11. August 2016 / 13:01 Uhr

Neue Pläne für SV Johannstadt: Striesen statt Coschütz

Neue Pläne für SV Johannstadt: Striesen statt Coschütz

Stephan Lohse
Dresdner Neueste Nachrichten
Neue Pläne für SV Johannstadt: Striesen statt Coschütz
Neue Pläne für SV Johannstadt: Striesen statt Coschütz © imago/Ralph Peters
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Der SV Johannstadt soll seinen Platz am Elbufer räumen. Als neue Spielstätte ist nun ein Platz in Striesen Favorit.

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Dresden. Der SV Johannstadt muss umziehen. Zwar liegt der Platz direkt am Johannstädter Fährgarten idyllisch, bei Hochwasser steht das Grün aber sofort unter Wasser. Daher ist bereits seit 2014 ein Umzug im Gespräch. Die bisher favorisierte Variante, die Johannstädter in Coschütz beim FV Süd-West anzusiedeln, ist nach Sportbuzzer-Infos jedoch vom Tisch. Neues Ziel ist Striesen.

Noch nicht beschlossen aber anvisiert: Die Johannstädterinnen siedeln auf den Sportplatz Liebstädter Straße um. Das dortige Funktionsgelände wurde 2012 saniert, lediglich am Platz gebe es Verbesserungsbedarf, so die Stadtverwaltung. Johannstadt habe den neuen Plänen auch bereits zugestimmt. Gegen die Verlegung zu Süd-West hatte sich der Verein noch gewehrt, auch weil der Hauptsponsor dann abgesprungen wäre.

Zieht Johannstadt auf die Liebstädter Straße, müsste der SV Helios dort endgültig seine Zelte abbrechen. Laut dem aktuellen Plan zieht Helios dann auf die  Sportstätte Oskar-Röder-Straße, wo der Hartplatz dafür in einen Kunstrasen umgewandelt werden soll. Dafür läuft momentan die bauliche Grundlagenermittlung. Einen Zeitplan für die Umzüge gibt es noch nicht. Der Mietvertrag des SV Johannstadt am Elbufer läuft noch bis Ende 2017.

Haben irgendwann beide Vereine alle Umzugskisten gepackt, haben Fußballfans in Striesen die Qual der Wahl: In einem Ein-Kilometer-Radius gibt es dann mit Johannstadt, Helios, der SG Striesen, Einheit Mitte und dem SV Sachsenwerk gleich fünf Vereine.

Heimlicher Gewinner der Rochade ist der FV Süd-West. Durch den geplanten Umzug des SV Johannstadt kam Ende 2015 endlich Bewegung in die Sanierungspläne für den maroden Platz an der Stuttgarter Straße. Und obwohl der neue Nachbar nicht kommt, gebaut wird trotzdem, freut sich der Vereinsvorsitzende Uwe Schwiderski. Laut Stadtverwaltung läuft derzeit das Baugenehmigungsverfahren.

Ab Oktober werden der verschlissene Kunstrasen ausgetauscht und das Flutlicht erneuert, im Frühjahr kommen dann endlich die maroden Container weg, in denen sich die Spieler bisher umzogen und duschten. Stattdessen entstehen ein neues Funktionsgebäude und eineinhalb neuer Rasenplätze. Sorgen bereitet Schwiderski nur die Bauzeit. Denn dann müssen die Spieler auf andere Plätze in der Stadt ausweichen. Die Bauzeit des Kunstrasens sei zu verschmerzen. Das halbe Jahr, in dem das neue Vereinsheim entsteht, sei schwieriger zu bewältigen. Ein klein wenig Hoffnung hat er aber noch: Reicht das Budget, könnte es doch noch Interims-Kabinen geben.