04. August 2020 / 14:30 Uhr

Luca Beckenbauer und Anton Kanther sagen Chemie Leipzig ab

Luca Beckenbauer und Anton Kanther sagen Chemie Leipzig ab

Jens Fuge
Leipziger Volkszeitung
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Anstatt bei Chemie Leipzig, unterschrieb Anton Kanther einen Vertrag bei Union Fürstenwalde. © Christian Donner Photography
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Chemie testet fleißig, schaut sich viele neue Spieler an – nur die Verpflichtungs-Meldungen bleiben aus. Zuletzt war man in Leutzsch von Anton Kanther und Luca Beckenbauer angetan, doch beide Spieler sagten ab. Am Mittwoch spielen die Grün-Weißen gegen Halle.

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Leipzig. Andy Müller-Papra, der sportliche Leiter der BSG, hat keine positiven Nachrichten: "Beide Spieler haben uns abgesagt. Bei Kanther finde ich das schon ärgerlich und es hat einen faden Beigeschmack, denn die Entscheidung war wohl bereits gefallen, bevor wir mit ihm verhandeln konnten. Ich weiß nicht, was ausschlaggebend war, ob das Geld, die Perspektive oder die Nähe zur Familie“.

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Die Begegnungen der BSG Chemie gegen den FC International gingen selten so deutlich für eine Vertretung aus. Denn dieses Mal konnten die grün-weißen Gastgeber mit 5:0 (2:0) Toren klar gewinnen. Zur Galerie
Die Begegnungen der BSG Chemie gegen den FC International gingen selten so deutlich für eine Vertretung aus. Denn dieses Mal konnten die grün-weißen Gastgeber mit 5:0 (2:0) Toren klar gewinnen. © Christian Donner

Kanther hatte überraschend in Fürstenwalde einen Vertrag unterschrieben, obwohl er bei den Leutzschern gegen Inter beim 5:0-Sieg mitgewirkt hatte. Laut Müller-Papra hätte er gut ins Team gepasst.

Verstärkungen und keine Ergänzungen

Auch Luca Beckenbauer hat Chemie abgesagt: "Er war sich nicht zu 100 Prozent sicher, nach Leipzig zu kommen, einen richtigen Grund hat er nicht genannt. Ihm hat gefallen, wie er hier aufgenommen wurde, aber ihm fehlte wohl die Überzeugung“, so Müller-Papra. Damit wird also nichts mit dem großen Namen im bescheiden-realistischen Leutzsch.

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<b>Benjamin Bellot</b> (29 Jahre), Torwart, im Verein seit 2019, Vertrag bis 2022. Zur Galerie
Benjamin Bellot (29 Jahre), Torwart, im Verein seit 2019, Vertrag bis 2022. ©

"Wir sind aber entspannt, denn wir sind gut besetzt und haben keine Not“, so Müller-Papra. "Wir schauen weiter, aber wir haben noch einen Monat Zeit bis Ende der Transferphase. Da wird noch einiges geschehen, wenn Spieler merken, dass gewisse Dinge nicht mehr funktionieren“. Wenn man tätig werde, dann müsse es absolut passen, Verstärkungen und keine Ergänzungen werden gesucht.

Starkes Signal an den Nachwuchs

Was ihn wirklich erfreut, ist der Quasi-Zugang aus der eigenen U19. Mit Tom Gründling hat es erstmals nach der Neuformierung der BSG Chemie ein Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in die erste Mannschaft geschafft.

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Der Mittelfeldspieler kommt aus der Zentrale, wurde zuletzt auf der Außenposition eingesetzt. Und erzielte bereits zwei Treffer in den Testspielen. "Er hat eine gute Qualität und es macht Spaß, ihm zuzuschauen“, sagt der sportliche Leiter, "das ist ein starkes Signal an den Nachwuchs, dass man es schaffen kann. Da wird eine tolle Arbeit geleistet!“

Der aktuelle Kader umfasst derzeit 21 Spieler, der zuletzt gegen Markkleeberg getestete Buchmann bekam kein Vertragsangebot. Lucas Surek (u.a. HFC Nachwuchs, Köln II, Halberstadt, Erfurt, Naestved BK) hingegen wird beim Test am Mittwoch gegen den VfL Halle (unter Ausschluss der Öffentlichkeit) erneut getestet.