mit Spielern ist. Denn ein schlagkräftiger Kader für die nächste Saison muss geformt werden. „Durch die Corona-Pandemie ist das aber alles gar nicht so einfach“, sagt Kerst, der aber kurz vor der Vermeldung einiger Neuzugänge steht. „Namen nenne ich aber erst, wenn die Unterschrift auf dem Vertrag ist.“ Der Fortuna-Funktionär beschreibt, dass auf dem Transfermarkt „viel Bewegung ist“.

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Mittendrin in diesen Gesprächen und Gedankenspielen ist neben Kerst und Flemming auch Canalis Wandel. „Mein Handy ist derzeit gut in Bewegung. Sascha und ich sprechen eine Sprache, auch in Bezug auf die möglichen Neuzugänge“, so Canalis Wandel, der am Mittwoch erstmalig wieder seine Mitspieler sah. Denn nach der wochenlangen Coronapause und den Aufgaben im „Homeoffice“ stand in Glienicke das „erste kontaktlose Training“, wie der neue „Co“ sagte, auf dem Programm. „Es ist schön, alle Leute mal wieder zu sehen. Wir können uns mal wieder in der Gemeinschaft als Team bewegen.“ Auch Kerst freute sich dadrüber, „wieder mit den Spielern direkt zu sprechen.“

Lücken müssen geschlossen werden

Nicht mehr im Kader dabei sind in Zukunft Mike Ryberg und Steven Puhlmann, die den Verein verlassen werden. Während Ryberg, vergangene Spielzeit neben Canalis Wandel mit der Kapitänsbinde ausgestattet, Richtung Nord-Oberligist Hertha 03 Zehlendorf wechselt, schließt sich Puhlmann dem Landesklassen-Aufsteiger Einheit Zepernick an. „Der Abgang von Mike Ryberg ist sicherlich sehr schmerzhaft. Da müssen wir erst einmal eine Alternative finden“, sagt Canalis Wandel. „Bei seinem Wechsel ist schon ein weinendes Auge dabei, aber man kann seine Beweggründe am Ende verstehen.“

Diese Lücken gilt es nun für die Vereinsverantwortlichen in Glienicke zu schließen. Denn auch in der neuen Saison will der Club, der vor den Toren Berlins liegt, „eine bestimmende Rolle in der Liga einnehmen“, so Kerst. „Ich hoffe, dass wir dann auch planmäßig im August starten können.“ Kerst findet die vereinsinterne Lösung mit Lenny Canalis Wandel als Co-Trainer als eine „fruchtbare Angelegenheit“