22. August 2021 / 19:47 Uhr

Neue Stele auf dem Potsdamer Walk of Fame: Fünf Namen als Vorbilder für junge Sportler

Neue Stele auf dem Potsdamer Walk of Fame: Fünf Namen als Vorbilder für junge Sportler

Stephan Henke
Märkische Allgemeine Zeitung
Sebastian Brendel hat sich mit seiner Bronzemedaille inzwischen auf der dritten Stele im Luftschiffhafen verewigt. 
Sebastian Brendel hat sich mit seiner Bronzemedaille inzwischen auf der dritten Stele im Luftschiffhafen verewigt.  © Stephan Henke
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Im Potsdamer Luftschiffhafen wurde die neue Stele mit den Teilnehmern und Medaillengewinnern von Tokio auf dem Walk of Fame enthüllt. 

Die Oma von Sebastian Brendel ließ es sich nicht nehmen, ein Foto ihres Enkels vor der neuen Stele im Potsdamer Luftschiffhafen zu schießen. Zum dritten Mal hat sich der Kanute des KC Potsdam auf dem Walk of Fame verewigt, nach Gold in London und Doppelgold in Rio nun Bronze in Tokio. „Es ist schon schön, dass es überhaupt so etwas gibt in Potsdam. Und es ist schon beeindruckend, wenn man liest, wo Potsdamer schon überall erfolgreich waren“, sagte der 33-Jährige bei der Präsentation der neusten Stele mit den Potsdamer Medaillengewinnern am Samstagnachmittag.

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Neben Brendels Namen stehen dort auch die seiner drei Kanu-Kollegen Ronald Rauhe (Gold), Jacob Schopf (Silber) und Max Lemke (Gold) drauf, wobei letzterer offenbar zunächst von den Organisatoren vergessen wurde und dessen Name provisorisch mit einem Klebestreifen montiert wurde. Als fünfter Name war schließlich noch der von Kristin Pudenz auf der Stele auf dem Weg vor der MBS-Arena zu lesen, die Leichtathletin des SC Potsdam hatte im Diskus Silber gewonnen.

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Krönung im Kajak-Vierer: Das deutsche Quartett mit Max Rendschmidt, Ronald Rauhe, Tom Liebscher und Max Lemke (v.l.) fuhr zum Olympiasieg.  Zur Galerie
Krönung im Kajak-Vierer: Das deutsche Quartett mit Max Rendschmidt, Ronald Rauhe, Tom Liebscher und Max Lemke (v.l.) fuhr zum Olympiasieg.  ©

Die 28-Jährige berichtete auf der Bühne, dass sie ihrem Diskus beim fünften Wurf „Komm schon“ hinterhergerufen habe, das habe ganz gut geklappt, erzählte Pudenz, die sich zudem als Überraschung über ein Auto vom Autohaus Ehrl freuen konnte. Zudem trug sie sich, wie alle anwesenden der 19 Potsdamer Olympiastarterinnen und -starter, ins Goldene Buch der Stadt ein.

Moderiert wurde die knapp zweistündige Veranstaltung von Ex-Turbine-Spielerin und Olympiasiegerin Tabea Kemme sowie Fünfkämpfer Marvin Dogue, der die Tokio-Quali knapp verpasst hatte. Sein Bruder Patrick erzählte, dass er in Paris 2024 gerne „17 Plätze besser und nicht wieder 17 Plätze schlechter“ wäre, „ich dachte eigentlich, ich sei raus aus dem Alter, um Erfahrung zu sammeln“, meinte der 29-Jährige über seinen 20. Platz in Tokio. Sein Fünfkampf-Kollege Fabian Liebig, in Japan 19., zeigte sich vor allem von der Atmosphäre im Olympischen Dorf beeindruckt.

Nicht alle Sportler konnten vor Ort sein, Triathletin Laura Lindemann und Schwimmer Eric Friese sendeten Videobotschaften für die Gäste um Bürgermeister Mike Schubert (SPD) und die Vorsitzende des Stadtsportbundes Ute Goldberg. Die beiden enthüllten gemeinsam mit Jens-Torsten Müller von der Allianz – zugleich Präsident der Potsdam Royals – eine Stele für die Förderer des Walk of Fame. Goldberg zitierte in ihrer Rede Vierfach-Olympiasieger Kevin Kuske: „Als junger Sportler brauchst du Vorbilder. Deshalb stehen diese Stelen genau an der richtigen Stelle.“

19 Sportlerinnen und Sportler in Tokio

19 Sportlerinnen und Sportler aus Potsdam waren in Tokio dabei: Kristin Pudenz, Clemens Prüfer (Diskus), Nils Brembach, Christopher Linke, Saskia Feige (Gehen), Jean-Paul Bredau (4x400m), Bernhard Seifert (Speerwurf), Hans Gruhne, Daniela Schultze (beide Rudern), Ronald Rauhe, Max Lemke, Sebastian Brendel, Jacob Schopf (Kanu), Laura Lindemann (Triathlon), Christian Diener, Eric Friese (Schwimmen), Patrick Dogue, Fabian Liebig (Moderner Fünfkampf).